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Gaskocher: Testberichte, Vergleich und Ratgeber

Wir möchten dir dabei helfen, eine kluge Kaufentscheidung zu treffen. Hierzu bieten wir dir auf unserer Seite einen großen und unabhängigen Gaskocher Vergleich und einen sorgfältig recherchierten Ratgeber.

Falls vorhanden, haben wir den einzelnen Produkten auch noch einen Gaskocher Test hinzugefügt.

Vergleichstabelle
Ratgeber
Fragen & Antworten

Gaskocher Vergleich: Die wichtigsten Zahlen & Fakten im Überblick

Typ
Maße
Gewicht
Kartusche
Leistung
Verbrauch
Siedezeit für 1 Liter Wasser
Piezozünder
Topf inbegriffen
Windschutz inbegriffen

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kaufberater.io Fachexperte
Isa ist Autorin, Bloggerin und vollblut Camperin. Seit vielen Jahren reist sie zusammen mit ihrer Hündin und einem alten Wohnmobil durch Europa. Auf ihrem Blog isaswomo.de informiert sie ihre Leserinnen und Leser über die schönsten Urlaubsregionen, praktische Camping Tipps und wichtige News zum Roadtrip. Dabei ist es ihr besonders wichtig Alleinreisende, vanlife Paare und Reisende mit Hund zu unterstützen. Wer einen Expertenrat zu Produkten aus dem Bereich Camping und Roadtrip sucht, findet bei Isa eine zuverlässige Ansprechpartnerin.
Isabel SpeckmannCamping & Outdoor Expertinisaswomo.de

Zusammenfassung: Das Wichtigste in Kürze

Gaskocher bieten eine einfache Lösung, um bei deinen Outdoor-Aktivitäten, im Garten, beim Festival oder auf dem Camping-Platz nicht auf selbst gekochte Mahlzeiten und heißen Kaffee verzichten zu müssen.
Du solltest drei Arten unterscheiden: Gaskocher mit externer Gaszufuhr – mehrflammig, schwerer, geeignet für eine Basis-Camp-Küche | Kartuschenkocher – kleiner, leichter, geeignet für deinen Rucksack | Spezial-Gaskocher, d.h. Kochsets oder Geräte für Gerichte wie Wok- oder Paella-Rezepte.
Für deine Kaufentscheidung solltest du wissen: Wo willst du deinen Gaskocher nutzen? Welche Gerichte willst du zubereiten? Wie viele Menschen sollen bekocht werden?

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Gaskocher kaufst

Wie funktioniert ein Gaskocher?

Ein Gaskocher funktioniert – wie der Name schon sagt – mit Gas. Das Gas dient dabei als Brennstoff zum Erwärmen von Gerichten, Tee oder Kaffee und wird in Kartuschen oder (bei größeren Campingkochern) Metallflaschen gefüllt.

Die Flamme wird häufig elektrisch über die sogenannte Piezozündung entfacht. Über der Flamme befindet sich ein Gestell, auf dem das Kochgeschirr platziert wird. Ein Gaskocher verfügt normalerweise über einen Drehregler, mit dem die Gaszufuhr und damit die Größe der Flamme reguliert werden kann. Je nach Art, kann weiteres Equipment dazugehören, wie zum Beispiel Standfüße oder ein Windschutz.

Achte darauf, dass ein Gaskocher die Sachen sehr schnell erhitzt, da es über die Flamme erhitzt.

Wo kommt ein Gaskocher am häufigsten zum Einsatz und für wen ist er geeignet?

Ein Gaskocher kommt vor allem bei mehrtägigen Outdoor-Aktivitäten zum Einsatz. Genauer gesagt insbesondere da, wo kein Stromanschluss verfügbar ist: Ob Trekking-, Wander- oder Mountainbike-Touren.

Auch bei Angelausflügen erlaubt ein Gaskocher den sofortigen Genuss des frischen Fangs. An ausgewiesenen Plätzen kann ein Gaskocher aber auch beim Wochenendevent im Stadtpark genutzt werden. Bei Openair-Festivals ist der Gaskocher wegen der Unabhängigkeit von einem Stromanschluss beliebt. Die kleinen Varianten lassen sich einfach im Rucksack verstauen und halten auch ohne weiteres Erschütterungen und „kleinere Unfälle“ aus.

Die mehrflammigen Kocher werden dagegen eher Indoor genutzt und dienen zum Beispiel der Aufrüstung von Wohnmobilen, Booten oder LKWs. Theoretisch ist aber auch die Verwendung in der Küche möglich. Die Indoor-Gaskocher bieten mehrere Gaskochfelder und sind meist standfester als ihre kleinen Brüder. Sie bringen aber auch ein anderes Gewicht auf die Waage und kommen daher nicht bei Ausflügen, sondern zum Beispiel in Camps oder größeren Lagern zum Einsatz.

Camping in Abgeschiedenheit

Du willst an einem wunderschönen, ruhigen Ort einige Nächte verbringen und dabei nicht auf gutes Essen verzichten? Gaskocher machen es möglich! Sie sind einfach überall funktionstüchtig.

Welche Alternativen zu einem Gaskocher gibt es und wo liegen die Vorteile des Gaskochers?

Gaskocher sind wartungsarm, brennen leise, geruchlos und rußarm.

Es gibt aber dennoch verschiedene Alternativen zum Gaskocher, deren Vor- und Nachteile wir dir hier kurz vorstellen wollen.

Benzinkocher

Benzin ist (theoretisch) überall an Tankstellen erhältlich. Der Benzinkocher erscheint daher zunächst attraktiver. Allerdings solltest du bedenken, dass das Benzin an Tankstellen für die Verwendung in Benzinkochern nicht zu 100 % geeignet ist.

Aufgrund der Verunreinigungen können die Brennerdüsen leicht verstopfen. Der große Vorteil des Benzinkochers ist die Einsatzmöglichkeit bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Für den Gaskocher sind hier besondere Gasmischungen notwendig. Benzinkocher sind aber meist deutlich schwerer und die Reinigung ist umständlicher.

Spirituskocher

Ein Spirituskocher ist sehr einfach in der Handhabung. Spiritus ist in jedem Supermarkt erhältlich. Allerdings erreicht ein Spirituskocher keine besonders hohen Temperaturen und das Kochen verlangt somit deutlich mehr Geduld. Bei niedrigen Temperaturen spitzt sich das unter Umständen noch zu.

