SD Karte
Zuletzt aktualisiert: 07-07-2020

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Der interne Speicherplatz von Geräten wird schnell mal knapp. Bald schon steht man vor der Entscheidung, ob man den Ordner mit Urlaubsvideos oder eine kürzlich installierte App vom Smartphone löscht. Mit der richtigen SD Karte kannst du dir solche Entscheidungen sparen. Die passende Speicherkarte bietet genügend Platz für hochauflösende Fotos, Videos, Spiele und andere digitale Medien.

Unser SD Karte Test 2020 soll dir dabei helfen, die SD Karte zu finden, die wirklich zu dir passt. Ob es eine klassische SD Karte oder eine microSD sein soll und welche Speicherkapazität die richtige ist, hängt von deinem Gerät und dem Verwendungszweck ab. Wir haben die Produktarten für dich verglichen und deren Vor- und Nachteile zusammengefasst, um dir die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine sichere digitale Speicherkarte, kurz SD Karte, wird als Speicher bzw. Speichererweiterung für Geräte wie Smartphones, Kameras, Laptops oder PCs genutzt.
  • Aktuelle SD Karten gibt es in den zwei Bauformen SD und microSD. Während die normale SD Karte hauptsächlich in Kameras und als Speichererweiterung für PC, Laptop und Spielekonsole verwendet wird, werden microSD Karten überwiegend in mobilen Endgeräten wie Smartphones eingesetzt.
  • Je nach Verwendungszweck hat neben dem passenden Format die Speicherkapazität eine zentrale Bedeutung. Verbreitet sind SD Karten mit Kapazitäten zwischen 2 Gigabyte und 1 Terabyte.

SD Karte Test: Favoriten der Redaktion

Die beste microSD Karte für Android-Smartphones und Tablets

Die SanDisk Ultra microSDXC UHS-I Speicherkarte hat eine Speicherkapazität von 128 GB. Sie ist wasserfest und temperaturbeständig. Diese microSD Karte erfüllt alle Anforderungen der Geschwindigkeitsklasse (Class) 10. Die Karte ist mit Android-Smartphones und Tablets kompatibel.

Wenn du viele gute Fotos oder Full HD Videos mit deinem Android-Smartphone oder Tablet aufnehmen willst, ist diese microSD Karte ideal für dich. Nutzt du viele Apps, so sorgt diese Karte für ein schnelleres Laden der Apps und bietet dir damit ein besseres Smartphone-Erlebnis.

Die beste SD Karte für 4K-Videos

Die SanDisk Extreme Pro 64 GB SDXC Speicherkarte ist so konstruiert, dass sie Witterungseinflüssen, Wasser und Stößen standhält. Sie bietet Aufnahmegeschwindigkeiten von bis zu 90 MB/s und Aufnahmen mit UHS-Speed Class 3 (U3) sowie Video Speed Class 30 (V30). Die Übertragungsgeschwindigkeit nach der Aufnahme beträgt bis zu 170 MB/s.

Diese SD Karte ist perfekt für dich geeignet, wenn du hochauflösende, ruckelfreie 4K Videos in höchster Qualität aufnehmen möchtest. Auch für rasante Actionaufnahmen und schnelle Serienaufnahmen im Burst-Modus ist diese SD Karte ideal. Wenn du deine Aufnahmen sofort bearbeiten willst, bietet dir diese Karte mit der schnellen Übertragungsgeschwindigkeit ideale Voraussetzungen.

Die beste SD Karte für Hobby-Fotografen

Die Transcend TS32GSDU1 SDHC-Speicherkarte bietet eine Speicherkapazität von 32 GB. Die Übertragungsrate beträgt bis zu 90MB/s. Die Karte kombiniert die Class 10-Spezifikationen mit der Leistung eines UHS-I. Der Hersteller bietet außerdem den kostenlosen Download der RecoveRX Datenrettungssoftware, mit der gelöschte Daten wiederhergestellt werden können.

Wenn du nur Fotos knipsen und selten Videoaufnahmen erstellen willst, ist diese SD Karte von Transcend das perfekte Modell. Die Karte bietet dir ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, da sie ausreichend schnell ist und eine Speicherkapazität von 32 GB besitzt. Damit kannst du über 3.200 Bilder aufnehmen. Auch wenn du großen Wert auf die Nachbearbeitung deiner Fotos legst und daher im RAW-Format speicherst, bietet die Karte Platz für über 1.300 Bilder.

