Trockner
Zuletzt aktualisiert: 05-10-2020

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Bei dir fällt bergeweise Wäsche an, du hasst es zu bügeln, liebst weiche Wäsche oder hast einfach keine Möglichkeit deine Wäsche draußen zu trocknen? Dann führt kein Weg an einem Trockner vorbei. Er trocknet deine Wäsche in kürzester Zeit und ist dabei wetterunabhängig nutzbar.

Unser Trockner Test 2020 soll dir dabei helfen, den für dich und deine Bedürfnisse am besten geeigneten Trockner zu finden. Wir haben verschiedene Trocknerarten von Kondenstrockner über Wärmepumpen- und Ablufttrockner bis zu Waschtrockner miteinander verglichen und deren Vor- und Nachteile für dich aufgelistet. Außerdem zeigen wir dir, auf welche Kriterien du beim Kauf achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trockner ermöglichen es dir, deine Wäsche unabhängig vom Wetter in kürzester Zeit und besonders weich zu trocknen. Zwar musst du mit einem höheren Anschaffungspreis und Stromkosten rechnen, welche beim Trocknen an der frischen Luft nicht anfallen, aber vor allem für Haushalte mit hohem Wäscheaufkommen lohnt sich eine Anschaffung dennoch.
  • Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Trocknerarten, die unterschiedlich arbeiten: Kondenstrockner, Wärmepumpentrockner und Ablufttrockner. Darüber hinaus gibt es sogenannte Waschtrockner, welche eine Kombination aus Waschmaschine und Trockner darstellen.
  • Ablufttrockner eignen sich dabei aufgrund ihrer geringen Energieeffizienz eher für den seltenen Gebrauch. Kondenstrockner und Wärmepumpentrockner sind effizienter, wobei Wärmepumpentrockner besonders stromsparend arbeiten. Sie lohnen sich vor allem für größere Familien. Ein Waschtrockner ist lediglich für Single-Haushalte mit wenig Platz empfehlenswert.

Trockner Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Kondenstrockner

Der Beko DC 7130 N Kondenstrockner ist ein freistehender Frontlader der Energieeffizienzklasse B. Er fasst 7 kg nasse Wäsche und verbraucht 504 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Mit seinen 15 Programmen bietet er für jedes Textil eine geeignete Einstellung. Der Trockner verfügt über einen Kondenswasserbehälter, optional kann aber auch ein Ablaufschlauch für das Kondenswasser angebracht werden.

Kunden begeistert besonders das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die einfache Bedienung. Zudem ist der Trockner leicht zu reinigen und punktet mit seiner Programmvielfalt. Er eignet sich für jeden, der einen Trockner von guter Qualität sucht, der nicht allzu viel kostet.

Der beste Wärmepumpentrockner

Der Bosch WTW875W0 Wärmepumpentrockner ist ein freistehender Frontlader der Energieeffizienzklasse A+++. Er besitzt ein Fassungsvermögen von 8 kg und verbraucht nur 176 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Eine Besonderheit des Trockners stellt der selbstreinigende Kondensator dar.

Der Wärmepumpentrockner von Bosch punktet in erster Linie mit seinem geringen Stromverbrauch. Außerdem läuft er besonders leise. Empfehlenswert ist er für jeden, der viel Wäsche trocknet. In diesem Fall rechnet sich der höhere Anschaffungspreis bereits nach wenigen Jahren.

Der beste Ablufttrockner

Beim AEG T65170AV Ablufttrockner handelt es sich um einen freistehenden Frontlader der Energieeffizienzklasse C. Er fasst bis zu 7 kg Wäsche und verbraucht 512 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Außerdem verfügt er über eine besonders große Ladeöffnung und passt die Programmdauer an die Wäschemenge und deren Restfeuchte an.

Das Gerät überzeugt mit seiner einfachen, unkomplizierten Bedienung und schnellen Trocknung der Wäsche. Der Ablufttrockner bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eignet sich, wenn du nicht allzu viel investieren möchtest, aber dennoch einen soliden Trockner suchst.

Der beste Waschtrockner

Der Haier HWD80-B14636 ist ein Waschtrockner der Energieeffizienzklasse A und vereint Waschmaschine und Trockner in einem Gerät. Er fasst beim Waschen 8 kg Wäsche, beim Trocknen 5 kg. Der jährliche Energieverbrauch liegt bei 1.080 Kilowattstunden, der Wasserverbrauch bei 21.400 Liter pro Jahr. Es handelt sich um einen Frontlader, der freistehend installiert wird.

