Nähmaschine
Zuletzt aktualisiert: 17-06-2020

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Das Nähen ist wieder in Mode gekommen. Ob jung oder alt – viele Leute möchten gerne ein neues Hobby finden, in dem sie ihre Kreativität ausleben können. Andere sind schon so geübt, dass sie wie richtige Profis Kleider, Taschen oder anderes gerne selbst entwerfen. Bei der Suche nach Nähmaschinen im Internet stößt man auf eine bemerkenswert große Auswahl. Dies kann zu Verwirrungen führen – vor allem, wenn man noch ein richtiger Neuling ist.

Mit unserem Nähmaschinen Test 2020 zeigen wir dir, worauf du beim Kauf einer Nähmaschine achten solltest. Wir gehen näher ein auf die verschiedenen Arten von Nähmaschinen, die alle unterschiedliche Zwecke erfüllen, sowie auf maßgebliche Kriterien beim Kauf. Wir beantworten dir die am häufigsten gestellten Fragen, damit du weißt, welche Nähmaschine du auswählen solltest und wie du sie bedienen solltest, um gute Nähergebnisse zu erzielen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nähmaschinen sind mit einer unterschiedlich großen Anzahl von Sticharten ausgestattet. Sie können, je nach Qualität und Komplexität, zwischen 10 und 200 Stichprogrammen haben. Mit den verschiedenen Sticharten und Stichfüßen kannst du unterschiedlichste Säume oder Muster an verschiedenen Stoffen vernähen.
  • Es gibt verschiedene Nähmaschinen-Arten, mit denen du unterschiedliche Nähprojekte durchführen kannst. Bevor du dir eine Nähmaschine anschaffst, solltest du wissen, was du überhaupt nähen möchtest und welche Nähmaschinenart daher zu dir passen könnte.
  • Je nach Näheinsatz lohnt sich für Anfänger eine günstige oder gebrauchte, für Fortgeschrittene und Profis eine teurere und qualitativ wirklich gute Nähmaschine.

Nähmaschinen Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Nähmaschine für den Haushalt

Die Singer Fashion Mate 3333 Nähmaschine ist geeignet für jedermann – ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis. Sie hat unter den Singer Nähmaschinen eine der besten Kundenbewertungen. Sie verfügt über 23 Nähprogramme, unter denen die meist genutzten Sticharten und Stichfüße, wie der Universal-, der Reißverschluss-, der Knopfloch-, sowie der Knopfannähfuß vertreten sind.

Die Nähmaschine ist ausgestattet mit  einem Programmwahlrad, sodass du einfach die gewünschte Stichart, Stichlänge und Stichbreite einstellen kannst. Zudem verfügt sie über eine Schnappautomatik, die einen schnellen Wechsel des Nähfußes erlaubt, sowie über einen Freiarm, der das Nähen von runden Stoffteilen vereinfacht.

Außerdem verfügt sie über ein modernes und stromsparendes STAYBRIGHT LED Licht. Das integrierte Zubehörfach dient zudem als perfekter Stauraum für weitere Nähutensilien.

Egal ob du Anfänger bist oder dich schon ein bisschen auskennst – wenn du nach einem Produkt suchst, das alle Grundlagen und dazu noch ein gutes Preis- / Leistungsverhältnis bietet, dann ist die Singer Fashion Mate 3333 genau die richtige Nähmaschine für dich.

Die beste Nähmaschine zum kleinen Geld

Die Barbieya Nähmaschine ist mit ihren vielen Funktionen eine der günstigsten Haushaltsnähmaschinen. Sie hat 12 Stichmuster, was im Gegensatz zu klassischen Nähmaschinen nicht viel ist, aber dennoch ausreicht, wenn man nur die Standard Sticharten benötigt. Sie ist trotz ihres außerordentlich günstigen Preises in der Lage, Saum, Knopfloch oder irgendeine Naht sauber zu verarbeiten.