Kauf- und Bewertungskriterien für SD Karten

Im folgenden Teil findest du Kriterien, mit deren Hilfe du zwischen der großen Auswahl an SD Karten entscheiden kannst.

Die Eigenschaften, mit deren Hilfe du SD Karten miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den nächsten Absätzen erfährst du, was du bei den einzelnen Kriterien beachten solltest.

Speicherkapazität

Welche Speicherkapazität eine SD Karte hat, kannst du auf der Vorderseite der Karte ablesen. Bei der Wahl der Speicherkapazität geht es vor allem darum, wofür du die Karte einsetzen willst. Verbreitet sind Speicherkarten mit Kapazitäten zwischen 2 GB und 1 TB (=1000 GB). Eine höhere Speicherkapazität bedeutet in der Regel auch einen höheren Preis.

Falls du auf der SD Karte lediglich ein paar Dokumente speichern oder von einem PC auf einen anderen transportieren möchtest, sind 2 GB ausreichend. Wenn du die SD Karte als Speicher für deine Kamera verwendest, solltest du eine höhere Speicherkapazität wählen. Gleiches gilt, falls du auf der Karte verschiedene Datentypen speicherst.

Für Fotos benötigst du mindestens 32 GB, für Videos mindestens 64 GB.

SD Karten mit 16 GB oder weniger sind für Fotos oder Videos nicht ideal, da sie sehr klein sind. Eine Karte mit 16 GB bietet Platz für ca. 1.600 JPG-Bilder. Mit einer 32 GB Speicherkarte kannst du schon 3.200 Fotos aufnehmen. Für den durchschnittlichen Hobby-Fotografen ist das ausreichend. SD Karten mit 32 GB sind außerdem kaum kostenintensiver als mit 16 GB.

Für das Aufnehmen von Videos in 4K ist eine SD Karte mit mindestens 128 GB ratsam. Diese bietet Platz für 170 Minuten Videos. Wenn du Filme in Full-HD drehst, reicht auch eine SD Karte mit einer Speicherkapazität von 64 GB. Mit den meisten Full-HD-Videoformaten kannst du damit länger als 170 Minuten aufnehmen.

foco

Wusstest du, dass auch gefälschte SD Karten verkauf werden, die nicht die angegebene Speicherkapazität aufweisen?

Sobald die tatsächliche Kapazität erreicht ist, werden die Dateien nicht mehr gespeichert oder überschreiben einen Teil der bereits gespeicherten Daten. In beiden Fällen erhältst du keine Fehlermeldung, aber ein Teil deiner Daten ist verloren. Angebote, die deutlich unter dem Marktpreis von etablierten Händlern liegen, können ein Hinweis auf manipulierte SD Karten sein.

Kompatibilität

Die Abkürzungen SD, SDHC, SDXC und SDUC zeigen die Generation der Speicherkarte. SDHC (bis 32 GB) ist der Nachfolger der gewöhnlichen SD Karte (bis 4 GB). Darauf folgte SDXC (bis 2 TB). Neuster Standard ist SDUC.

Die neueren SD Karten sind nicht vollständig kompatibel mit alten Geräten. SDXC-Speicherkarten funktionieren nur mit SDXC-Geräten. Sie sind nicht kompatibel mit SD- / SDHC-Geräten. SD Karten mit altem Standard kannst du zwar bei neueren Geräten einsetzen, die Karte könnte aber für hohe Auflösungen zu langsam sein.

Willst du sicher gehen, ob die SD Karte mit deinem Gerät kompatibel ist, kannst du bei der Aufschrift auf dem Gerät nachsehen. Dort steht in der Regel der neuste Standard, der unterstützt wird.

Als Faustregel gilt: Für ältere Geräte sind SDHC-Karten zu empfehlen, für neuere Geräte SDXC-Karten.

Lese- und Schreibgeschwindigkeit

Bei SD Karten wird zwischen der Schreibgeschwindigkeit und der Lesegeschwindigkeit unterschieden. Die Lesegeschwindigkeit zeigt, wie schnell ein Gerät die Daten der SD Karte lesen kann. Die Schreibgeschwindigkeit gibt an, wie schnell das Gerät Daten auf die SD Karte speichern kann.

Die Schreib- geschwindigkeit ist wichtiger als die Lesegeschwindigkeit.