Der entstehende Geruch ist zusätzlich unangenehm. Spirituskocher sind allerdings auch meist sehr preiswert und robust.

Mehrstoffkocher

Die sogenannten Multifuelkocher bieten den Vorteil, dass der Chef de Cuisine nicht an einen bestimmten, möglicherweise schwer erhältlichen Brennstoff gebunden ist. Die Mehrstoffkocher verwenden meist Benzin, Diesel oder Gas.

Die Handhabung und Inbetriebnahme ist allerdings komplizierter als bei anderen Kochern und bei der Verbrennung stört ein lautes Geräusch. Bei falscher Bedienung kann es zu hoher Verrußung kommen. Die Mehrstoffkocher sind außerdem erst ab einem Preis von etwa 100 Euro erhältlich.

Wie sicher ist ein Gaskocher?

Im Vergleich zu Benzin, ist die Verwendung von Gas unkompliziert und sicher. Der Piezozünder, Gasdruckminderer und die Zündsicherung sorgen für zusätzliche Sicherheit.

Bei Aufsatzkochern ist Sicherheit durch die direkte Verbindung gegeben: Es gibt keine Schlauchverbindung zwischen Kocher und Gasbehälter, bei der ein Leck fatale Folgen haben könnte.

Gaskartuschen sind im Sinne der Verwendung dünnwandiger als Gasflaschen. Das macht die Kartuschen leichter, aber auch anfälliger. Gefährlich wird es zum Beispiel, bei unzulässiger Demontage von nicht vollständig geleerten Stechkartuschen.

Wird die Hülle einer Kartusche durchbohrt, tritt das enthaltene Gasgemisch teils flüssig und teils gasförmig aus. Sollte dies passieren, kann vor allem in geschlossenen Räumen leicht ein explosionsfähiges Gas-Luft-Gemisch entstehen. Flüssig austretendes Gas kann zu Kälteverbrennungen auf der Haut führen.

Bei der Verwendung von Gaskochern solltest du dich unbedingt an die vorgegebene Handhabung halten. Bei Zweifeln wende dich bitte an den Verkäufer oder entsprechendes Fachpersonal.

Achte vor der Verwendung immer, dass nirgendswo Gas austritt. Mögliche Gefahren könnten Vergiftungen, Sauerstoffmängel und Brände bis hin zu Explosionen sein.

 

Was kostet ein Gaskocher?

Die einfachste Variante erhältst du schon ab ca. 15 Euro. Der Preis hängt aber stark mit dem Leistungsumfang zusammen. Bei einem höheren Preis ist also meist auch mehr Zubehör inbegriffen.

Da höherpreisige Campingkocher normalerweise auch mehr Leistung mitbringen, gelingt das Gericht schneller und du sparst an Gas.

Was kostet eine Gaskartusche/-flasche?

MSF1a-Kartuschen sind mit 1-2 Euro pro 230 g die günstigsten Kartuschen. Grundsätzlich sind Schraubkartuschen aufgrund der komplexeren Zusammensetzung (Ventil, Gewinde) etwas teurer. Aber auch hier wirst du bereits ab ca. 6 Euro für 100 g fündig.

Im Gegensatz zu den Wegwerf-Kartuschen, kannst du Gasflaschen ab ca. 1,70 Euro/kg in Baumärkten oder Tankstellen wiederbefüllen lassen. Bei der Anschaffung der Flasche, fällt außerdem eine Gebühr von ca. 30 Euro für kleine Pfandflaschen an.

Was ist eine Zündsicherung und wie funktioniert sie?

Die Zündsicherungstechnik eines Gaskochers kontrolliert das Austreten von Gas und verhindert damit gefährliche Verpuffungen oder schlimmstenfalls Explosionen. Es gibt verschiedene Arten von Zündsicherung (auch Gasstop genannt). Bei Campingkochern handelt es sich aber meist um sogenannte thermoelektrische Zündsicherungen.

Vereinfacht erklärt sieht das so aus: An der Verbindungsstelle zwischen zwei unterschiedlichen Metallen wird eine elektrische Spannung erzeugt. Wird die Flamme entzündet, fließt Strom, das Thermoelement ist heißt und Gas fließt. Ohne Flamme kühlt das Thermoelement wieder ab, es fließt kein Strom und die Gaszufuhr wird unterbrochen.

Kann ich einen Gaskocher mit Zündsicherung nachrüsten?

Das Wichtigste gleich vorweg: Arbeiten oder Reparaturen an Gaskochern, Gasflaschen oder -kartuschen und allem Zubehör dürfen ausschließlich Fachleute durchführen. Diese müssen außerdem über eine entsprechende Lizenz verfügen. Also bitte nicht eigenständig an Gaskochern und Zubehör handwerkern!

Alle Gasgeräte, also auch Gaskocher, benötigen eine Zulassungsnummer. Das unerlaubte Nachrüsten würde dich nicht nur in Gefahr bringen, sondern auch die Zulassungsnummer ungültig machen. Ein Betrieb des Gerätes wäre demnach genau genommen verboten.

Das Umrüsten eines veralteten Gaskochers durch einen Fachmann ist theoretisch möglich, aber meist extrem aufwendig und damit kostspielig.

Wo kann ich Gaskocher und -kartuschen kaufen?

Gaskocher und Gaskartuschen kannst du sowohl im gut sortierten Fachhandel als auch in vielen Kaufhäusern, Baumärkten und manchmal auch in Supermärkten kaufen. Kartuschen sind in Deutschland auch in vielen Tankstellen erhältlich. In den letzten Jahren verkaufen sich Gaskocher und deren Zubehör allerdings vermehrt über das Internet, da dort die Auswahl größer und die Preise in vielen Fällen niedriger sind.

Unseren Recherchen nach werden im Internet die meisten Gaskocher in Deutschland derzeit über die folgenden Shops verkauft:

  • Amazon
  • ebay
  • Globetrotter
  • Bergfreunde
  • Bergzeit

Alle Gaskocher, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen, sodass du gleich zuschlagen kannst, wenn du ein Gerät gefunden hast, das dir zusagt.