Die Nähmaschine hat als typische Overlock Nähmaschine einen Unterarm, mit dem es leichter fällt, runde Stoffe zu vernähen. Sie hat zudem die Option, die Nähfüße auszutauschen – allerdings sind keine zusätzlichen Nähfüße bei der Nähmaschine inbegriffen, sondern können separat bestellt werden.

Die Nähmaschine hat zudem ein ästhetisches Design und ist sehr kompakt und klein, daher ist sie platzsparend und nicht schwer. Anti-Rutsch-Bodenpolster verhindern, dass die Nähmaschine hin und herrutscht.

Wenn du eine praktische Nähmaschine suchst, die für Einsteiger alle essenziellen Funktionen mitbringt und noch dazu richtig günstig ist, dann ist die Barbieya Nähmaschine genau die richtige für dich.

Die beste Computernähmaschine für Fortgeschrittene

Die Juki HZL-LB5100 Computer-Nähmaschine ist eine der professionellsten Nähmaschinen auf dem Markt von einem weltweit führenden japanischen Nähmaschinen-Hersteller. Sie verfügt als elektronische Nähmaschine über 100 Sticharten und hat etliche weitere Funktionen, die das Nähen vereinfachen.

Die Nähmaschine ist robust gebaut und gemacht für schwerere und kompliziertere Stoffe wie beispielsweise Jeans. Sie verfügt über einen Komfort-Nadeleinfädler, eine Aufspulautomatik und eine Unterfaden-Schnellautomatik, was ihre Bedienung unkompliziert gestaltet.

Im Gegensatz zu klassischen mechanischen Nähmaschinen benötigt die Computer-Nähmaschine von Juki kein Fußpedal, sondern hat stattdessen einen Start- und Stopknopf. Auf ihrem LCD-Bildschirm kannst du ganz einfach alle Funktionen verwalten, die du ändern möchtest und beispielsweise ganz einfach ein der 100 verschiedenen Sticharten auswählen.

Wenn du nach einer professionellen und intelligenten Nähmaschine suchst, mit der du deiner Kreativität freien Lauf lassen kannst, dann ist die Computernähmaschine von Juki genau die richtige für dich.

Kauf- und Bewertungskriterien für Nähmaschinen

Du hast bei deiner Suche nach Nähmaschinen sicher festgestellt, dass es viele verschiedene Arten von Nähmaschinen gibt. Damit du weißt, welche für dich die richtige ist, möchten wir dir die verschiedenen Kaufkriterien näher erläutern.

Im Folgenden siehst du fünf Kriterien, mit deren Hilfe du die vielen verschiedenen Nähmaschinen miteinander vergleichen kannst:

Wir erläutern dir jedes der oben genannten Kriterien etwas genauer, damit du weißt, worauf du beim Kauf deiner Nähmaschine achten musst, beziehungsweise welche Kriterien für dich von Bedeutung sind.

Stichart

Bei deiner Suche nach einer Nähmaschine hast du vielleicht in den Produktbeschreibungen festgestellt, dass die Nähmaschinenprogramme mit einer bestimmten Anzahl von Sticharten ausgestattet sind. Die Anzahl kann stark variieren – Nähmaschinen können zwischen 10 und 200 Stichprogrammen haben. Je nachdem, wie komplex deine Nähmaschine ausgestattet sein soll, gehen mit den Stichprogrammen auch die Preise in die Höhe.