Wenn du nur Bilder auf einen PC überträgst, ist es nicht schlimm, wenn dieser Vorgang einige Sekunden länger dauert. Eine hohe Lesegeschwindigkeit ist eher bei anspruchsvollen Vorgängen, wie bei Videos in Full-HD oder sogar in 4K-Auflösung entscheidend.

Die Schreibgeschwindigkeit entscheidet hingegen, ob dein Foto oder Video gut wird oder nicht. Vor allem bei bewegenden Motiven ist eine hohe Schreibgeschwindigkeit ausschlaggebend.

Die Lesegeschwindigkeit ist in der Regel in MB/s (Megabyte pro Sekunde) angegeben. Die Schreibgeschwindigkeit über unterschiedliche Abkürzungen. SD Karten mit besonders hoher Schreibgeschwindigkeit lohnen sich nur bei Kameras, die eine hohe Schreibgeschwindigkeit unterstützen.

Datenübertragungsrate

Beim Kauf einer SD Karte solltest du auch auf die Class der Karte achten. Die Class kann zwischen 2 und 10 betragen. Darüber hinaus gibt es auch die Sonderklassen UHS 1 bis UHS 3.

Die Class gibt die minimale Datenübertragungsrate der SD Karte in Megabyte pro Sekunde (MB/s) an. Sie zeigt damit, wie schnell die Karte Daten mindestens speichern kann.

SD Karten, die schnell Dateien speichern und abrufen, sind ideal für Serienbildaufnahmen mit großer Auflösung und in hoher Geschwindigkeit. Auch für das Aufnehmen von Ultra-HD-Videos oder Videos in 4K-Auflösung ist eine hohe Übertragungsrate notwendig.

Je höher die Class, desto besser ist die Übertragungsrate. Eine SD Karte mit Class 10 hat zum Beispiel eine Datenübertragungsrate von mindestens 10 MB/s. UHS-Karten sind zurzeit die schnellsten SD Karten. Die Geschwindigkeit einer UHS 3 Karte wird jedoch bisher nur von wenigen Geräten unterstützt.

Alle UHS-Karten beherrschen ebenfalls den älteren Class-Standard. Auch wenn dein Gerät UHS nicht unterstützt, kannst du eine solche SD Karte trotzdem mit einer geringeren Übertragungsrate nutzen. Du investierst damit in die Zukunft, weil das nächste Gerät mit Sicherheit UHS-kompatibel ist.

Ausstattungsextras

Neben herkömmlichen SD Karten gibt es auch Modelle mit zusätzlichen Funktionen. Du erhältst beispielsweise SD Karten, die über einen USB-Anschluss verfügen. Sie können damit ohne Adapter oder Lesegerät an eine USB-Buchse angeschlossen werden. Der USB-Anschluss ist meist durch eine Abdeckung geschützt, die abgezogen oder weggeklappt wird.

Die SD Karte mit integriertem WLAN stellt eine besondere Form dar. Sie ermöglicht die Nachrüstung des Endgerätes mit einer WiFi-Funktion. SD Karten mit WLAN werden häufig bei Spiegelreflex- oder Kompaktkameras, Action-Cams und Camcordern eingesetzt.

Über eine herstellerseitige App lässt sich das Foto oder Video direkt nach dem Auslösen auf dem Handy oder Tablet anzeigen. Die SD Karte kann dabei eine Direktverbindung zum Smartphone aufbauen oder sich in ein bereits bestehendes WLAN-Netzwerk einloggen. Die kabellose Übertragung macht den Anschluss der Kamera über ein USB-Kabel am PC oder ein Kartenlesegerät damit überflüssig.

Diese sofortige Übertragung auf einen externen Speicher dient auch als Backup-Funktion. Im Hintergrund wird so bereits eine Kopie der Dateien angelegt.

Auch SD Karten mit Bluetooth ermöglichen einen drahtlosen Datenaustausch mit anderen Bluetooth-fähigen Geräten wie Smartphones oder Notebooks. Ein besonderes Feature ist die Geotagging-Funktion einiger SD Karten. Hierbei wird der eigene Standort mittels GEO-Koordinaten den Bilddaten hinzugefügt.

Entscheidung: Welche Arten von SD Karten gibt es und welche ist die richtige für dich?

