Zuletzt aktualisiert: 13-04-2020

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Die Rückzahlung von Krediten erfolgt in den meisten Fällen über mehrere Jahre. In dieser Zeit ist es möglich, dass sich die Zinssätze, Konditionen sowie persönliche finanzielle Verhältnisse stark verändern. Mithilfe einer Umschuldung kannst du deinen alten Kredit auf deine neue Situation anpassen und von günstigeren Zinsen profitieren.

In unserem Umschuldungskreditvergleich 2020 erhältst du Antworten auf die meist gestellten Fragen in Bezug auf eine Umschuldung. Zusätzlich geben wir dir alle wichtigen Informationen mit auf den Weg, die du vor der Beantragung eines geeigneten Kredites benötigst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Als Umschuldung wird die Ablösung eines oder mehrerer Kredite durch ein neues Darlehen verstanden.
  • Eine Umschuldung kann langfristig zu einer erheblichen Einsparung an Kosten führen.
  • Allerdings können Banken bei einer Umschuldung eine Entschädigung verlangen. Aus diesem Grund solltest du die Bedingungen in deinem aktuellen Kreditvertrag unbedingt berücksichtigen und in deine Entscheidung mit einbeziehen.

Umschuldungskreditvergleich: Die besten Kredite in der Übersicht

Bewertungskriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Kredite zur Umschuldung vergleichen und bewerten

Vor der Entscheidung für eine Umschuldung solltest du einige Dinge beachten. Folgende Faktoren gilt es zu berücksichtigen:

  • Kosten der Umschuldung
  • Zinsen, Laufzeit und monatliche Rate
  • Dauer der Umschuldung

In den folgenden Abschnitten gehen wir weiter auf die genannten Punkte ein.

Kosten der Umschuldung

Wenn du einen Kredit umschulden möchtest, kannst du dies in der Regel jederzeit tun. Allerdings steht der Bank per Gesetz eine Entschädigung in Form einer Vorfälligkeitsentschädigung zu.

Die maximale Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung ist im § 502 BGB geregelt. Demnach darf die bei einem vorzeitig gekündigten Darlehen maximal 1,00 Prozent der Restschuld betragen. Falls die Restlaufzeit des Darlehens unter einem Jahr liegt, sind maximal 0,50 Prozent der Restschuld fällig.

Normalerweise lohnt sich eine Umschuldung auch trotz der Vorfälligkeitsentschädigung. Trotzdem solltest du diesen Faktor in jedem Fall überprüfen. (Bildquelle: 123rf.com / 85987473)

Die Regelungen zur Vorfälligkeitsentschädigung findest du im Kreditvertrag deines aktuellen Darlehnens. Heutzutage verlangen viele Banken keine Entschädigung mehr. Weitere Zusatzkosten sind von den Bedingungen im aktuellen Kreditvertrag abhängig. Hierbei können je nach Kreditart zusätzliche Bearbeitungsgebühren oder beispielsweise Notar- und Grundbuchkosten (bei Immobilienkrediten) anfallen.

Zinsen, Laufzeit und monatliche Rate

Wie bei jedem Kredit spielen natürlich auch die anfallenden Zinsen, die Laufzeit des Kredites und die damit verbundenen monatlichen Raten eine entscheidende Rolle. Diese können je nach Anbieter stark variieren und sollten aus diesem Grund gut verglichen werden. Auch bei Umschuldungskrediten gelten die folgenden zwei Grundsätze:

  • Je besser deine Bonität, desto geringer ist der Zinssatz.
  • Je kürzer die Laufzeit des Kredites, desto geringer ist der Zinssatz.

Der Umschuldungskredit bietet dir die Möglichkeit die monatlichen Raten auf deine derzeitige finanzielle Situation anzupassen. Hierfür empfehlen wir die Hinzunahme eines Zinsrechners.

Dauer der Umschuldung

Bei der Online-Beantragung eines Umschuldungskredites wird die Abwicklung meist durch den neuen Kreditgeber übernommen. Nachdem du alle notwendigen Unterlagen eingereicht hast, sollte der gesamte Prozess lediglich einige Werktage benötigen.