Im Folgenden zählen wir dir ein paar Beispiele von Stichprogrammen auf, die die meisten Nähmaschinen in der Regel zu bieten haben:

  • Steppstich: Diesen Stich hat standardgemäß jede Nähmaschine. Beim Steppstich handelt es sich um einen geraden Stich, der am häufigsten genutzt wird. Das ‘Steppen’ bedeutet nichts anderes als das Nähen einer geraden Linie, weshalb der Steppstich auch Geradstich genannt wird. Diesen Stich haben viele Kinder auch in ihrer Schulzeit von Hand gelernt haben. Mit der Nähmaschine ist der Steppstich aber noch robuster als von Hand, da beide Spulen, das heißt Ober- und Unterfaden, genutzt werden. Der Steppstich wird zum Zusammennähen von zwei Stoffen verwendet.
  • Doppelnaht: Eine Doppelnaht ist eine Naht mit zwei Steppstichen nebeneinander. Die Naht wird auch Rechts-Linksnaht genannt, da sie zwei Stoffe nebeneinander zusammennäht. Hierzu hat die Nähmaschine die Einstellung von einer Zwillingsnadel. Oft werden beispielsweise T-Shirts mit einer Doppelnaht am Saum verarbeitet bzw. ‘versäubert’ – das heißt schlicht und weg, dass der Rand eines Stoffes so verarbeitet und genäht wird, dass er nicht ausfranst.
  • Zickzackstich: Der Zickzackstich sticht, wie der Name schon sagt, den Faden im Zickzack. Einerseits wird der Zickzackstich verwendet, um einen Saum zu versäubern, damit der Stoff am Rand nicht ausfranst. Andererseits wird er auch oft genutzt, um zwei Stoffe zusammenzunähen. Mit dem Stich werden die Nähte robuster. Er ist für Anfänger geeignet, besonders, wenn es sich um elastische Stoffe handelt.
  • Blindstich: Auch der Blindstich ist bei vielen Nähmaschinen schon mit dabei. Er vernäht die Stoffe am Saum in der Innenseite so miteinander, dass der Faden nicht sichtbar ist. Hierzu brauchst du allerdings noch einen Blindstichfuß als Zubehör zu deiner Nähmaschine. Dieser sollte aber in der Regel beim Kauf einer Nähmaschine mit Blindstichfuß-Programm dabei sein.
  • Knopflochstich: Sehr praktisch ist, wenn Nähmaschinen mit Knopflochstich ausgestattet sind. Mit der Nähmaschine sieht ein Knopflochstich viel sauberer aus, als von Hand und du sparst enorm Zeit. Bei Kleidungsstücken wie Hosen oder Hemden ist eine Nähmaschine mit Knopflochstich sehr nützlich. Beim Knopflochstich gibt es viele verschiedene Knopflocharten wie beispielsweise für das Standardknopfloch, das Rundknopfloch, das Augenknopfloch mit Querriegel, sowie das Elastikknopfloch – diese siehst du dann in der Programmauswahl. Auch für den Knopflochstich brauchst du einen separaten Fuß.
  • Kunstvolle Stiche und Zierstiche: Diese Stiche sind für kunstvolle Verzierungen und Applikationen geeignet. Hier werden verschiedene Formen und Muster wie Kreise, Rauten, Dreiecke, Blüten, Blätter, Sterne, etc. auf den Stoff genäht. An Mustern gibt es ein sehr große Auswahl, die vermutlich von Nähmaschine zu Nähmaschine variiert. Es gibt auch die Plattstiche, die eine ähnliche Funktion haben – diese sehen weniger aus wie feine Verzierungen mit gerader Naht, sondern wie Stickereien, die plattere Formen auf dem Stoff abbilden.

Die oben aufgelisteten Stiche sind natürlich nur eine grobe Auswahl der Standardstiche, die die meisten Nähmaschinen haben sollten. Es gibt hierzu eine noch viel größere Anzahl von Stichen — lese also vor dem Kauf der Nähmaschine genau in der Produktbeschreibung, ob der Stich, den du brauchst, auch in den Einstellungen dabei ist.