Laut Kunden leistet der Waschtrockner gute Arbeit, läuft sehr leise verfügt über eine große Programmauswahl. Für einen Single- oder 2-Personen-Haushalt stellt er eine gute und kostengünstige Lösung dar, da nur ein Gerät gekauft werden muss.

Kauf- und Bewertungskriterien für Trockner

Im Folgenden werden wir dir verschiedene Eigenschaften von Trocknern erläutern, welche du bei deiner Kaufentscheidung berücksichtigen kannst.

Die zentralen Kriterien, mit deren Hilfe du Trockner miteinander vergleichen kannst, umfassen:

Im Anschluss werden wir dir eben genannte Kriterien genauer erklären und aufzeigen, worauf es im Detail ankommt.

Typ

Zunächst einmal gibt es verschiedene Arten von Trocknern. Die meisten Hersteller bieten im Wesentlichen folgende Typen an:

  • Kondenstrockner
  • Wärmepumpentrockner
  • Ablufttrockner

Des Weiteren gibt es sogenannte Waschtrockner, die Waschmaschine und Trockner in einem Gerät vereinen.

Was die unterschiedlichen Trocknerarten im Einzelnen kennzeichnet und welche Vor- und Nachteile sie jeweils bieten, werden wir dir im Entscheidungsteil dieses Artikels noch näher erläutern.

Größe / Maße

Gängige Trockner haben standardmäßig Maße von B 60 cm, T 60 cm, H 85 cm und werden über ein Bullauge von vorne beladen. Es handelt sich also um sogenannte Frontlader. Trotz dieser Standardmaße können die Abmessungen von Hersteller zu Hersteller variieren. Du solltest also immer die Beschreibung des jeweiligen Geräts prüfen.

Zudem solltest du vor dem Kauf natürlich ausmessen, wie viel Platz dir überhaupt zur Verfügung steht. Genügt der Platz nicht für einen Trockner in Standardmaßen kannst du dich auch nach selteneren Toplader-Modellen umschauen, welche von oben beladen werden und dadurch wesentlich schmaler sind.

Auch Trockner mit einem geringen Fassungsvermögen können schmaler ausfallen. Schmale Frontlader oder Toplader finden sogar in Nischen mit einer Breite von nur 45 cm Platz.

Beide Bauweisen im Detail findest du als weiteren Punkt in den Kauf- und Bewertungskriterien dieses Artikels.

Fassungsvermögen

Ebenso wie bei Waschmaschinen richtet sich das benötigte Fassungsvermögen bei Trocknern nach der Anzahl an Personen, die zusammen im Haushalt leben. Außerdem solltest du dich bei einem Trockner am Fassungsvermögen deiner Waschmaschine orientieren.

Da die Wäsche nach dem Waschen in der Waschmaschine nass und dadurch deutlich schwerer ist, solltest du jedoch nicht 1:1 dasselbe Fassungsvermögen wählen.

Der Trockner sollte idealerweise ein Fassungsvermögen von zusätzlich etwa 2 kg im Vergleich zu deiner Waschmaschine besitzen.

Fasst deine Waschmaschine also 6 kg trockene Wäsche, sollte dein Trockner für mindestens 8 kg nasse Wäsche geeignet sein. Für das geeignete Fassungsvermögen nach Personen pro Haushalt gelten folgende Richtwerte:

Personen im Haushalt empfohlenes Fassungsvermögen
1-2 Personen 3 bis 6 kg
3-4 Personen 7 bis 8 kg
5 oder mehr Personen mindestens 9 kg

Grundsätzlich sollte die Größe so gewählt werden, dass der Trockner immer voll beladen ist. Alles andere wäre ineffizient. Das Fassungsvermögen darf zudem auch nicht überschritten werden, da die Wäsche ansonsten nicht ausreichend getrocknet wird.

Energieeffizienzklasse

Wie auch bei anderen elektronischen Geräten achten viele auf die ausgewiesene Energieeffizienzklasse. Sie ist auf dem EU-Energielabel neben Angaben zum Stromverbrauch oder der Lautstärke zu finden.

Mit diesem Energielabel ist es dir möglich, unterschiedliche Geräte miteinander zu vergleichen.

Die Energieeffizienzklassen von Trocknern reichen von D bis A+++, wobei D am ineffizientesten und A+++ am effizientesten ist.