Welchen Verbrauch, beziehungsweise welche Brenndauer hat ein Gaskocher?

Der Gasverbrauch und damit auch die Brenndauer des Gaskochers hängt zum einen von dessen Leistung und Watt ab. Natürlich spielt auch die Gaskartusche eine entscheidende Rolle.

Je länger eine Kartusche verwendet wird, desto niedriger deren Druck. Damit nimmt auch die Größe der Flamme ab. Je kleiner die Flamme, desto länger die Kochzeit. Ein Ventil an der Gasflasche oder ein Druckregler kann hier für gleichmäßigen Druck sorgen und die Brenndauer beeinflussen.

Der genaue Verbrauch, zum Beispiel Menge an Gas pro Liter Wasser, das zum Kochen gebracht wird, hilft dir nur bedingt weiter. Dazu gibt es zu viele Faktoren, die den Verbrauch beeinflussen: die Ausgangstemperatur des Wassers, Windstärke, Umgebungstemperatur, Höhenmeter, u.v.m.. Durch die Verwendung eines Windschutzes und je nach Kochtopf, kann der Verbrauch verbessert werden.

Die Angaben der Hersteller sind als „Laborwerte“ nicht zu 100 % in deinen Outdoor-Trip übertragbar. Sie geben für das Erhitzen von Wasser je nach Gaskocher rund 3-10 Minuten an. Der Gasverbrauch wird ebenfalls genannt und liegt bei etwa 1-4 Gramm pro Minute.

Je nach Anzahl der Personen und gewünschten Mahlzeiten (Menge in ml) kannst du dir mit den Angaben eine grobe Rechnung aufstellen. Hier einige Einheiten für dich (keine Richtwerte!):

Gericht Menge
1 Tasse Kaffee/Tee 250 ml
100 g Nudeln 1000 ml
1 Portion Gemüsesauce 200 ml
1 Tasse Suppe 250 ml

Je komplizierter das Gericht, desto umständlicher die Rechnung.

Was bedeutet die Angabe in mbar?

Die Angabe in mbar beim Kauf deines Gaskochers gibt dir an, mit welchem Druck dein Gerät arbeitet.

Für dich als Verbraucher spielt diese Angabe erst dann eine Rolle, wenn du dir selbst eine Gasflasche und insbesondere den zugehörigen Gasregler kaufen möchtest. Dieser Gasregler muss nämlich dann auf die mbar deines Gasgerätes abgestimmt sein. Die große Mehrheit der Gaskocher, die in Deutschland erhältlich sind, arbeitet mit 50 mbar. Geräte aus Italien, Frankreich oder den USA können stattdessen mit 30 mbar geliefert werden.

Was brauche ich zusätzlich zu einem Gaskocher?

Neben Gaskocher und Gas (Kartusche oder Flasche) ist ein Windschutz empfehlenswert, um eine gleichbleibende Leistung des Gaskochers zu gewährleisten.

Sollte es sich um einen Gaskocher ohne Piezozündung handeln, brauchst du außerdem einen Gasanzünder oder ein Feuerzeug. Je nach Wunsch gibt es außerdem verschiedene Aufsätze für Gaskocher, zum Beispiel um Brot zu toasten oder auch einen besonderen Grillaufsatz. Selbstverständlich brauchst du einen (möglichst passenden) Topf oder eine Pfanne und entsprechendes Geschirr, sowie die richtige Rezeptidee!

Welches Gas wird genutzt?

Es gibt verschiedene Gase oder besser Gasgemische, die verschiedene Vor- und Nachteile haben. Eine Mischung aus Butan, Isobutan und Propan ist die gängigste Zusammensetzung. Die genaue Mischung variiert je nach Hersteller.

Bei allen Gaskartuschen und auch Gasflaschen besteht ein gewisser Druck, damit das Gas flüssig bleibt. Der Unterschied liegt dabei beim jeweiligen Siedepunkt der Gasmischung. Das ist die Temperatur, ab welcher der Zustand des Gases von flüssig in gasförmig wechselt. Dieser Wechsel ist wichtig, weil das Gemisch nur gasförmig entzündet und damit im Gaskocher genutzt werden kann. Der Siedepunkt liegt für Butan bei -1°C, für Isobutan bei -12°C und für Propan bei -40°C. Wichtig ist das genaue Gasgemisch insbesondere dann, wenn du deinen Gaskocher bei sehr niedrigen Außentemperaturen nutzen willst.

Welche Kartuschen und Gasflaschen gibt es?

Je nach Gaskocher sind vier Arten von Gaskartuschen zu unterscheiden:

  • Stechkartuschen
  • Schraub-Ventilkartuschen, auch einfach Schraubkartuschen
  • Bajonett-Ventilkartuschen, auch Easy-Click genannt
  • MSF1a-Ventilkartuschen

Anders als die Kartuschen, sind Gasflaschen für Campingkocher mit externer Zufuhr in Baumärkten oder Tankstellen wiederbefüllbar. Die Gasflaschen sind mit 5,5-11 kg aber auch wesentlich schwerer.

Welchen Adapter brauchst du?

Hersteller empfehlen grundsätzlich, die jeweils passenden, vom Fabrikanten angebotenen, Gaskartuschen zu verwenden. Eine Garantie, dass andere Marken auf deinen Gaskocher passen, bekommst du nicht.

Um eine gewisse Leistungssicherheit zu haben, empfiehlt es sich nicht auf besonders billige Plagiate zurückzugreifen. Hältst du dich an diese Vorgaben, ist für die Verwendung kein Adapter notwendig.

Es gibt allerdings inzwischen eine ganze Reihe von Adaptern, um zum Beispiel Stechkartuschen als Schraubkartuschen verwenden zu können.

Es ist besser immer den zum Gaskocher passenden und vom Hersteller empfohlenen Adapter zu kaufen, so kann es zu keinem Schaden beim Gaskocher kommen.

Bis zu welcher Temperatur kann ich meinen Gaskocher nutzen?

Bei normalen Durchschnittstemperaturen, kann ein Gaskocher ohne Schwierigkeiten genutzt werden. Bei niedrigen Temperaturen, kann es dagegen schwer werden eine Flamme zu erzeugen. Das Gasgemisch in der Kartusche bleibt flüssig und es kann zu keiner Verbrennung kommen.