Stichlänge und Stichbreite

Unter den Sticharten gibt es im Stichprogramm der Nähmaschine auch noch die Stichlänge, sowie die Stichbreite. Diese Programmpunkte sollten im Stichprogramm jeder Nähmaschine enthalten sein. Im Folgenden erklären wir dir, was es mit den beiden Begriffen auf sich hat:

  • Stichlänge: Mit der Stichlänge ist die Länge eines Geradstich-Fadens gemeint, bevor der nächste Stich kommt. Das heißt, dass eine kurze Stichlänge viel robuster ist, als eine lange; je öfter du in den Stoff einstichst, desto fester vernähst du schließlich die Stoffe, die du miteinander vernähen möchtest. Stichst du nur ein paar Mal ein, ist die Naht natürlich nicht so belastbar, da es nicht so viele Stiche gibt, die die Stoffe zusammenhalten können. Die längere Stichlänge wird für dickere Stoffe, die kürzere Stichlänge für dünnere Stoffe genutzt.
  • Stichbreite: Mit der Stichbreite ist die Breite der Stiche wie beispielsweise Zickzackstichen gemeint. Im Programm deiner Nähmaschine musst du die Stichbreite einstellen, die du beim Verarbeiten deines Stoffes haben möchtest. Je nach Stoffart ist dies unterschiedlich; bei elastischen und dünnen Stoffen kann die Stichbreite gering sein, da auch eine niedrige Stichbreite den Stoff gut zusammenhalten kann. Bei etwas dickeren und weniger biegsamen Stoffen empfiehlt sich eine breitere Stichbreite, damit die Stoffe auch gut zusammengenäht werden können.

Nähfuß

Wie bei den Sticharten bereits erwähnt, gibt es für fast jede Stichart einen speziellen Fuß. Mit ‘Fuß’ ist lediglich das kleine Metallteil gemeint, das den Stoff bei der Verarbeitung auf der Nähmaschine festhält, während ihn die Nähmaschine mit Nadeln durchsticht. Je nach Stichart sieht der Nähfuß ganz anders aus und besteht unter Umständen auch aus anderen Materialien, wie beispielsweise Kunststoff oder Teflon.

Bei Nähmaschinen sollten bestimmte Standardfüße schon inbegriffen sein.

Jede Nähmaschine sollte mit Standardfüßen, die am häufigsten genutzt werden, ausgestattet sein. Falls ein Nähfuß nicht vorhanden ist, kann man ihn als Ersatzteil beispielsweise bei Amazon erwerben. Erkundige dich daher vor dem Kauf einer Nähmaschine, ob die Füße, die du brauchst, auch dabei sind.

Ein spezieller und auf die Stichart abgestimmter Nähfuß sorgt dafür, dass die Naht so elegant und sauber wie möglich vernäht wird. In der folgenden Tabelle siehst du ein paar der gängigsten Nähfüße, die bei jeder Standard Nähmaschine dabei sein sollten:

Fußart Beschreibung
Geradstichfuß Dies ist womöglich der gängigste und am häufigsten gebrauchte Fuß, der für normale Geradstiche genutzt wird.
Blindstichfuß Hierbei handelt es sich hier um einen Fuß für einen Blindstich, welchen man beim Vernähen auf der einen Seite nicht sehen kann.
Knopflochfuß Mit diesem Fuß ist es möglich, Knopflöcher sauber und schnell in Stoffe einzunähen.
Satinstichfuß Er hat eine abgerundete Unterseite, damit besonders feine Stoffe, wie Satin, vorsichtig vernäht werden können.

Neben den oben genannten Standard-Nähfüßen gibt es noch unzählige andere. Wenn ein Nähfuß bei deiner Nähmaschine nicht dabei ist, solltest du unbedingt darauf achten, dass du beim Kauf von weiteren Nähfüßen jene kaufst, die an deine Nähmaschine passen. Meist handelt es sich hierbei um dieselbe Marke oder denselben Hersteller.

Wie du die jeweiligen Nähfüße an deiner Nähmaschine auswechselst, kannst du in der Bedienungsleitung jeder Nähmaschine nachlesen.

Geschwindigkeit

Praktisch wäre es, wenn deine neue Nähmaschine einen Geschwindigkeitsregler hat. Wenn du Anfänger bist, ist es für dich einfacher, wenn du die Geschwindigkeit zu Beginn etwas verlangsamen kannst. Mit etwas mehr Übung kannst du dann selbst entscheiden, wie schnell du die Geschwindigkeit der Nähmaschine einstellst.