Bei Fragen solltest du dich an den Kundenservice der jeweiligen Bank wenden. Diesen erreichst du auf unterschiedlichste Art und Weise (z. B. per Mail, Post, Telefon oder Chat).

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Kredit zur Umschuldung aufnimmst

Bevor du die Entscheidung triffst, ob eine Umschuldung für dich geeignet ist, solltest du einige wichtige Punkte wissen. Aus diesem Grund werden wir dir in den kommenden Abschnitten alle wichtigen Informationen zu diesem Thema erläutern.

Was ist eine Umschuldung?

Als Umschuldung wird die Ablösung eines bestehenden Kredites durch einen neuen bezeichnet. Das neue Darlehen verfügt dabei über andere Zinssätze, Laufzeiten und Raten als das bisherige.
Besonders lohnenswert ist eine Umschuldung in einer Phase von niedrigen Zinsen.

Eine Umschuldung wird in der Regel vorwiegend auf Grundlage neuer und günstigerer Konditionen durchgeführt. So kann der Schuldner beispielsweise von einem gesunkenen Zinsniveau profitieren.

Bei einer Umschuldung können auch mehrere aktuelle Kredite zu einem einzigen zusammengefasst werden. Der Kredit zur Umschuldung kann sowohl bei der gleichen als auch bei einer anderen Bank aufgenommen werden.

Ein Umschuldungskredit ist vom Aufbau her ähnlich wie ein Ratenkredit. Die Rückzahlung erfolgt in Form von monatlichen Raten inklusive einem Zinsaufschlag.

Die Höhe der aktuellen Zinsen hängt stark von dem Leitzins der EZB (Europäische Zentralbank). Auf Basis dieses Zinssatzes können sich Banken Geld bei der EZB leihen. Ein günstiger Zinssatz kann so auch an den Kreditnehmer weitergegeben werden. Die Höhe des Leitzinses orientiert sich an der wirtschaftlichen Lage in Europa.

Das Ziel einer Umschuldung ist die Entlastung oder die Wiederherstellung der Kreditwürdigkeit des Schuldners. Eine Umschuldung kann in diversen Bereichen geschehen. Dieses sehen wie folgt aus

  • Umschuldung von Privatpersonen
  • Umschuldung von Unternehmen
  • Umschuldung Staaten

In den folgenden Abschnitten beziehen wir uns ausschließlich auf die Umschuldung im privaten Bereich.

Wann kann ich meinen Kredit Umschulden?

Wann eine Umschuldung deines Kredites möglich ist, hängt von der er Art des Darlehens ab. Prinzipiell ist die Umschuldung nach § 500 BGB jederzeit möglich, da es keine festgelegte gesetzliche Kündigungsfrist gibt.

Bei Immobilienkrediten ist eine Umschuldung allerdings erst nach dem Ende der Sollzinsbindung, spätestens aber zehn Jahre nach Laufzeitbeginn, möglich. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du bei der Beantragung eines Kredites immer auf die Möglichkeiten für eine Umschuldung erkundigen.

Welche Besonderheiten sollte ich bei einer Umschuldung beachten?

Vor der Aufnahme eines Umschuldungskredites gibt es ein paar Dinge zu brachten. Wie bereits erwähnt, wird bei der Aufnahme deines Umschuldungskredites eine neue Bonitätsprüfung durchgeführt.

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Falls sich deine Bonität in der Zwischenzeit verschlechtert hat, kann es sein, dass dich ein Umschuldungskredit trotz eines im Allgemeinen gesunkenen Zinssatz nicht lohnt, da der Zinssatz des Umschuldungskredites bei verschlechterter Bonität steigt.

Weiterhin solltest du darauf achten, ob du einen Vorfälligkeitsentschädigung an deine Bank zahlen musst. Prinzipiell ist es zwar möglich einen Kredit jederzeit umzuschulden, allerdings erheben viele Kreditgeber in einem solchen Fall eine vertraglich festgelegte Vorfälligkeitsentschädigung. Hierfür solltest du zunächst einen Blick in deinen aktuellen Kreditvertrag werfen.

Ist die Durchführung einer Umschuldung sinnvoll?