SD Karten gibt es in den drei Bauformen SD, miniSD und microSD. Die miniSD Karte wird allerdings seit 2009 nicht mehr produziert und ist aus dem Verkauf verschwunden. Wenn du dir eine SD Karte zulegen möchtest, gibt es daher zwei Produktarten, zwischen denen du dich entscheiden kannst:

Art Vorteile Nachteile
Normale SD Karte Ist größer und wird daher weniger leicht verlegt, Für PC, Laptop, Video- und Fotokameras geeignet, Kleiner Schieber für den Schreibschutz an der Seite vorhanden Nicht zu microSD Karte transformierbar
microSD Karte Sehr kompakt und leicht, Für Smartphones und Action-Kameras geeignet, Per Adapter zu normaler SD Karte transformierbar Kann leicht verlegt oder verloren werden, Adapter stellt eine weitere Fehlerquelle dar

Die zwei verschiedenen SD Karten-Arten bringen jeweils Vor- und Nachteile mit sich. Je nachdem, zu welchem Zweck und für welches Gerät du die SD Karte verwendest, eignet sich eine andere Art für dich. Im folgenden Abschnitt möchten wir dir die Entscheidung erleichtern.

Normale SD Karte

Normale SD Karte

Die normale SD Karte ist die größte Speicherkarte. Sie ist 32 mm lang, 24 mm breit und 2,1 mm hoch. Die klassische SD Karte wird hauptsächlich in Kameras und Camcorder verwendet. Auch als Speichererweiterung für PC, Laptop und Spielekonsole kommt sie zum Einsatz.

Die ersten SD Karten aus dem Jahr 2001 hatten eine Speicherkapazität von lediglich 8 MB. Mittlerweile verfügen normale SD Karten über bis zu einem Terabyte (TB) Speicherplatz. SD Karten mit geringer Speicherkapazität von 32 GB sind bereits für weniger als zehn Euro erhältlich. SD Karten mit 1 TB kosten dagegen etwa 500 Euro.

Vorteile
  • Gefahr eines Verlustes ist geringer
  • Eignet sich für PC, Laptop und Kamera
  • Besitzt einen Schieber für den Schreibschutz
Nachteile
  • Kann nicht als microSD Karte verwendet werden

In den meisten Digitalkameras werden normale SD Karten als externes Medium akzeptiert. Auch nahezu alle Laptops und auch Desktop-PCs haben mindestens eine Vorrichtung für SD Karten.

Durch das größere Format der normalen SD Karte, wird sie nicht so leicht verlegt oder verloren wie eine microSD Karte. Im Gegensatz zur microSD kann die normale SD Karte aber nicht transformiert werden und als microSD Karte verwendet werden.

Normale SD Karten besitzen an der Seite einen kleinen Schieber für den Schreibschutz. Wenn der Schieber in Richtung Kartenkontakte steht, zeigt das dem Gerät die Freigabe für Schreibzugriffe. Steht der Schieber in die andere Richtung, werden Schreibzugriffe verweigert.

microSD Karte

microSD Karte

Die microSD Karte ist die aktuell kleinste SD Karten-Bauart. Sie ist 11 mm lang, 15 mm breit und 1 mm hoch. Sie wurde zunächst unter dem Namen T-Flash auf den Markt gebracht. Seit 2005 heißt sie microSD.

Die Speicherkapazität der microSD war anfangs auf 32 GB begrenzt. Mittlerweile gibt es Modelle mit bis zu 2 TB. Aufgrund der kompakten Größe werden microSD Karten überwiegend in mobilen Endgeräten wie Smartphones eingesetzt.

Vorteile
  • Leichte und kompakte Bauart
  • Eignet sich für mobile Endgeräte
  • Dank Adapter in SD Karten-Slots verwendbar
Nachteile
  • Gefahr eines Verlustes ist höher
  • Adapter stellt häufig eine Fehlerquelle dar

microSD Karten sind nur so groß wie ein Fingernagel und daher vor allem in Smartphones und Handys beliebt. Dort kommt es auf jeden Millimeter an. Die kompakte Größe der microSD Karte kann aber auch zum Nachteil werden, da sie leicht verlegt, verloren oder beschädigt werden kann.

Für microSD Karten gibt es Adapter, um sie auf die Größe von normalen SD Karten anzupassen. Mit diesem Adapter lässt sich die microSD somit als Speicherkarte für Kameras oder zur Datenübertragung im Laptop nutzen.

Der Adapter stellt allerdings eine weitere Fehlerquelle dar. Er ist ein Bauteil, das auch ohne Fremdeinwirkung kaputt gehen kann. Aus diesem Grund solltest du eine normale SD Karte einer adaptierten microSD Karte vorziehen.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema SD Karten ausführlich beantwortet

Was ist eine SD Karte und wie funktioniert sie?