Möchtest du deinen Trockner regelmäßig verwenden und deinen Stromverbrauch dennoch so niedrig wie möglich halten, raten wir dir, einen Wäschetrockner mit der höchsten Energieeffizienzklasse zu kaufen. Ein Trockner der Klasse B verbraucht zum Beispiel bereits bis zu 70 % mehr Energie, als ein Gerät der Klasse A+++.

Höhere Anschaffungskosten eines effizienteren A+++-Gerätes rechnen sich dementsprechend bereits innerhalb weniger Jahre, da einiges an Stromkosten eingespart wird.

Stromverbrauch

Mit der Energieeffizienzklasse einher geht der Stromverbrauch des Gerätes. Dieser Wert gibt an, wie viel Kilowatt an Strom pro Stunde oder pro Jahr bei einer vollbeladenen Maschine verbraucht wird.

Während Ablufttrockner meist zwischen 3,25 und 3,9 kWh pro Trockengang verbrauchen, liegt der Stromverbrauch der meisten Kondenstrockner bei 3,5 bis 4,4 kWh pro Trockengang. Wärmepumpentrockner arbeiten wesentlich effizienter und verbrauchen in etwa 1,5 bis zu 2,5 kWh pro Trockengang.

Der Energieverbrauch des Trockners hängt außerdem auch von der Schleuderleistung deiner Waschmaschine ab. Je trockener die Wäsche aus der Waschmaschine kommt, desto weniger Energie benötigt der Trockner, um sie zu trocknen.

Weitere Faktoren wie Beladung, eingestellte Temperatur oder Programm können dafür sorgen, dass der tatsächliche Stromverbrauch vom angegebenen abweicht.

Bauweise (Frontlader vs. Toplader)

Wie bereits erwähnt werden Trockner auch hinsichtlich ihrer Bauweise unterschieden.

Genauso wie bei Waschmaschinen kannst du zwischen einem Frontlader oder einem Toplader wählen.

Toplader-Modelle werden von oben befüllt, wohingegen Frontlader über ein Bullauge an der Vorderseite beladen werden.

Frontlader sind am weitesten verbreitet. Dadurch dass sie von vorne befüllt werden, ist es möglich das Gerät in einen Schrank einzubauen oder auf einer Waschmaschine zu platzieren.

Weniger verbreitet sind Toplader, welche im Stehen beladen werden können, da sich ihre Klappe zum Öffnen an der Oberseite befindet. Mit teilweise nur 40 cm Breite sind sie deutlich schmaler als Frontlader. Zum Ein- oder Unterbau sind sie aufgrund dieser Bauweise allerdings nicht geeignet und der Trockner bietet keine Ablagefläche.

Eignung für Unterbau oder Einbau

Eine Eignung für Unterbau oder Einbau ist wichtig, wenn du deinen Trockner nicht freistehend platzieren möchtest. Dabei beeinflusst schon die Bauform, ob die Möglichkeit eines Ein- oder Unterbaus überhaupt besteht. Ein Toplader, der von oben befüllt wird, eignet sich in beiden Fällen nicht. Bei Frontladern solltest du auf eine entsprechende Auszeichnung achten.

Ist ein Trockner unterbaufähig, kann er beispielsweise unter einer Küchenarbeitsplatte platziert werden. Anstatt dem Maschinendeckel ist in diesem Fall ein Abdeckblech angebracht, das die Möbel vor Feuchtigkeit und Hitze schützt.

Ein Einbautrockner bietet zusätzlich zum Einbau in die Küche oder in ein Regalsystem die Möglichkeit, eine Frontblende anzubringen. So verschwindet dein Trockner komplett in einem Schrank.

Möchtest du Platz sparen, kannst du Trockner und Waschmaschine auch übereinander als Säule aufstellen.

Dafür geeignet sind praktisch alle Frontlader-Modelle. Benötigt wird lediglich eine Verbindungsplatte, die das Ganze fixiert. Die Waschmaschine steht dabei aufgrund des höheren Gewichts und der Schleuderbewegung immer unter dem Trockner.