Bei etwas dickeren oder empfindlichen Stoffen ist es in der Regel einfacher, mit einer geringeren Geschwindigkeit zu nähen. Diese Stoffe sind eine größere Herausforderung, als beispielsweise elastische Jersey-Stoffe.

Besonders gut wäre es, wenn die Nähmaschine verschiedene Geschwindigkeitsstufen hätte. So kannst du beim nächsten Mal mit exakt der Stufe, mit der du dich vertraut gemacht hast, fortfahren. Auf diese Weise kannst du Schritt für Schritt erhöhen und die Geschwindigkeit so regulieren, wie sie für dich passt, damit du saubere Nähergebnisse bekommst.

Bei etwas dickeren oder empfindlichen Stoffen ist es in der Regel einfacher, mit einer geringeren Geschwindigkeit zu nähen.

Lautstärke

Beim Kauf einer Nähmaschine solltest du darauf achten, dich für einen Hersteller zu entscheiden, der auch Wert auf den Geräuschpegel der Nähmaschine legt. Da Lärm bekanntlich ein großer Stressfaktor ist, ist es für dich besser, wenn du dich für ein leiseres Modell entscheidest.

Da Lärm ein großer Stressfaktor ist, entscheide dich lieber für ein leiseres Modell.

Die neueren und moderneren Modelle sind meist mit einem Betrieb versehen, der ein leises Nähen ermöglicht. Diese Nähmaschinen sind mit einem sogenannten Rundlaufgreifer ausgestattet. Eine Standard-Nähmaschine ist mit 65 Dezibeln etwas lauter als eine Waschmaschine beim Waschen, was auf Dauer etwas störend sein kann.

Achte bei deiner Suche also darauf, dass die Lautstärke für den Hersteller eines der wichtigen Kriterien ist. Auf diese Weise kannst du sonntags oder am späten Abend ohne Bedenken und ohne Beschwerden von deinen Mitmenschen und Nachbarn nähen.

Entscheidung: Welche Arten von Nähmaschinen gibt es und welche ist die richtige für mich?

Da Nähmaschine nicht gleich Nähmaschine ist, sondern im Laufe der Zeit immer neuere und modernere Modelle auf den Markt kommen, möchten wir dir hier die verschiedenen Arten von Nähmaschinen vorstellen. Wir hoffen, dass du auf diese Weise eine Nähmaschine findest, die deinen Erwartungen und zukünftigen Nähprojekten entspricht.

Art Pro Contra
Nähmaschine für Anfänger günstig, unkompliziert, einfach bedienbar, perfekt für Einsteiger oder Hobby-Näher beschränkte Nähprogrammauswahl, schlechtere Qualität
Kindernähmaschine einfach bedienbar, günstig, ungefährlich beschränkte Nähprogrammauswahl, mehr als Spielzeug gedacht
Overlock Nähmaschine geeignet für den Stoffrand, verschönert den Rand, für Hobbynäher oder Profis beschränkt auf eine Stichart
Computernähmaschine für Profis, kann vorprogrammiert werden, erledigt komplexe und komplizierte Näharbeiten bei Fehlern und Problemen müssen Experten helfen
Filznähmaschine für Profis, spezialisiert aufs Filzen, arbeitet exakt etwas lauter als klassische Nähmaschine
Freiarm Nähmaschine für runde Kleidungsstücke wie Ärmel, Hosenbeine, Taschen, erledigt vielfältige Näharbeiten schwerer als klassische Nähmaschine
Industrienähmaschine für stetigen Einsatz, komplexes Stichprogramm, für größere Produktionen, leistungsstark nimmt viel Platz ein
Nutznaht Nähmaschine günstig, viele Funktionen, große Auswahl bei günstigen Modellen fehlen viele Funktionen

Wir zählen dir im Folgenden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten von Nähmaschinen auf, damit du weißt, worauf du bei deiner Suche achten solltest.