Eine SD Karte ist ein digitales Speichermedium in Form einer kleinen Karte. Die Abkürzung SD leitet sich vom englischen „Secure Digital Memory Card“ ab, was „sichere digitale Speicherkarte“ bedeutet. Die SD Karte wurde 2001 auf Basis des älteren MMC-Standards entwickelt.

SD Karten funktionieren in jedem Endgerät, das über einen entsprechenden Slot verfügt. Auf SD Karten werden Bilder, Videos, Musik, Dokumente und Betriebssysteme gespeichert. Du musst keine Treiber oder ähnliches installieren, um die Karte zu nutzen.

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Geräte wie Smartphones, Tablets, Kameras oder Spielekonsolen sind meist mit einem SD Kartenschacht ausgestattet. Wenn du die passende SD Karte einlegst, kannst du darauf Bilder, Videos oder andere digitale Medien speichern.
(Bildquelle: pixabay.com / tomekwalecki)

Eine SD Karte arbeitet nach dem Prinzip der Flash-Speicherung. Ein Flash-Speicher ist ein miniaturisierter elektronischer Schaltkreis, ein Microchip. Es handelt sich um dieselbe Technologie, die auch USB-Sticks und SSDs nutzen. Im Unterschied zu RAM-Chips bleibt die Information im Flash-Speicher, auch wenn keine elektrische Spannung anliegt.

Welche SD Karte eignet sich für mein Gerät?

Für Kameras, PCs und Laptops eignen sich normale SD Karten. microSD Karten werden hingegen in Smartphones und Tablets gesteckt, um den Speicher zu erweitern.

Für Smartphones reichen in der Regel SD Karten der Class 4 aus. Sie sind schnell genug, um die vergleichsweise kleinen Datenmengen wie Smartphone-Fotos zu speichern.

Welche SD Karte mit deinem Gerät funktioniert, erfährst du auch im Handbuch oder auf der Website des Herstellers.

Für Kompakt- und Systemkameras sind meistens SD Karten der Class 6 notwendig, da die Bild- und Videodaten relativ groß sind. Auch mit Full-HD-Videoaufnahmen kommt eine Class 6 Speicherkarte gut zurecht.

Willst du aber schnelle und hochauflösende Serienbilder aufnehmen, stößt du mit einer Class 6 Karte an Grenzen. Dann empfiehlt sich eine professionelle Class 10 Karte, die Daten noch schneller auf die Karte schreiben kann.

Fotografierst du mit einer Spiegelreflexkamera, solltest du auch zu einer SD Karte der Class 10 greifen. Neben Full-HD-Videos kannst du damit auch Fotos im Rohdatenformat (Raw) und schnelle Serienbilder mit voller Auflösung aufnehmen.

Welche Speicherkapazität sollte meine SD Karte haben?

Welche Speicherkapazität die richtige ist, ist von Situation zu Situation unterschiedlich. Es kommt vor allem darauf an, wofür du die Karte einsetzen willst.

Generell ist es nicht ratsam, SD Karten mit 16 GB oder weniger zu kaufen. Diese sind einfach zu klein und du wirst bald eine zweite brauchen. Ausnahme ist, wenn du nur ein paar Dokumente von einem PC auf einen anderen transportieren willst.

Verwendest du die SD Karte für Fotos, sollte sie eine Speicherkapazität ab 32 GB haben. Darauf passen ca. 3.200 Fotos im JPG-Format oder 1.300 Fotos im größeren RAW-Format.

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Kameras und Camcorder besitzen keinen internen Speicher. Hier dient die SD Karte als einziger Speicherplatz. Je nachdem, ob du mehr Fotos oder mehr Videos aufnimmst, benötigst du eine kleinere oder größere Speicherkapazität.
(Bildquelle: unsplash.com / Tom Pumford)

Willst du Videos in 4K aufnehmen, solltest du eine SD Karte mit mindestens 128 GB wählen. Diese bietet Platz für 170 Minuten Videos. Wenn du Filme in Full-HD drehst, reicht auch eine Speicherkapazität von 64 GB.

Soll die SD Karte als Backup deines gesamten digitalen Besitzes dienen, benötigst du möglicherweise 512 GB oder sogar 1 TB.

Was kostet eine SD Karte?

