Kühlschrank, Herd, Fernseher und Backofen – bei der Anschaffung von Elektrogeräten spielt die Energieeffizienz für viele Käufer eine große Rolle. Vor allem dann, wenn die Geräte häufig oder gar durchgängig im Einsatz sind. Dennoch wird nicht in jedem Fall das Modell mit dem besten Energieeffizienzwert gewählt.

Warum das so ist und welche Informationen rund um die Energieeffizienz wichtig sind, erfahren interessierte Leser hier.

Energieeffizienz – Was ist das?

Die Energieeffizienz beziehungsweise Energieeffizienzklasse gibt an, wieviel Energie ein Gerät benötigt, um seinen Nutzen zu erfüllen. Die Aufteilung erfolgte zunächst mit den Buchstaben von A bis G. Mit zunehmender Effizienz der Geräte veränderte sich die Skala jedoch. Die Klassen F und G finden sich auf dem deutschen Markt nicht mehr. Dafür wurde die Klasse A mit zunehmender Effizienz um A+, A++ und A+++ erweitert.

Entscheidend für Konsumenten ist, dass die Energieeffizienz einen Ausblick auf die fortlaufenden Kosten gibt. Ein Kühlschrank der Klasse A+++ benötigt im Vergleich weniger Strom, als ein Gerät der Klasse E. Hiermit lässt sich also bares Geld sparen.

Energieeffizienz im Haushalt ist ein Thema, das in den letzten 15 Jahren enorm an Wichtigkeit gewonnen hat.

Sind energieeffizientere Geräte teurer?

Darauf gibt es keine klare Antwort. Klar ist aber, dass die energieeffizientesten Elektrogeräte in der Regel nicht den höchsten Preis haben. Das zeigt eine Tabelle von idealo sehr deutlich.

Zudem sollte einkalkuliert werden, dass elektronische Geräte mit einer hohen Energieeffizienz langfristig Geld sparen, da sie weniger Strom verbrauchen. In Bezug auf die Kosten darf also nicht nur der Anschaffungspreis einkalkuliert werden. Dieser wird zudem noch durch die Nachfrage auf dem freien Markt bestimmt. Kaufen viele eher A+ oder Geräte mit der Energieeffizienz-Klasse B, sind diese Geräte in der jeweiligen Kategorie teurer. Ein Vergleich lohnt sich also gleich doppelt und vor allem langfristig.

Wie kann ich die Kostenersparnis direkt überprüfen?

Wer um eine Kostenersparnis bemüht ist oder den Einsatz von Elektrogeräten möglichst umweltfreundlich gestalten möchte, sollte Geräte mit der Energieeffizienzklasse A+++ wählen. Diese setzen die aufgenommene Energie am effizientesten um. Sie sind also besonders sparsam. Bei einem häufigen Betrieb bedeutet das, dass die Geräte auf mittel- und langfristige Sicht eine signifikante Kostenersparnis einfahren. Vor allem angesichts steigender Energiepreise kann diese Ersparnis sehr hoch ausfallen.

Eine Möglichkeit, um die die Ersparnis – nicht nur bei neuen Geräten – direkt zu überprüfen, ist der Einsatz eines Energiekostenmessgeräts. Dieses verrät auch dann, was Fernseher, Herd und Co. verbrauchen, wenn sie defekt sind. Die Berechnung der fortlaufenden Kosten wird dadurch erheblich vereinfacht.

Haben alle Elektrogeräte die gleichen Energieeffizienzklassen?

Nein, leider nicht. Genau dieser Umstand macht es auch so schwierig, den Überblick zu bewahren und verschiedene Geräte-Arten miteinander zu vergleichen. So finden sich beispielsweise Fernseher nur bis zur Klasse A++. Bei Waschmaschinen reicht die Energieeffizienz hingegen bis zur Klasse A+++.

Ab 2019 soll sich dieser Umstand allerdings ändern. Die Einteilung wird dann wieder auf die Skala von A bis G zurückgelegt, sodass das Vergleichen von unterschiedlichen Gerätearten für Konsumenten einfacher wird.

Wann ist die Energieeffizienz besonders wichtig?

Je öfter ein Gerät in Gebrauch ist, desto mehr Wert sollte auf eine hohe Energieeffizienzklasse gelegt werden. Bei Kühlschränken und Gefriertruhen sollte also eine Energieeffizienzklasse gewählt werden, die sich zumindest im oberen Drittel der Einteilung befindet. Andernfalls wird eine vermeintliche Ersparnis bei der Anschaffung schnell durch hohe Stromrechnungen zunichte gemacht.

Anders verhält es sich bei Geräten, die selten genutzt werden. Eine hohe Energieeffizienz ist hier natürlich ebenfalls wünschenswert, umweltfreundlicher und auf lange Sicht kostensparender – läuft der Wäschetrockner aber nur einmal aller zwei Wochen oder wird der Backofen lediglich erwärmt, wenn Besuch auf dem Plan steht, reicht auch die Energieeffizienzklasse B oder C aus.

Wie viel lässt sich mit einer hohen Energieeffizienz sparen?

Das kommt natürlich darauf an, um welches Gerät es sich handelt, wie hoch der Kaufpreis war und wie teuer der Strom momentan ist. Zum besseren Verständnis gibt es hier aber einen Vergleich:

Bei einem Kühlschrank mit Gefrierfächern der Energieeffizienz A+++ lässt sich von einem jährlichen Verbrauch von 166 Kilowattstunden ausgehen. Hat die Kühl-Gefrier-Kombi lediglich die Klasse A, sind es immerhin etwa 270 Kilowattstunden.

Bei einem Strompreis von 26,5 Cent pro Kilowattstunde wird bei dem Kühlschrank mit A+++ ein jährlicher Strompreis von lediglich 44 Euro fällig. Für ein Gerät, dass 24 Stunden, sieben Tage die Woche das ganze Jahr über läuft. Für die Kombi mit Energieeffizienzklasse A sind es immerhin 72 Euro. Innerhalb weniger Jahre hat sich ein eventuell höherer Anschaffungspreis also amortisiert.

Bildnachweise:

26613855 – ©beawolf/123RF

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Veröffentlicht von Florian Felsing

Florian ist Mitgründer und einer der Geschäftsführer von kaufberater.io - in seiner Freizeit beschäftigt er sich gerne mit Sport, Reisen, Essen und Trinken.

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