Entscheidung: Welche Arten von Trockner gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Wenn du dir einen Trockner zulegen möchtest, gibt es im Wesentlichen vier Arten mit unterschiedlichen Funktionsweisen, zwischen denen du wählen kannst:

Art Vorteile Nachteile
Kondenstrockner flexibel aufstellbar, relativ niedrige Anschaffungskosten, warme Luft wird recycelt hoher Energieverbrauch, regelmäßiges Entleeren von Kondenswasserbehälter und Flusensieb notwendig
Wärmepumpentrockner geringer Stromverbrauch, langfristig sparsamster Trocknertyp, sehr gute Trockenleistung längere Trocknungszeit, hoher Anschaffungspreis, regelmäßige Reinigung von Flusensieb und Wärmepumpenfilter notwendig
Ablufttrockner niedrige Anschaffungskosten, günstige Ersatzteile  hoher Energieverbrauch, Abluftschlauch benötigt ein Fenster, evtl. muss eine Mauer für den Abluftschlauch durchbrochen werden
Waschtrockner platzsparend, Wäsche muss nicht umgeladen werden  hoher Energieverbrauch, eingeschränkte Kapazität beim Trocknen im Vergleich zum Waschen

Im Folgenden werden wir dir die verschiedenen Arten von Trocknern noch näher erläutern und auf deren Vor- und Nachteile im Detail eingehen.

Kondenstrockner

Kondenstrockner

Ein Kondenstrockner, der auch Kondensationstrockner genannt wird, erhitzt die Luft im Inneren der Trommel, wodurch der Wäsche ihre Feuchtigkeit entzogen wird. Die erhitzte, feuchte Luft wird anschließend nicht nach außen geleitet, sondern vom Kondensator abgekühlt. Das dabei entstehende Kondenswasser wird in einem Behälter aufgefangen.

Durch diese Arbeitsweise ist ein Kondenstrockner flexibel aufstellbar, da kein Fenster und keine Zugänge zum Wasser- oder Abluftsystem zum Ableiten der feuchten Luft benötigt werden. Du benötigst also lediglich eine Steckdose. Ein weiterer Vorteil ist der relativ geringe Anschaffungspreis eines solchen Gerätes.

Da die Luft im Inneren der Trommel nicht abgeleitet, sondern erneut erhitzt und abgekühlt wird, wird sie immer wieder recycelt. Die Luft befindet sich folglich in einer Art Kreislauf. Dieser Vorgang bringt jedoch auch einen hohen Energieverbrauch mit sich. Außerdem müssen Kondenswasserbehälter und Flusensieb regelmäßig entleert werden.

Vorteile
  • flexibel aufstellbar, da kein Anschluss benötigt wird
  • relativ niedrige Anschaffungskosten
  • warme Luft wird recycelt
Nachteile
  • hoher Energieverbrauch
  • regelmäßiges Entleeren des Kondenswasserbehälters und Flusensiebs notwendig

Grundsätzlich eignet sich ein Kondenstrockner folglich für jeden, der nicht allzu viel investieren möchte und den Trockner nicht zu häufig benutzt sowie für fensterlose Räume.

Wärmepumpentrockner

Wärmepumpentrockner

Die Funktionsweise eines Wärmepumpentrockners entspricht im Wesentlichen der eines Kondenstrockners. Der Unterschied liegt darin, dass eine Wärmepumpe zum Einsatz kommt. Die Umgebungsluft wird dabei auf der einen Seite der Wärmepumpe aufgeheizt. An der anderen Seite kondensiert die warme, feuchte Luft und wird anschließend wieder in die Trommel geleitet.

Bei diesem Vorgang geht kaum Wärme verloren, weshalb du mit dieser Technik im Vergleich zu einem Kondenstrockner bis zu 50 % Energie einsparen kannst. Ein Wärmepumpentrockner punktet demnach vor allem mit einem geringen Stromverbrauch.

Zwar ist er in der Anschaffung am teuersten, langfristig gesehen aber der sparsamste Trocknertyp. Die deutlich geringeren Betriebskosten kompensieren den hohen Anschaffungspreis nach kurzer Zeit. Einzige Nachteile sind eine längere Trocknungszeit als bei anderen Trocknern sowie das regelmäßige Reinigen von Flusensieb und Wärmepumpenfilter.

Vorteile
  • geringer Stromverbrauch
  • langfristig sparsamster Trocknertyp, da sehr geringe Betriebskosten den hohen Anschaffungspreis kompensieren
  • sehr gute Trockenleistung
Nachteile
  • längere Trocknungszeit
  • hoher Anschaffungspreis
  • regelmäßige Reinigung von Flusensieb und Wärmepumpenfilter notwendig

Ein Wärmepumpentrockner ist also vor allem für alle empfehlenswert, die riesige Wäscheberge trocknen möchten. Für größere Familien rechnet sich die Anschaffung aufgrund der Energiekostenersparnis meist schon nach kurzer Zeit.