Zwischen den verschiedenen SD Karten gibt es eine große Preisspanne. Je nach Speicherkapazität und Geschwindigkeitsklassen ist der Kostenpunkt unterschiedlich. Die Spanne kann von circa 4 bis 500 Euro reichen.

Je mehr Speicherkapazität die Karte bietet, desto größer der Preis. Dabei ist es so, dass der Preis pro GB mit zunehmender Speicherkapazität sinkt. Kaufe daher lieber ein Modell mit etwas größerer Speicherkapazität.

Typ Preisspanne
Normale SD Karte ca. 5-500 €
microSD Karte ca. 4-400 €

Eine SD Karte mit 4 GB der Geschwindigkeitsklasse (Class) 4 erhältst du bereits für ca. 5 Euro. Eine Speicherkarte mit 512 GB und hoher Lese-/Schreibgeschwindigkeit, die sich für Action- und Sportfotografie sowie 4K Videoaufnahme eignet, kann schon über 500 Euro kosten.

Eine microSD Karte mit 4 GB der Class 2 ist bereits für ca. 4 Euro erhältlich. Eine microSDXC Karte der Class UHS-I mit 1 TB Speicherkapazität und Adapter kostet hingegen rund 400 Euro.

Wo kann ich eine SD Karte kaufen?

SD Karten sind sowohl in Supermärkten, im Fachhandel und in Kaufhäusern, als auch in vielen Online-Shops erhältlich.

Unseren Recherchen zufolge werden über diese Online-Shops die meisten SD Karten verkauft:

  • amazon.de
  • mediamarkt.de
  • saturn.de
  • ebay.de
  • real.de

Alle SD Karten, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen. Wenn dir ein Modell gefällt, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Alternativen gibt es zu einer SD Karte?

Alternativ zu SD Karten gibt es auch andere externe Speichermedien, um die Speicherkapazität von deinem Smartphone, Tablet, Computer oder deiner Kamera zu erweitern. Dazu gehören USB-Sticks, externe Festplatten oder Cloud-Speicher.

Ein USB-Stick ist ein kompakt gebautes elektronisches Gerät, das mit einem anderen Gerät (z.B. PC) verbunden wird. Dabei sind der USB-Stecker und das Gehäuse ohne verbindendes Kabel direkt miteinander verbunden. Die Daten werden elektronisch auf einem Flash-Speicher gespeichert.

Eine externe Festplatte ist über eine Schnittstelle wie USB, Firewire, eSATA oder Thunderbolt mit dem PC verbunden. Sie wird außerhalb des Rechnergehäuses betrieben. Bei der Speichertechnik handelt es sich in der Regel um einen Hard Disk Drive mit rotierenden Scheiben und Schreib-/Leseköpfen.

Eine weitere Alternative zur SD Karte ist der Cloud-Speicher. Dies ist ein Online-Speicherdienst, wie er z.B. von Dropbox, Apple oder auch Google angeboten wird. Daten werden hier per Upload auf Internet-Servern gespeichert. Ein Vorteil von Cloud-Speichern ist, dass du von überall aus auf deine Dateien zugreifen kannst.

Wie oft ist eine SD Karte beschreibbar?

Wie auch andere Speichermedien besitzt die SD Karte ein begrenztes Kontingent an Schreibvorgängen. Ein Flash-Speicher ist nicht unbegrenzt oft beschreibbar. Die geschätzte Lebensdauer beträgt je nach Speichertyp nur bis 100.000 Schreibvorgänge. Lesezugriffe auf Flash-Speicher sind hingegen unbegrenzt möglich.

Um eine möglichst lange Nutzungszeit zu erreichen, ist jede SD Karte mit einem Algorithmus ausgestattet. Dieser sorgt dafür, dass die Speicherung nicht immer wieder auf denselben Speicherzellen stattfindet.

Das verwendete Verfahren ist meist nicht auf den Produkten vermerkt. Daher ist es in den meisten Fällen leider nicht möglich, SD Karten nach ihrer Langlebigkeit auszuwählen.

Speichere daher auf deiner microSD Karte Filme, Bilder und Audiodateien, aber keine Apps, die du täglich verwendest. Diese könnten permanente Schreibvorgänge zur Aktualisierung der anhängigen Daten durchführen.

Was bedeuten die Abkürzungen auf meiner SD Karte?