Entscheidend ist dabei der Siedepunkt des Gases oder der Gasmischung. Theoretisch wäre für eine Nutzung bei unter 4°C reines Propan am besten geeignet. Allerdings muss Propan bei sehr hohem Druck gelagert werden, so dass die Kartusche wesentlich stabiler und damit schwerer sein müsste.

Die Hersteller haben auf den Bedarf reagiert und bieten spezielle Gaskartuschen mit einem hohen Propran- und Isobutan-Anteil an. Diese Mischung kann in normale Kartuschen gefüllt werden und ist für die Anwendung bei sehr niedrigen Temperaturen (bis zu -22°C) geeignet.

Welches Geschirr brauchst du für deinen Gaskocher?

Auch hier hängt die Antwort wieder ein wenig von deinem Bedarf ab. Für die Verwendung deines Gaskochers bei Outdoor-Aktivitäten, wie Wandern oder Radtouren, spielt das Gewicht eine große Rolle. Hier ist die Verwendung von Kochgeschirr aus Aluminium ratsam.

Aluminiumgeschirr ist meist preiswert. Bei manchen Speisen kommt es aber zu einer Reaktion, die einen eigenartig metallischen Geschmack erzeugt.

Alternativ wird jetzt auch Kochgeschirr aus sogenanntem HA (hartanodisiertem) Aluminium angeboten. Dabei wird die Oberfläche speziell bearbeitet. Das Geschirr ist wesentlich kratzfester und eine Geschmacksveränderung bei bestimmten Speisen gibt es nicht mehr. Die Gefahr bei zu hoher Hitze das eigene Kochgeschirr zu vernichten bleibt aber.

Als Alternative zum Aluminiumtopf gibt es auch Kochgeschirr aus Flachstahl, Edelstahl oder sogar Titan. Hersteller bieten ganze Sets an, bestehend aus einem oder mehreren, ineinander stapelbaren Töpfen bei denen oft der Deckel auch als Pfanne und/oder Teller verwendet werden kann.

Edelstahl ist die robustere Variante, verträgt hohe Temperaturen und verkratzt auch bei anspruchsvolleren Abenteuern nicht. Allerdings könnte das Gewicht dir zur Last fallen. Auch die Wärmeleitfähigkeit ist hier deutlich schlechter. Edelstahl eignet sich daher tendenziell eher für stationäre Camps oder eine umfangreichere Lagerküche, als für deinen Rucksack.

Edestahl Geschirr verträgt hohe Temperaturen und passt daher gut zum Gaskocher.

Titan ist das teuerste und schickste Material und wegen seinem besonders leichten Gewicht äußerst beliebt. Das Gewicht wird aber auch durch die dünnen Wandstärken erreicht, was das Geschirr wieder für hohe Temperaturen anfällig macht. Verfärbte und verbeulte Stellen können die Folge sein. Wer im Wesentlichen aber heißes Wasser für Kaffee, Tee oder Suppen benötigt, wird mit einem ultraleichten Titantopf glücklich.

Eine kleine Besonderheit ist ein sogenannter Wärmetauschertopf. Dieses Kochgeschirr arbeitet mit einer speziellen Lamellenstruktur, die laut Hersteller die Wärme deines Gaskochers effizienter an den Kochtopf abgibt. Damit erzielen solche Töpfe eine schnellere Siedezeit und senken so auch den Verbrauch.

EXPERTENTIPP
„Im Ausland können Gaskartuschen im Vergleich zu Deutschland deutlich teurer oder günstiger sein. Es kann sich also auszahlen sich vorab über die Kartuschen Preise des jeweiligen Landes zu informieren.“
Isabel SpeckmannCamping & Outdoor Expertin

Entscheidung: Welche Arten von Gaskocher gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen drei verschiedenen Typen von Gaskochern unterscheiden:

  • Gaskocher mit externer Gaszufuhr
  • Kartuschenkocher
  • Spezial-Gaskocher

Jeder dieser Typen unterscheidet sich in Aufbau und Handhabung entsprechend Einsatzbereich und Bedarf und bringt individuelle Vor- und Nachteile mit sich.

Für dich eignet sich je nach Verwendungszeck eine andere Art von Gaskocher. Für eine Auswahl empfehlen wir dir genau zu überlegen, wie du deinen Kocher nutzen möchtest. Wichtig sind dabei zunächst zwei Fragen:

  • Wie viele Leute sollen mit deinem Gaskocher bekocht werden?
  • Wie wichtig ist das Gewicht?

Wir möchten dir im folgenden Abschnitt dabei helfen herauszufinden, welche Art von Gaskocher sich am besten für dich eignet. Dazu stellen wir dir alle oben genannten Arten von Gaskocher vor und stellen übersichtlich deren Vor- und Nachteile dar.

Was ist ein Gaskocher mit externer Gaszufuhr und worin liegen dessen Vor- und Nachteile?

Gaskocher mit Schlauch arbeiten über eine externe Gaszufuhr meist mit größeren Gasflaschen. Der Schwerpunkt ist hier niedriger als bei der Variante mit Kartusche. Der Gaskocher mit Zuleitung wird so insgesamt stabiler.

Vorteile

  • Leise Verbrennung
  • Gute Standfestigkeit
  • Sehr robust
  • Meist integrierter Windschutz
  • Günstige Gasflaschen

Nachteile

  • Größe und Gewicht
  • Gasflaschen sind voluminös und schwer
  • Transport möglich aber umständlich

Solche Campingkocher sind häufig mehrflammig und werden in stationären Camps oder Basislagern genutzt. Oft sind sie in eine Art Metall-Koffer eingelassen, der für mehr Robustheit sorgt. Der Transport wird dadurch erleichtert und der geöffnete Koffer kann als integrierter Windschutz fungieren. Die abnehmbare Topfauflage erleichtert die Reinigung. Durch die großen Gasflaschen ist eine längere Brenndauer gewährleistet.

Wer für mehrere Personen kochen will, sollte einen mehrflammigen Gaskocher mit externer Gaszufuhr wählen.

Gaskocher in der Natur

Hier kannst du einen typischen Campingkocher sehen. Er ist praktischerweise in einen Metall-Koffer eingebaut und erhält sein Gas aus der Gasflasche rechts neben ihm.