Ob eine Umschuldung sinnvoll ist, kann pauschal nicht mit Ja oder Nein beantwortet werden. Eine Umschuldung bietet dir die Möglichkeit von einem günstigeren Zinssatz zu profitieren und deine finanzielle Situation dementsprechend zu verbessern. Weiterhin können Laufzeiten und Tilgungsraten angepasst werden.

Über das von uns zur Verfügung gestellt Vergleichsportal kannst du eine Vielzahl der am Markt verfügbaren Umschuldungskredite passend zu deinen Anforderungen vergleichen. (Bildquelle: 123rf.com / 102747286)

Falls du aktuell mehrerer Kredite parallel am Laufe hast, kann sich durch eine Umschuldung zusätzlich auch die Übersichtlichkeit deiner Kredite verbessern. Um bestmöglich von der Umschuldung zu profitieren, solltest du einen ausgiebigen Vergleich der Umschuldungskredite durchführen.

Wichtig
Wenn der Zinssatz des neuen Kredites mindestens 0,2 Prozent günstiger ist als die alten Zinsen, kann sich eine Umschuldung trotz anfallenden Wechselkosten bereits lohnen.

Eine Umschuldung lohnt sich nicht, falls die Restschuld des alten Kredites inklusive Vorfälligkeitsentschädigung weniger als 1.000 Euro betragen. Bei einer solchen Summe sind die Ersparnisse durch das Umschulden nicht mit dem Aufwand in Einklang zu setzen.

Welche Voraussetzung musst ich für eine Umschuldung erfüllen?

Die Kriterien für eine Umschuldung unterscheiden sich in der Regel nicht wesentlich von denen eines normalen Kredites. Die folgenden Voraussetzungen müssen hier erfüllt sein:

  • Volljährigkeit und einen festen Wohnsitz in Deutschland
  • Girokonto bei einer deutschen Bank
  • Festes und regelmäßiges Einkommen
  • Ausreichende Bonität

Allerdings können sich gerade die Kriterien Einkommen und Bonität könne sich während der Laufzeit des Kredites verändert haben. Hier solltest du feststellen, ob es grundlegende Veränderungen gegeben hat.

Wie schulde ich einen Kredit um?

Im Folgenden skizzieren wir dir kurz das Vorgehen bei der Umschuldung eines Kredites

  1. Zunächst solltest du die Konditionen in deinem aktuellen Kreditvertrag prüfen und feststellen, mit welchen Bedingungen eine Umschuldung deines laufenden Darlehens verbunden ist.
  2. Im Anschluss führst du einen Vergleich potenzieller Umschuldungskredite durch. Hierfür kannst du den von uns bereitgestellten Kreditrechner verwenden. Wichtige hierbei ist, dass du als Verwendungszweck “Umschuldung” auswählst. So bekommst du alle Banken angezeigt, die einen Umschuldungskredit anbieten.
  3. Wenn du einen passenden Kredit gefunden teilst du deinem aktuellen Kreditgeber mit, dass du das aktuelle Darlehen umschulden möchtest. Auf dieser Basis wird die verbleibende Restschuld berechnet. Den neuen Kredit kannst du ganz einfach online über den Kreditrechner beantragen.

Die folgenden Angaben werden hierbei von dir benötigt:

  • Angaben zum Umschuldungskredit (z. B. Kreditsumme und Laufzeit)
  • Angaben zu deiner Person (z. B. Name, Anschrift, Kontaktdaten)
  • Angaben zu deinem Einkommen und deinen Ausgaben

Das Vorgehen bei einem Dispokredit unterscheidet sich etwas von dem hier skizzierten, da dieser an kein zeitliches Limit gebunden ist und dementsprechend jederzeit ausgeglichen werden kann.

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Wie bereits erwähnt ist es extrem wichtig, dass du als Verwendungszweck die Umschuldung angibst, damit der neue Kreditgeber weiß, dass es sich nicht um einen zusätzlichen Kredit handelt.

Wie verhält sich eine Umschuldung bei unterschiedlichen Kreditarten?

Im vorhergehenden Abschnitt hast du erfahren wie du einen Kredit umschulden kannst. Aber wie verhält es sich mit der Umschuldung bei den unterschiedlichen Kreditkarten?