Ablufttrockner

Ablufttrockner

Die Funktionsweise eines Ablufttrockners ist sehr simpel. Die Luft im Inneren der Trommel wird erhitzt, wodurch der Wäsche ihre Feuchtigkeit entzogen wird. Diese erwärmte, feuchte Luft wird anschließend über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet. Deshalb muss ständig neue Luft erwärmt werden, um die Abluft zu ersetzen.

Dementsprechend wird zwingend ein Fenster oder Abluftsystem benötigt. Unter Umständen muss eine Mauer für den Abluftschlauch durchbrochen werden. Außerdem geht Wärme und Energie immer wieder verloren, was zu einem hohen Energieverbrauch führt. Dieser ist dennoch etwas niedriger als bei einem Kondenstrockner.

Dieser Trockner kostet in der Anschaffung jedoch am wenigsten, ist also preislich im Vergleich zu anderen Trocknerarten unschlagbar. Zudem sind die Ersatzteile sehr preiswert erhältlich, sollte etwas (bspw. Abluftschlauch) ausgetauscht werden müssen.

Vorteile
  • niedrige Anschaffungskosten
  • günstige Ersatzteile
Nachteile
  • hoher Energieverbrauch
  •  Abluftschlauch benötigt ein Fenster, wodurch Wärme und Energie verloren geht
  •  evtl. muss eine Mauer für den Abluftschlauch durchbrochen werden

Aufgrund der geringen Energieeffizienz und den hohen Betriebskosten ist ein Ablufttrockner nur empfehlenswert, wenn sehr selten getrocknet wird.

Waschtrockner

Waschtrockner

Ein Waschtrockner vereint Waschmaschine und Trockner in einem Gerät. Mit ihm kann die Wäsche also gewaschen und anschließend ohne Umladen getrocknet werden. Der Waschgang verläuft zunächst genauso wie bei einer normalen Waschmaschine. Der Trockengang setzt ein, sobald die Waschmaschine ihre Arbeit erledigt hat.

Der größte Vorteil liegt folglich darin, dass kein Platz für ein zweites Gerät benötigt wird. Außerdem musst du die Wäsche zum Trocknen nicht von der Waschmaschine in den Trockner umladen.

Beachte hierbei, dass du den Waschtrockner für den Waschgang nicht zu voll belädst, da die Trockenfunktion eine volle Ladung nicht bewältigen kann. Nutzt du die Kapazität des Waschtrockners voll aus, wird deine Wäsche im Trockengang also nicht vollständig trocken. Bei einem Fassungsvermögen von 6 – 8 kg im trockenen Zustand, können beispielsweise lediglich 4 – 5 kg im nassen Zustand getrocknet werden.

Der Energieverbrauch eines Waschtrockners ist entsprechend hoch. Zudem sind solche Geräte meist teuer in der Anschaffung. Dadurch sparst du im Vergleich zum Kauf von zwei Geräten oft nicht so viel Geld wie gedacht. Die Möglichkeit, zur selben Zeit zu waschen und zu trocknen entfällt ebenfalls.

Vorteile
  • platzsparend
  •  Wäsche muss nicht umgeladen werden
Nachteile
  • hoher Energieverbrauch
  • eingeschränkte Kapazität beim Trocknen im Vergleich zum Waschen

In der Regel lohnt sich ein Waschtrockner lediglich für Single-Haushalte. Wenn trotz Platzproblemen die Möglichkeit einer Säule aus Waschmaschine und Trockner besteht, kann diese Lösung in Erwägung gezogen werden.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Trockner ausführlich beantwortet

Im folgenden Ratgeber möchten wir dir alle wichtigen Fragen rund um das Thema Trockner beantworten. Er vermittelt dir alle Hintergründe, die du vor dem Kauf eines Trockners kennen solltest. Außerdem beinhaltet er Fakten und Tipps zur richtigen Anwendung nach dem Kauf.

Welche Vor- und Nachteile bietet ein Trockner?

Auch wenn die Anschaffung eines Trockners nicht zwingend notwendig ist, bietet er dennoch einige Vorteile gegenüber dem Wäschetrocknen auf einem Wäscheständer. Zum einen ist die Trocknungszeit meist eine kürzere, es sei denn, du hängst die Wäsche direkt in die Sonne. Außerdem muss im Anschluss kaum bis gar nicht gebügelt werden.