Wie groß die Speicherkapazität deiner SD Karte ist, steht meist ganz groß und deutlich auf der Vorderseite. Folgende Abkürzungen geben zusätzlich Auskunft über die maximale Kapazität des Speichermediums:

  • SD: Secure Digital Memory Card mit bis zu 4 GB Speicherplatz
  • SDHC: High Capacity mit 4 bis 32 GB Speicherplatz
  • SDXC: Extended Capacity mit 64 GB bis 2 TB Speicherplatz

Wenn du Videos in Full HD oder 4K-Auflösung filmen möchtest, muss deine SD Karte eine gewisse Übertragungsrate garantieren. Die Geschwindigkeitsklasse (Class) erkennst du in Form einer eingekreisten Zahl.

Da mittlerweile alle aktuellen SD Karten Class 10 besitzen, wurde für die neueren Speicherkarten die U-Klassifizierung eingeführt. Bei diesen Karten wird die Schreibgeschwindigkeit mit einer von einem „U“ eingehüllten Zahl dargestellt.

Geschwindigkeitsklasse Garantierte minimale Schreibgeschwindigkeit
U3 30 MB/s
U1 10 MB/s
Class 10 10 MB/s
Class 6 6 MB/s
Class 4 4 MB/s
Class 2 2 MB/s

Die Abkürzung V10, V30, V60 oder V90 steht für die sogenannte „Video Speed Class“. Diese gibt ebenfalls die garantierte minimale Schreibgeschwindigkeit der SD Karte an, die jederzeit eingehalten wird. Wenn eine SD Karte mit V10 gekennzeichnet ist, entspricht das der Class 10 oder der U1 Klassifizierung. Die meisten Hersteller zeichnen die Karten mit allen drei Angaben aus.

UHS steht für „Ultra High Speed“. Im Gegensatz zu den V-, U- und Class-Klassifizierungen gibt UHS nicht die minimale, sondern die maximale Schreibgeschwindigkeit an. Speicherkarten, die das UHS-I-Bus-System unterstützen, kannst du an der römischen 1 erkennen.

Datenbus-Klasse Maximale Bus-Geschwindigkeit
UHS-I Maximal 104 MB/s
UHS-II Maximal 312 MB/s
UHS-III Maximal 624 MB/s

Wie kann ich meine SD Karte einlegen und entfernen?

Bevor du eine microSD Karte in ein Handy einlegst, solltest du das Gerät ausschalten. Öffne das Kartenfach bzw. die Abdeckung und schiebe die SD Karte in den dafür vorgesehenen Slot. Anschließend kannst du die Abdeckung schließen und das Gerät einschalten.

Achte beim Einlegen unbedingt auf die korrekte Einsteckrichtung. Diese ist in der Regel sowohl auf dem Smartphone als auch auf der Speicherkarte aufgedruckt.

Bevor du die SD Karte vom Handy entfernst, solltest du sie aus dem System „auswerfen“. Dadurch wird ein Datenverlust vermieden. Diese Option findest du in den Einstellungen meist unter „SD Karte entfernen“. Danach kannst du die Speicherkarte gefahrlos entnehmen.

Willst du die SD Karte in deine Kamera einlegen, musst du die Abdeckung des Kartensteckplatzes öffnen. Setze dann die Karte ein und schließe die Abdeckung. Um die Karte zu entnehmen, schiebst du die Karte weiter ein und lässt sie los. Die SD Karte wird vom Kartensteckplatz freigegeben und du kannst sie gerade herausziehen.

Warum wird meine SD Karte nicht erkannt?

Wenn deine SD Karte nicht erkannt wird, kannst du versuchen, das Problem mit folgenden Ansätzen zu lösen:

  1. Manueller Start: Möglicherweise ist der automatische Start der SD Karte deaktiviert. Öffne den Arbeitsplatz und klicke auf alle Wechseldatenträger, um zu sehen, ob die SD Karte hier aufgelistet ist.
  2. SD Karte reinigen: Entferne die SD Karte vom Gerät und säubere die Kontakte. Am besten machst du das mit einem Mikrofasertuch.
  3. SD-Slot reinigen: Reinige den Slot, in den du die SD Karte einschiebst. Dafür kannst du ein paar Mal hineinpusten, um Staub zu entfernen.
  4. Gerät wechseln: Lege die SD Karte in einem anderen Gerät ein. Wird die Speicherkarte dort erkannt, wird der Fehler nicht von der SD Karte verursacht.
  5. Kompatibilität: Prüfe, welche Art von SD Karte mit deinem Gerät kompatibel ist. Wenn du ein altes Gerät verwendest, kann dieses eine neuere SD Karte möglicherweise nicht unterstützen und auch nicht erkennen.
  6. Formatierung: Wenn angezeigt wird, dass du die SD Karte formatieren musst, führt kein Weg daran vorbei. Dabei gehen leider alle Daten auf der Karte verloren.