Bei einem Ratenkredit handelt es sich um die bekannteste Form der Kredite. Wenn du derzeit einen Ratenkredit zurückzahlen musst, kann es durchaus Sinn ergeben, dich von Zeit zu Zeit mit den aktuellen marktüblichen Zinsen zu beschäftigen und bei gesunkener Verzinsung das Darlehen umzuschulden.

Ein Dispokredit ist eine auf einem Girokonto eingeräumte, betraglich begrenzte Überziehungsmöglichkeit. Dispozinsen sind in der Regel deutlich höher als Zinsen eines klassischen Ratenkredites, daher lohnt sich hier eine Umschuldung in fast allen Fällen. Zusätzlich ist die Umschuldung eines Dispokredite deutlich einfacher als bei einem Ratenkredit, da hier keine Ablösevollmacht erteilt werden muss.

Bei einem Immobilienkredit kannst du dich nach Ende der Sollzinsbindung für eine Anschlussfinanzierung entscheiden. Da es sich bei Immobilienkrediten meist um sehr hohe Darlehenssummen handelt, kann eine Umschuldung zur Kosteneinsparung von mehreren Tausenden Euro führen.

Auch bei einem Autokredit, speziell bei der Ballonfinanzierung, kann eine Umschuldung zur Finanzierung der Schlussrate durchaus sinnvoll sein. Diese kann von vielen Autokäufern nicht ohne einen weiteren Kredit beglichen werden. Durch eine Umschuldung können die Kosten deutlich gesenkt werden.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Umschuldung?

Eine Umschuldung hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. Im Folgenden werden diese kurz aufgeführt. Anschließend gehen wir auf jeden Punkt genauer ein.

Vorteile
  • Günstigere Konditionen möglich
  • Anpassung von Zinssatz, Laufzeit und monatlicher Rate
  • Bessere finanzielle Übersicht
Nachteile
  • Mögliche Vorfälligkeitsentschädigungen
  • Mögliche Bearbeitungsgebühren
  • Umschuldung ist mit Aufwand verbunden

Vorteile

Der größte Vorteil einer Umschuldung sind die günstigeren Konditionen des Kredites. Hiermit kannst du langfristig viel Geld sparen. Weiterhin kannst du neben dem Zinssatz auch Laufzeit und monatliche Raten auf deine aktuelle finanzielle Situation anpassen. Hast du derzeit beispielsweise mehr Geld zur Verfügung, kannst du die monatliche Rate erhöhen und deinen Kredit damit schneller zurückzahlen. Hierdurch sparst du zusätzlich Geld.

Mit einem Umschuldungskredit lassen sich auch mehrere Kredite gleichzeitig ersetzen. Falls du aktuell mehr Kredite zurückzahlst, wird durch eine Umschuldung zusätzlich die Übersichtlichkeit über deine aktuelle finanzielle Situation verbessert.

Nachteile

Eine Umschuldung ist allerdings nicht sinnvoll, falls hierdurch zusätzliche Kosten, beispielsweise in Form von einer Vorfälligkeitsentschädigung oder Bearbeitungsgebühren anfallen.

Weiterhin ist eine Umschuldung mit Aufwendungen für Kreditvergleich und -beantragung verbunden. Allerdings lohnt sich die Zinsersparnis in den meisten Fällen.

Ist ein Kredit zur Umschuldung auch ohne Schufa möglich?

Normalerweise wird bei der Kreditvergabe eine Bonitätsprüfung durchgeführt. Hierbei holt sich der Kreditgeber Informationen über den Antragssteller, beispielsweise bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) ein.

Einige Anbieter bieten die Möglichkeit, einen Kredit trotz negativer Schufa aufzunehmen. Hierbei hat der Schufa Score nur einen geringen Einfluss bei der Bestimmung der Bonität. Allerdings sind die Zinssätze bei Krediten ohne Schufa oft weitaus höher als bei anderen Darlehen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Umschuldung

[2] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/umschuldung-49648

Bildquelle: 123rf.com / Andrii Yalanskyi

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Jonathan hat Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Finanzwirtschaft studiert und ist selbst als Privatanleger aktiv. Durch seine Artikel vermittelt er auf einfache und verständliche Art und Weise alle wichtigen Informationen zu den Themen Geld, Finanzen und Vermögensaufbau.