Gerade im Winter oder wenn es regnet, ist ein Trockner hilfreich, da du ihn wetterunabhängig nutzen kannst. Einen Wäscheständer musst du in diesem Fall drinnen platzieren, wo er nicht gerade wenig Platz einnimmt und die Gefahr von Schimmelbildung besteht. Auch wenn du keinen Garten oder Balkon hast, um eine Leine oder einen Ständer aufzustellen, kann ein Trockner sinnvoll sein.

Vorteile
  • kurze Trocknungszeit
  • kaum bis kein Bügeln erforderlich
  • wetterunabhängig nutzbar
  • weiche Wäsche
Nachteile
  • Anschaffungspreis
  • Energieverbrauch

Da deine Wäsche in einem Trockner unter Bewegung trocknet, wird sie besonders weich und du kannst dir den Weichspüler beim Waschen sparen. Darüber hinaus tötet ein Trockner Bakterien und Keime effektiv ab, was von Bedeutung sein kann, wenn du beispielsweise Allergiker bist.

Auf der Kehrseite stehen in erster Linie der Energieverbrauch und Anschaffungspreis, denn am umweltfreundlichsten und günstigsten ist schlussendlich das Trocknen auf Wäscheleine oder Wäscheständer.

Für wen ist der Kauf eines Trockners sinnvoll?

Natürlich kann sich jeder einen Trockner zulegen, doch lohnt es sich für jeden?

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Der Kauf eines Trockners ist gemäß der aufgelisteten Vor- und Nachteile in erster Linie für Haushalte mit hohem Wäscheaufkommen sinnvoll.
(Bildquelle: Steve Buissinne / Pixabay)

In vielen Fällen kann ein Trockner die Arbeit im Haushalt deutlich erleichtern. Über eine Anschaffung solltest du vor allem nachdenken, wenn…

… in deinem Haushalt viel Wäsche anfällt.
… keine Möglichkeit besteht, die Wäsche draußen oder drinnen aufzuhängen.
… dir weiche Wäsche besonders wichtig ist.

Was kostet ein Trockner?

Je nach Trocknertyp, Fassungsvermögen und Energieeffizienzklasse können die Kosten eines Trockners stark variieren. Um dir eine Übersicht zu geben, haben wir eine Tabelle mit ungefähren Preisspannen erstellt:

Typ Preisspanne
Kondenstrockner 250 – 3.500 €
Wärmepumpentrockner 350 – 4.500 €
Ablufttrockner 180 – 3.000 €
Waschtrockner 350 – 3.500 €

Wie du siehst, sind Ablufttrockner am günstigsten, gefolgt von Kondenstrocknern und Waschtrocknern. Wärmepumpentrockner kosten am meisten, lohnen sich aber auf lange Sicht.

Der Preis ist auch vom gewünschten Funktionsumfang abhängig. Je einfacher der Wäschetrockner ausgestattet ist, desto günstiger ist er. Ebenso spielt die Marke, für die du dich entscheidest, eine große Rolle. Ähnlich wie bei Waschmaschinen sind Trockner von High-End-Marken wie Miele beispielsweise sehr viel teurer als Modelle anderer Hersteller.

Wo kann ich einen Trockner kaufen?

Trockner kannst du im Elektrofachhandel, in ausgewählten Supermärkten sowie über zahlreiche Online-Shops kaufen. Dort findest du ein Angebot an unterschiedlichen Typen, Herstellern und Bauformen.

Unseren Recherchen zufolge werden über folgende Online-Shops die meisten Trockner verkauft:

  • mediamarkt.de
  • saturn.de
  • real.de
  • otto.de
  • amazon.de
  • ebay.de

Welche Alternativen gibt es zu einem Trockner?

Im Folgenden haben wir dir einige Alternativen für Trockner aufgelistet, die du für dich in Betracht ziehen kannst:

Alternative Beschreibung
Wäscheständer, Wäschespinne  Im Sommer und sofern es nicht regnet, ist eine Trocknung im Freien möglich. Dies stellt ohne Zweifel die energiesparendste und kostengünstigste Alternative zum Trockner dar. Im Winter und bei Regen muss die Wäsche drinnen aufgehängt werden, wo auf regelmäßiges Lüften zu achten ist, da sich sonst Schimmel bilden kann.
Luftentfeuchter Luftentfeuchter bieten eine gute Möglichkeit, die Wäschetrocknung in geschlossenen Räumen zu unterstützen, wo kein Fenster vorhanden ist. Sie entziehen der Luft ihre überschüssige Feuchtigkeit und sammeln sie in einem Behälter. In der Regel sind solche Geräte mobil und können flexibel in verschiedenen Räumen genutzt werden.