Was ist ein Kartuschenkocher und worin liegen dessen Vor- und Nachteile?

Gaskocher, die mit Gaskartuschen betrieben werden, nennt man auch Aufsatzkocher (weil man sie eben direkt auf die Kartusche „aufsetzt“). Die Kartusche ist dabei gleichzeitig der Standfuß des Kochers. Die Kartusche ist sowohl der Vor- als auch Nachteil dieser Gaskocherart.

Vorteile

  • Leicht
  • Sicherheit durch direkte Verbindung zwischen Kocher und Gas
  • Leise Verbrennung

Nachteile

  • Schlechter Stand
  • Verwendung großer Töpfe meist problematisch

Aufgrund des erhöhten Schwerpunktes (durch das Aufsetzen auf den Brennstoffbehälter) ist die Standfestigkeit der Kartuschenkocher schlechter. Insbesondere die Verwendung großer Töpfe kann problematisch sein. Verschiedene Hersteller bieten aber einen zusätzlichen Standfuß zur Lösung dieses Problems an.

Einige Hersteller führen inzwischen auch eine Art Hybrid-Gaskocher in ihrem Sortiment: Es handelt sich dabei zwar um Kartuschenkocher, die Brennstoffbehälter werden aber über eine Schlauchverbindung angebracht. Der Hybrid nutzt dabei die Vorteile beider Arten: Mehr Standfestigkeit durch niedrigeren Schwerpunkt und weniger Gewicht durch die Verwendung leichter Kartuschen.

Welche Spezial-Gaskocher gibt es und was sind deren Vor- und Nachteile?

Es gibt verschiedene Sonderformen oder Spezial-Gaskocher, die wir dir nicht vorenthalten wollen. Spezial-Gaskocher sind meist etwas teurer, haben aber natürlich ihren besonderen Reiz.

Vorteile

  • Spezialist in seinem Bereich
  • Oft als Set mit Kochgeschirr erhältlich

Nachteile

  • Spezifizierung kann bei der Zubereitung einschränken
  • Eher höhere Preise

Der sogenannte Systemkocher gehört zu den Gaskochern mit Kartusche. Dabei handelt es sich um ein komplettes Set, bestehend aus Kocher und Topf. Damit reagieren die Hersteller auf das Problem der Standfestigkeit. Der Systemkocher optimiert meist durch einen integrierten Windschutz den Brennstoffverbrauch. Oft kann bei Systemkochern der tatsächliche Gaskocher zum Transport im passenden Topf verstaut werden. Er ist also auch besonders platzsparend.

Der Hockerkocher funktioniert hauptsächlich mit externer Gaszufuhr und ist in verschiedenen Größen erhältlich. Den Namen hat dieser Gaskocher durch seine vier (manchmal drei) Standfüße erhalten. Tatsächlich sieht er aus wie ein kleiner Hocker – die Verwendung als solchen können wir dir allerdings nicht empfehlen. Der große Vorteil des Hockerkochers ist sicherlich, dass er schon in sehr kleinen Größen erhältlich ist. Durch seinen festen Stand kannst du aber trotzdem in größeren Töpfen und Pfannen kochen.

Für Liebhaber asiatischer Gerichte könnte ein spezieller Wok-Gasbrenner interessant sein. Um es vorwegzunehmen: Es gibt für „normale“ Gaskocher einen speziellen Wok-Aufsatz. Auch Wok-Gasbrenner gehören normalerweise zu den Kochern mit externer Gaszufuhr und verfügen über Standfüße für mehr Stabilität. Das Besondere am Wok-Gaskocher: Die enorme Leistung (bis zu 20 kW). Das wird den Wok-Enthusiasten freuen – bringt aber auch gewisse Risiken mit sich: Durch das Öl oder Fett in Verbindung mit Feuer, kann es zu Stichflammen kommen.

Nach unserem Ausflug nach Asien noch ein Trip auf die iberische Halbinsel: Der Paella-Gasbrenner oder auch Ring-Gasbrenner. Dieser Gaskocher sieht mit seiner Ringform schon optisch etwas anders aus. Die Hersteller versprechen hier die besonders gleichmäßige Erwärmung einer großen Fläche durch Form und Größe der Flamme. Angeboten wird der Paella-Gaskocher außerdem häufig mit hohen Standbeinen und passender Paella-Pfanne.

 

Systemkocher mit Topf

Der Systemkocher ist besonders platzsparend und standsicher. Als weitere Altnernativen eignen sich auch Hockerkocher, Wok-Gasbrenner oder auch der Paella-Gasbrenner.

 

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Gaskocher vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Gaskocher vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmter Kocher für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um die folgenden Eigenschaften:

  • Größe / Maße
  • Gewicht
  • Art der verwendeten Kartusche
  • Leistung
  • Verbrauch
  • Siedezeit für 1 Liter Wasser
  • Extra-Ausstattung und -Funktionen
  • Temperatur
  • Standfestigkeit

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Beim Gaskocher-Kauf solltest du dir als aller erstes im Klaren darüber sein, wie und wo du deinen Kocher einsetzen willst. Dein ganz persönlicher Verwendungszweck ist absolut ausschlaggebend für alle weiteren Kaufkriterien.

Willst du in einem Basis Camp andere Wanderer und Radfahrer bekochen? Soll der Gaskocher dir einen heißen Kaffee am zweiten Tag des Festivals garantieren? Oder muss er möglichst handlich und klein in deinem Rucksack Platz finden, um dich für Notfälle bei Kräften zu halten?

Bei dieser Überlegung spielt auch die Anzahl der hungrigen Münder eine Rolle. Zwei Personen bekommst du schon mit einem kleinen, 1-flammigen Gaskocher und einem handlichem Topf satt. Bei einer größeren Gruppe solltest du über mehrflammige Varianten nachdenken.

Größe / Maße des Gaskochers

Die Größe deines Gaskochers spielt neben dem Gewicht eine besonders große Rolle, sobald es um deine Outdoor-Aktivitäten geht. Sperrige, unhandliche Kocher stören hier schon beim Packen.

Etwas anders ist die Situation, wenn es dir um die Planung deiner Camp-Küche geht. Aber auch dort, interessiert uns wie viel Platz eingeplant werden muss. Die Maße verschaffen dir ein deutlicheres Bild und helfen dir dabei den passenden Gaskocher auszuwählen. Du solltest aber bedenken, dass eventuell das Volumen eines passenden Kochtopfes hinzugezählt werden muss.