Warum muss ich meine SD Karte formatieren und wie funktioniert das?

Wenn du eine neue SD Karte in dein Gerät einlegst, muss diese zunächst formatiert werden. Die Formatierung gibt an, welche Struktur der Datenträger für die spätere Datenspeicherung verwenden soll. Auch wenn du vorhandene Daten auf der SD Karte zuverlässig löschen möchtest, kannst du die Karte formatieren.

Bei Handys oder Kameras findest du die Funktion meist in den Einstellungen unter „Formatieren“ oder „Daten löschen“. Wenn du die Funktion nicht findest, kannst du im Handbuch oder der Bedienungsanleitung nachschauen.

Eine weitere Möglichkeit ist, die SD Karte mit einem PC zu formatieren. Einige SD Karten haben einen Schreibschutz in Form eines Hebels an der Karte, den du vor dem Formatieren entsperren musst.

So funktioniert die Formatierung über Windows:

  1. Lege die SD Karte in den Kartensteckplatz oder in das Kartenlesegerät ein.
  2. Wähle im Explorer „Dieser PC“ oder „Arbeitsplatz“ aus.
  3. Die SD Karte erscheint unter „Geräte und Laufwerke“.
  4. Nach einem Rechtsklick siehst du die Option „Formatieren“.
  5. Wähle unter „Dateisystem“ die Variante „FAT“ oder „FAT32“.
  6. Je nach Speicherkapazität kann die Formatierung einige Minuten dauern.

Wie kann ich Daten auf meiner SD Karte wiederherstellen und sichern?

Stelle zunächst sicher, dass der Schreibschutz-Schalter nicht auf das Schloss Symbol zeigt. Bekommst du deine Daten trotzdem nicht angezeigt, solltest du die Karte mit einem anderen Endgerät verbinden. So siehst du, ob der Fehler bei der SD Karte liegt oder nicht. Entferne auch Schmutz und Staub auf der Karte.

Falls diese Schritte nicht helfen, gibt es verschiedene Softwares, mit denen du deine Daten wiederherstellen kannst. Tools wie Recuva oder Data Recovery kannst du kostenlos auf deinen PC herunterladen.

Tipp: Um einem zukünftigen Datenverlust vorzubeugen, kannst du statt einer großen Speicherkarte zwei kleinere verwenden. So verlierst du bei einem Kartendefekt weniger Daten. Noch idealer ist es, wenn du deine Daten zusätzlich in eine Cloud hochlädst.

Wie kann ich meine SD Karte mit einem Passwort schützen?

SD Karten können verschlüsselt werden, damit sie sich auf jedem Gerät nur mit einem Passwort öffnen lassen. Mit dieser Funktion werden Unbefugte daran gehindert, auf deine Daten zuzugreifen.

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Wenn du deine SD Karte mit einem Passwort schützt, kannst du verhindern, dass deine Daten in die falschen Hände geraten.
(Bildquelle: pexels.com / Luis Quintero)

Windows verfügt über eine eingebaute Verschlüsselungsfunktion. Mit BitLocker kannst du deine SD Karte schützen. Sie lässt sich dann auf jedem anderen Windows-PC mit dem Passwort wieder öffnen. Klicke dafür mit der rechten Maustaste auf die SD Karte und auf „BitLocker aktivieren“.

Das Passwort muss bestimmte Sicherheitsmerkmale erfüllen. Es sollte möglichst lang und Sonderzeichen sowie Groß- und Kleinbuchstaben enthalten.

Auch einige Android-Smartphones bieten eine Verschlüsselungsfunktion, mit der die SD Karte mit Passwort geschützt werden kann. Wähle dafür „SD Karte verschlüsseln“ in den Einstellungen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.sueddeutsche.de/wissen/technik-erste-micro-sd-speicherkarten-mit-1-terabyte-kommen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190225-99-135483

[2] https://de.wikihow.com/Gelöschte-Dateien-auf-einer-SD-Karte-wiederherstellen

[3] https://www.sueddeutsche.de/wissen/technik-das-bedeuten-die-kuerzel-auf-speicherkarten-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-181126-99-969781

Bildquelle: Rotjanaporn/ 123rf.com

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