Je nachdem, wie hoch dein Wäscheaufkommen ist und wieviel Platz dir zur Verfügung steht, kann ein Trockner sinnvoll oder eher unnötig sein.

Wie schließe ich einen Trockner an?

Da der Anschluss vom jeweiligen Trocknertyp abhängig ist, lies zunächst unbedingt die Bedienungsanleitung deines Trockners, ob du bestimmte Dinge beim Anschließen beachten solltest. Beim Aufstellen solltest du berücksichtigen, dass noch ausreichend Abstand zur Wand besteht und du den Trockner mithilfe einer Wasserwaage gerade ausrichtest. Anschließend kannst du die Transportsicherung entfernen.

Generell benötigen alle Trocknermodelle einen Stromanschluss. Hierbei ist darauf zu achten, dass das Stromkabel keine Stolperfalle darstellt. Außerdem solltest du weder ein Verlängerungskabel noch eine Mehrfachsteckdose verwenden.

Bei einem Ablufttrockner muss zusätzlich der Abluftschlauch angebracht werden. Dieser wird nach draußen geleitet und kann beispielsweise mit einem Kabelbinder befestigt werden.

Kondenstrockner und Wärmepumpentrockner benötigen keinerlei Anschlüsse, sofern das Kondenswasser in einem Behälter gesammelt wird. Soll es direkt in den Abfluss geleitet werden, muss der Trockner entsprechend angeschlossen werden.

Ein Waschtrockner wird genauso angeschlossen wie eine normale Waschmaschine. Das genaue Vorgehen kannst du folgendem Video entnehmen:

Traust du dir eine Installation selbst nicht zu, solltest du dich an einen Fachmann wenden. Beim Kauf eines Neugeräts ist das Aufstellen und Anschließen auch oft schon im Kaufpreis enthalten.

Wie reinige und pflege ich meinen Trockner?

Damit dein Trockner weiterhin effektiv trocknet, solltest du ihn regelmäßig reinigen und pflegen. Wir raten dir, dich diesbezüglich mit der Bedienungsanleitung deines Wäschetrockners vertraut zu machen. Je nach Trocknerart und Modell gibt es nämlich bestimmte Dinge, die es zu beachten gibt.

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Anders als in einem Waschsalon musst du deinen Trockner zu Hause selbst reinigen, damit er eine möglichst lange Lebensdauer hat und effektiv trocknet.
(Bildquelle: Ryan McGuire / Pixabay)

Grundsätzlich solltest du bei allen Trocknerarten das Flusensieb nach jedem Trockengang reinigen.

Bei Kondenstrocknern muss der Behälter mit dem entstandenen Kondenswasser nach jedem Trockengang geleert werden. Andernfalls kann es sein, dass dein Trockner die nächste Trocknung abbricht. Einmal im Quartal ist es außerdem empfehlenswert, die Lamellen des Kondensators von Flusen zu befreien. Hierbei kann Wasser oder ein Staubsauger zur Hand genommen werden.

Gleiches gilt für Wärmepumpentrockner. Bei einem Ablufttrockner ist einmal pro Quartal der Abluftschlauch auf Verschmutzung zu überprüfen und bei Bedarf zu reinigen.

Um Kalk und andere Verschmutzungen zu entfernen, kannst du ab und zu einen Essigreiniger zur Hand nehmen. Wische damit die Innenseite der Trommel sowie alle Gummidichtung ab.

Was sind die häufigsten Probleme, die bei einem Trockner auftreten können und wie löse ich sie?

Oft sind Probleme des Trockners auf eine unzureichende Reinigung zurückzuführen und können eigenhändig gelöst werden. In anderen Fällen kann auch eine Reparatur durch einen Fachmann notwendig sein. Wir haben dir im Folgenden häufige Probleme sowie Tipps zur Beseitigung aufgelistet:

  1. Trockner trocknet nicht mehr / Wäsche wird nicht trocken
    Zunächst solltest du alle entscheidenden Teile (Flusensieb, Kondensator, Wasserablauf, Abluftschlauch, etc.) auf Flusen und Verschmutzungen untersuchen und bei Bedarf reinigen. Bei Kondenstrocknern ist der Kondenswasserbehälter zu leeren. Hilft dies nicht, können kaputte Thermostate die Ursache des Problems sein und müssen ausgetauscht werden. Alle Schritte zusammengefasst findest du auch im Video am Ende des Abschnitts.
  2. Trommel dreht sich nicht mehr
    In diesem Fall wirst du bemerken, dass sich die Trommel entweder wesentlich schwerer oder leichter drehen lässt. Ursache hierfür ist meist ein gerissener Antriebsriemen, welcher dann gewechselt werden muss. Seltener liegt ein Motordefekt vor. Den Motor sollte jedoch ein Fachmann tauschen, wobei sich eine solche Reparatur finanziell meist nicht lohnt.
  3. Trockner macht Geräusche
    Hast du bereits sichergestellt, dass sich keine Fremdkörper (z.B. Münzen) im Gerät befinden, die Geräusche verursachen, ist in den meisten Fällen das Trommellager defekt und muss ausgetauscht werden. Ein weiterer Grund kann ein abgenutzter Antriebsriemen sein.

Welche Textilien sind trocknergeeignet und welches Programm verwende ich wofür?

Generell solltest du zur Beantwortung dieser Frage auf den sogenannten Waschzettel achten, der in deinen Kleidungsstücken eingenäht ist. Das Zeichen mit dem durchgestrichenen Trockner (Kreis in einem Quadrat) symbolisiert, dass die Kleidung nicht trocknergeeignet ist. Folgende Textilien, welche auch bei 60 Grad gewaschen werden dürfen, kannst du dagegen jederzeit problemlos in den Trockner geben:

  • Handtücher
  • Geschirr- und Putztücher
  • Baumwoll-Unterwäsche
  • Socken
  • Bettwäsche, -decken und Kissen

Ist das Trocknersymbol nicht durchgestrichen, ist die jeweilige Kleidung trocknergeeignet. Manchmal beinhaltet das Trocknersymbol im Waschzettel auch einen oder zwei Punkte in der Mitte. Zwei Punkte bedeuten hierbei, dass Trocknen mit hoher Temperatur möglich ist. Du kannst also bedenkenlos Schnellprogramme verwenden. Ein Punkt weist darauf hin, dass nur bei niedriger Temperatur getrocknet werden sollte. Verwende also am besten ein Schonprogramm.

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Nicht alle Textilien lassen sich bedenkenlos im Trockner trocknen. Achte hierbei unbedingt auf die Hinweise des Waschzettels.
(Bildquelle: Zui Hoang / unsplash)

Zu Textilien, welche auf niedriger Temperatur getrocknet werden sollten, zählen zum Beispiel Jeans, Fleece-Kleidung oder Kleidung aus Baumwolle und Kunstfaser (T-Shirts, Pullover, etc.).

Wie und wo kann ich einen alten Trockner entsorgen?

Möchtest du deinen alten Trockner aufgrund eines Defekts entsorgen, kannst du häufig einen Umtauschservice nutzen, den Händler anbieten. Dieser beinhaltet, dass bei Lieferung des neuen Trockners das alte Gerät mitgenommen und entsorgt wird. In einigen Fällen ist dieser Service sogar kostenlos, solange du ein Neugerät kaufst. Er kann allerdings auch extra kosten. Achte hier auf entsprechende Angebote.

Möchtest du den Trockner selbst entsorgen, sind Wertstoffhöfe oder Schrotthändler die richtige Anlaufstelle. Auch diese Art der Entsorgung kann kostenlos sein, es können aber auch Gebühren anfallen. Informiere dich also, um Kosten zu vermeiden.

Ist dein alter Trockner noch funktionstüchtig, kannst du ihn entweder verschenken oder gebraucht verkaufen. Hierfür kannst du beispielsweise Portale wie eBay-Kleinanzeigen oder Zeitungsanzeigen nutzen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.mdr.de/nachrichten/ratgeber/haus-hobby/quicktipp-waesche-trockner-kaufen-sparen-100.html

[2] https://www.waeschetrockner.org/ratgeber/

[3] https://ratgeber.immowelt.de/a/waeschetrockner-das-perfekte-geraet-fuer-jeden-haushalt.html

[4] https://smartricity.de/blog/10-stromspartipps-fur-den-trockner/

Bildquelle: Orsillo/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Anke leitet zusammen mit ihrer Zwillingsschwester ein kleines Familienhotel in den Bergen. Vor allem kümmert sie sich um den Küchenbereich und die Innenausstattung des Hotels. Ankes Gäste schätzen an der Unterkunft besonders die freundliche Atmosphäre, die moderne Ausstattung und die tolle Verpflegung.