Systemkocher bieten meist die Möglichkeit Kocher und Töpfe ineinander zu stapeln und sparen so nochmal an Platz. Bei integriertem Windschutz und Kochgeschirr, musst du dir also keine weiteren Gedanken über benötigten Stauraum im Gepäck machen. Die angegebenen Maße entsprechen hier quasi deiner kompletten, mobilen Outdoor-Küche.

Gewicht

Beim Gewicht gilt ähnliches wie für die Maße: Bei der Planung deines Gepäcks, wird plötzliches jedes Gramm tonnenschwer. Willst du deinen Gaskocher dagegen einfach nur im Garten nutzen, ist das Gewicht zweitrangig. Ein gewisses Eigengewicht kann hier sogar für mehr Stabilität sorgen.

Die Angaben der Hersteller beziehen sich übrigens in der Regel auf das Gewicht des Kochers ohne Kartuschen (oder gar Gasflaschen). Je nach Nutzungsumfang und Dauer deiner Tour musst du also das Gewicht zusätzlicher Brennstoffbehälter hinzurechnen. Um hier nochmal an Gewicht zu sparen, kannst du versuchen die Verfügbarkeit von Gaskartuschen für dein Zielland vorab zu recherchieren.

Art der verwendeten Kartusche

Es kann also für dich eventuell von Bedeutung sein schon vorab zu wissen mit welchen Gaskartuschen dein Favorit arbeitet. Es gibt aber inzwischen auch zahlreiche Adapter, die es dir ermöglichen verschiedene Gaskartuschen zu verwenden und je nach Bedarf umzuswitchen.

Die Hersteller empfehlen dir natürlich nur die jeweils passenden Marken zu verwenden. Diesen Rat solltest du auch nicht gänzlich über Bord werfen. Besonders billige Plagiate werden dich – ob mit oder ohne Adapter – nicht glücklich machen. Schwächliche Flammen und zu geringer Druck sind nur zwei der möglichen Folgen. Da die Preise ohnehin nicht sehr hoch sind, raten wir dir hier mehr auf Leistung zu achten.

Bzgl. der oben erwähnten Verfügbarkeit der benötigten Gaskartuschen in deinem Urlaubsland noch ein kleiner Exkurs:

Grob gilt: Stechkartuschen sind billiger und am weitesten verbreitet. Der französische Hersteller Campingaz behauptet aber, dass auch seine CV Ventilkartuschen in mehr als 110 Ländern verfügbar sind. Eine grobe Faustregel: Campingaz in französischsprachigen Ländern, Coleman in englischsprachigen Ländern und Primus im skandinavischen Raum.

Leistung

Mit der Angabe in Watt (W) oder Kilowatt (kW) beschreibt der Anbieter die Leistung deines Gaskochers. Je mehr Watt, desto effektiver die Kochleistung.

Ein Gaskocher mit hoher Leistung kann also schneller Wasser zum Kochen bringen, verbraucht aber auch mehr Gas. Du solltest die Leistung also immer in Kombination mit dem Verbrauch bewerten. Ein günstiger Campingkocher verfügt meist über eine geringere Leistung – 500 Watt sind aber das Minimum.

Fassen wir zusammen: Hohe Leistung bedeutet schnelles Kochen.

Verbrauch

Den Verbrauch geben dir die Hersteller meist als verbrauchte Menge Gas in Gramm pro Stunde an. Der Gasverbrauch gibt gleichzeitig die Brenndauer deines Gaskochers an. Das ist für dich wichtig, um zu wissen welchen Vorrat an Gaskartuschen du für dein Abenteuer einplanen musst.

Der Haken an der Sache? Die angegebenen Werte der Hersteller kannst du nicht als absoluten Richtwert nehmen. Dazu gibt es zu viele äußere Einflüsse, die diesen Wert teilweise stark verändern können. Dazu gehört zum Beispiel die verwendete Gaskartusche und deren Druck, aber auch Wind und Wetter können den Verbrauch deines Gaskochers nach oben treiben.

Genau wie wir, solltest du den Verbrauch also nicht als einzige Entscheidungshilfe wählen. In Verbindung mit unseren weiteren, wichtigen Kaufkriterien bietet der Wert dir aber einen guten Anhaltspunkt, um die Qualität eines Gaskochers zu erkennen.

Siedezeit für 1 Liter Wasser

Die Zeit, die dein Favorit dazu braucht, um 1 Liter Wasser zum Kochen zu bringen, ist quasi das dritte Element unserer Leistung-Verbrauch-Kalkulation. Theoretisch gilt hier: Je höher die Leistung in Watt desto schneller die Siedezeit. Wenn dein Gericht schneller gekocht ist, bedeutet das natürlich auch weniger Verbrauch. Du siehst also: Alle drei Punkte hängen zusammen.

Auch hier gilt leider wieder: Äußere Einflüsse verändern die Werte, die die Hersteller quasi bei der Trockenübung erhalten haben. Wind und Höhenmeter, aber logischerweise auch die Ausgangstemperatur des Wassers beeinflussen die gestoppte Zeit. Du kannst hierauf außerdem auch selbst durch einen Windschutz und den richtigen Kochtopf Einfluss nehmen.

Die Siedezeit liegt meist bei 3-5 Minuten. Das macht noch keinen großen Unterschied. Allerdings können es auch schon 8 oder 9 Minuten werden. Das verlangt schon deutlich mehr Geduld und frisst deinen Gasvorrat in Windeseile.

Extra-Ausstattung und -Funktionen

Unter Extra-Ausstattung und -Funktionen deines Gaskochers verstehen wir zum Beispiel das Vorhandensein einer integrierten Piezozündung, aber auch ob ein Topf oder ein Windschutz im Lieferumfang inbegriffen ist.

Der Piezozünder nutzt den sogenannten Piezoeffekt. Kurz gesagt, geht es dabei um die Entstehung von elektrischer Ladung bei der Verformung einer Kristalloberfläche. In Verbindung mit Metallkontakten entsteht dabei ein blau leuchtender Funke, der das Gas entzündet.

Es ist hilfreich, sich vor dem Kauf das Extra-Ausstattung anzuschauen und sich zu überlegen, was für einem wichtig ist.

Ein Gaskocher mit Piezozündung, also elektrischer Zündung, funktioniert „auf Knopfdruck“ und ist eine sehr sichere Methode. Ohne Piezozündung muss das Gas „von Hand“ per Streichholz, Feuerzeug oder mit einem speziellen Gasanzünder entzündet werden.

Der Windschutz ist eines der wichtigsten Zubehörteile eines Gaskochers. Bei der Verwendung für Outdoor-Aktivitäten ist er absolut empfehlenswert. Aus hitzebeständigem Material gefertigt, schützt er die Flamme und garantiert eine gleichbleibende Leistung des Gaskochers.

Je nach Bedarf kann für dich auch wichtig sein, ob der Kocher mit passendem Behälter geliefert wird, um ihn schnell und einfach zu verstauen. Systemkocher bieten teilweise auch praktische Thermoelemente, die deinen Kaffee länger warm halten oder geschützte Griffelemente, um Verbrennungen zu verhindern.

Mini-Gaskocher

Für zusätzliche Funktionen sind besonders eine elektrische Zündung, Windschutz und zusätzliche Behälter empfehlenswert. Diese garantieren eine besondere Erleichterung und auch Sicherheit beim kochen.

Temperatur

Bei diesem Kriterium geht es nicht um die Temperatur der Flamme, die dein Gaskocher erreichen kann, sondern um die Umgebungstemperatur bei der du deinen Gaskocher nutzen willst. Ein wichtiges Kaufkriterium ist dieser Punkt insbesondere in Hinblick auf die verwendbaren Kartuschen.

Solltest du eine Fjord-Tour bei niedrigen Temperaturen planen, brauchst du unbedingt das passende Gasgemisch in deinen Kartuschen. Hier geht es um den genauen Siedepunkt der Gase: Ist dieser zu hoch, gelingt bei niedrigen Temperaturen der Wechsel von flüssig zu gasförmig nicht oder nur teilweise. Deine Flamme bleibt also entweder sehr klein oder das Gas lässt sich gleich gar nicht entzünden.

Standfestigkeit

Die Standfestigkeit sollte ein weiteres Kaufkriterium für dich sein. Niemandem ist geholfen, wenn dein ultraleichter, faltbarer Gaskocher sich regelmäßig ungewollt unter deinem Topf von alleine zusammenfaltet. Die Standfestigkeit ist gleichzeitig leider die Eigenschaft, die sich beim Online-Kauf am schwersten kontrollieren lässt.

Das Eigengewicht und die Bauweise, erlauben einen gewissen Schluss auf die Standfestigkeit. Verfügt der Kocher über stabil wirkende Standbeine? Liegt der Schwerpunkt des Kochers sehr hoch, weil er direkt auf eine Kartusche aufgesetzt wird?

Wir raten dir deiner Entscheidung den finalen Schliff durch das Stöbern in Bewertungen und Kommentaren zu geben. Nutze hier die Erfahrungen anderer Käufer oder frag einfach selbst.

Marken & Hersteller: Die wichtigsten Informationen zu den führenden Anbietern von Gaskochern

Im Folgenden präsentieren wir dir alle Marken und Hersteller von Gaskochern, die wir auf unserem Portal bewertet haben. Wir haben zu jedem der Anbieter Hintergrundinformationen recherchiert und stellen dir, wenn vorhanden, auch Kontaktdaten zur Verfügung.

Informationen zum Unternehmen

Trotz intensiver Recherche konnten zu diesem Unternehmen keine genauen Informationen gefunden werden. Es handelt sich dabei um Camping Gaskocher, welche auf Amazon gekauft werden können.

Kontaktdaten

k.A.

Informationen zum Unternehmen

Das Unternehmen Jetboil wurde im Jahr 2001 von Dwight Aspinwall und Perry Dowist in Hamsphire gegründet. Dieses produziert und vermarktet gasbetriebene tragbare Öfen, die primär beim Camping verwendet werden. Die derzeitigen Besitzer sind Johnson Outdoors Inc., welche das Unternehmen im Jahr 2012 gekauft haben und die Jetboil-Produkte aus Racine, Wisconsin weltweit liefern.

Kontaktdaten

Jetboil
Johnson Outdoors Inc.,
555 Main St. Racine
WI 53403
Webseite: https://www.jetboil.com/

Informationen zum Unternehmen

Lixada bietet neben gasbetriebenen tragebaren Öfen auch Sportbekleidung sowie Lichterketten, LED’s etc. Sie verfügen über eine Webseite, womit die Produkte erworben werden können. Diese Produkte können jedoch auch aus anderen Webseiten wie Amazon gekauft werden.

Kontaktdaten

Lixada
Webseite: https://www.lixada.com/contact-us.html

Informationen zum Unternehmen

Die Marke MSR steht für „Mountain Safety Research“, welche 1969 in Seatlle (USA) gegründet würde. Der Erfinder dieser Marke war der Ingineur und Bergsteiger Larry Penberthy, welcher die Idee hatte bessere und nützliche Ausrüstung für Abenteurer und Naturgeniesser herzustellen. Zu der Produktpalette dieser Marke gehören Zelte, Gaskocher, Kochgeschirr, Wasserfilter, Schneeschuhe, Schneewerkzeuge und viel mehr.

Kontaktdaten

MSR
Cascade Designs, Inc.
4000 1st Avenue South
Seattle, WA 98134 U.S.A
Tel.: 1-800-245-2992
Fax: 1-206-682-4184
Webseite: https://www.msrgear.com/de/

Informationen zum Unternehmen

Optimus wurde 1899 in Stockholm gegründet und ist seitdem bekannt für seine Outdoor-Kocher sowie Kochzubehör. Das Unternehmen bietet Gas-, Benzin Kocher sowie Hybridkocher, welche beim Campen verwendet werden können. Seit 2007 gehört Optimus zur Unternehmensgruppe der Katadyn Group.

Kontaktdaten

Katadyn Deutschland GmbH
Hessenring 23
64546 Mörfelden-Walldorf
Deutschland
Tel.: +49 61 05 45 67 89
Fax: +49 61 05 4 58 77
Webseite: https://www.optimusstoves.com/de/de

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Gaskocher

Kannst du mit einem Gaskocher heizen?

Du kannst mit einem besonderen Aufsatz deinen Gaskocher zur Heizung umfunktionieren. Einen Heizaufsatz findest du schon ab ca. 20 Euro. Achte auf die Verwendung der richtigen Gasmischung beziehungsweise Gaskartusche, wenn du deinen Gaskocher in kühlen Regionen verwenden willst. Ohne Flamme heizt der beste Aufsatz nicht!

Kannst du mit einem Gaskocher toasten?

Ja, es gibt Toast-Aufsätze von verschiedenen Anbietern, damit du dein Brot wie gewohnt genießen kannst. Der Toast-Aufsatz eignet sich auch, um Brötchen aufzupacken.

Alternativ gibt es eine Art Camping-Backofen für selbst gemachte Brötchen oder Auflauf. Überhaupt gibt es fast nichts, was es nicht gibt: Wok-Aufsatz, Grill-Aufsatz, Aufbackgitter, Fischbräter, und, und, und. Du musst nur den passenden Rucksack im Schrank haben!

Kannst du den Gaskocher im Innenraum nutzen?

Das kommt auf die Art des Gaskochers an. Achte auf die Vorgaben des Herstellers. Im Innenraum ist die Zündsicherung Pflicht! Bei Geräten, die in Innenräumen genutzt werden, wird außerdem ein speziell hierfür bestimmter Gasdruckminderer genutzt.

Du solltest beim Kochen mit Gas in Innenräumen immer auf genügend Frischluftzufuhr achten. Hier gilt ganz besonders: Gaskocher nicht unbeaufsichtigt lassen! Erlischt die Flamme, muss sicher sein, dass auch kein Gas mehr austritt. Außerdem musst du unbedingt darauf achten, dass der Gaskocher einen sicheren Stand hat und keine brennbaren Gegenstände in der Nähe sind.

Welche Rezepte eignen sich für das Kochen mit Gaskocher?

Du stehst also kurz davor dir einen Gaskocher zuzulegen und befürchtest jetzt, dass du tagelang mit aufgewärmten Ravioli und Dosensuppe auskommen musst? Keineswegs.

Theoretisch kannst du mit deinem Gaskocher alles kochen, was du auch zu Hause zubereiten würdest. Unterwegs ist das natürlich logistisch etwas schwieriger. Aber wenn wir voraussetzen, dass die Beschaffung der notwendigen Lebensmittel kein Problem darstellt, ist die Zubereitung deines 4-gängigen Menüs auf einem einflammigen Gaskocher nur noch eine organisatorische Herausforderung.

Etwas einfacher sind Gerichte mit Reis, Couscous oder Nudeln: Diese Beilage kann nach dem Aufkochen auch abseits des Kochers quellen, während du eine leckere Gemüsepfanne zubereitest. Noch einfacher sind natürlich Eintöpfe.

Das klingt zunächst nicht sehr ansprechend – kann aber durchaus lecker und abwechslungsreich gestaltet sein. Inspiration findest du im Internet oder in speziellen Outdoor-Kochbüchern. Lass deiner Fantasie freien Lauf und du wirst der neue Outdoor-Jamie-Oliver!

Kann ich einen Gaskocher im Flugzeug mitnehmen?

Grundsätzlich verboten ist die Mitnahme von brennbaren Flüssigkeiten und Gas. Du darfst also Gaskartuschen oder gar Gasflaschen weder im Handgepäck noch im aufgegebenen Koffer mitnehmen.

Theoretisch ist es erlaubt einen Gaskocher mit vollständig entleertem Brennstofftank beziehungsweise ohne Gaskartusche im aufgegebenen Gepäck mitzuführen. Achtung: Keine Gaskartuschen, kein halb gefüllter Brennstofftank!

Der Tank muss wirklich restlos entleert sein. Viele Fluggesellschaften geben außerdem vor, wie solche Campingkocher transportiert und verpackt werden müssen. Bitte wende dich vorher an die jeweilige Fluggesellschaft, um Probleme zu vermeiden.

Wie viel Grad erreicht ein Gaskocher?

Die Temperatur, die dein Gaskocher erreichen kann, hängt vor allem vom verwendeten Gasgemisch ab. Ein Propan-Butan-Gemisch kann theoretisch 1925 Grad heiß werden. Wegen der regelbaren Flammengröße erreicht ein Gaskocher diese Temperatur aber normalerweise nicht.

Beim Kochen könntest du im Kern der Flamme deines Gaskochers je nach äußeren Bedingungen zwischen 800 bis etwa 1500 Grad messen.

Kann ich einen Windschutz für Gaskocher selber bauen?

Wenn du handwerklich nicht ganz unbegabt bist, kannst du dir einen Windschutz für deinen Gaskocher auch selbst bauen. Im Internet findest du einfache Anleitungen, zum Beispiel mit Draht und besonders dicker Alu-Folie.

Du solltest dabei auf die Brennbarkeit des Materials achten. Verschiedene Hersteller bieten dir einen Windschutz aber auch schon ab rund 10 Euro an.

Kann ich Gasflaschen statt Gaskartuschen verwenden?

Mit einem bestimmten Regler ist es theoretisch möglich, statt Gasflaschen auch Gaskartuschen zu verwenden. Quasi als Notlösung. Allerdings reicht bei größeren Gaskochern (für die große Gasflaschen gedacht sind) der Druck und die Gasmenge der Kartuschen meist nicht aus, weil der Verbrauch höher ist.

Ein Beispiel: Ein 2-flammiger Gaskocher mit einem Gasverbrauch von 400 g/h würde mit einer Gaskartusche von knapp 200 g nur etwa 30 Minuten funktionieren. Zusätzlich reicht der Druck nicht für eine „anständige“ Flamme. Technisch also möglich, wirtschaftlich aber nicht sinnvoll.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.outdoor-magazin.com/service/camp-equipment/wichtige-tipps-zum-umgang-mit-dem-gaskocher.717981.3.htm#1

[2] http://www.t-online.de/leben/reisen/aktiv-und-skiurlaub/id_56202450/campingkueche-tipps-des-deutschen-camping-clubs.html

[3] https://www.bergwelten.com/a/mehr-als-nudeln-campingkueche-fuer-fortgeschrittene


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