Nähmaschine für Anfänger

Nähmaschine für Anfänger

Wenn du ein richtiger Neuling bist, was das Nähen angeht, dann raten wir dir, dich nach einer Nähmaschine für Anfänger umzuschauen. Eine Anfänger-Nähmaschine ist um einiges günstiger zu erwerben, als eine Nähmaschine mit komplexem Nähprogramm für Fortgeschrittene oder Profis.

Als Anfänger hast du bekanntlich nicht so viel Geduld, da du schnell lernen möchtest, wie eine Nähmaschine funktioniert. Daher raten wir dir ab, gleich zu Beginn eine Nähmaschine zu kaufen, die viel zu kompliziert ist. Der Kauf einer Anfänger-Nähmaschine spart nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Frustration, solltest du herausfinden, dass das Nähen doch nichts für dich ist.

Vorteile
  • einfach bedienbar
  • perfekt für Einsteiger oder Hobby-Näher
  • relativ günstig zu erwerben
Nachteile
  • beschränkte Nähprogrammauswahl
  • einige günstige Produkte sind von schlechter Qualität

Die Anfänger-Nähmaschine ist allgemein leicht zu bedienen. Trotz Einfachheit solltest du beim Kauf trotzdem darauf achten, dass du eine qualitativ gute Nähmaschine und nicht gleich die günstigste nimmst. Erste Erfolgserlebnisse sind sehr wichtig für die spätere Motivation, deshalb sollte die Nähmaschine trotz Anfängerstatus keine Fehler machen oder den Stoff unschön zusammennähen.

Es gibt auch unter Anfänger-Nähmaschine jene, die eine große Auswahl an Programmen bieten. Beispielsweise ist die Option der Knopflochautomatik sehr hilfreich, da du den Faden nicht selbstständig mit der Hand einfädeln musst.

Zu den bekanntesten Marken für Anfänger-Nähmaschinen gehören beispielsweise die Singer, sowie die Brother Nähmaschinen. Auch diese gibt es schon für einen guten Preis mit jede Menge brauchbarem Zubehör für Einsteiger.

Beim Kauf deiner neuen Nähmaschine ist in der Regel auch eine auf den Anfänger abgestimmte Bedienungsanleitung dabei. Damit bist du bestens gerüstet für dein neues Hobby.

Im folgenden Video kannst du dir noch einmal eine Näheinführung für Einsteiger anschauen:

Kindernähmaschine

Kindernähmaschine

Auch Kinder haben die Möglichkeit, ihr Nähtalent früh zu entdecken und auch spielerische Art Nähprojekte zu verwirklichen. Da eine klassische Nähmaschine für die Kleinen natürlich zu groß und zu gefährlich ist, haben Hersteller speziell für Kinder im Grundschulalter ein paar Modelle entworfen. Mit diesen Modellen haben auch interessierte Kinder die Möglichkeit, sich frühzeitig mit dem Nähen vertraut zu machen.

Vorteile
  • einfach bedienbar
  • relativ günstig zu erwerben
  • teilweise ganz einsatzfähig
  • ungefährlicher Umgang
Nachteile
  • beschränkte Nähprogrammauswahl
  • mehr als Spielzeug gedacht, und nicht wirklich funktionsfähig

Auf der Suche nach einer Nähmaschine für dein Kind gibt es auch hier wieder eine große Auswahl an verschiedenen Anbietern. Kläre zunächst wieder ab, welchen Zweck die Kinder-Nähmaschine erfüllen soll. Hat dein Kind lieber Stricken als Sticken oder soll es doch eine Quilt-Maschine sein? Der Markt bietet hierzu auch für Kinder sehr spezifische Angebote. Wichtig ist, dass du weißt, was deinem Kind Spaß macht.

Kindernähmaschinen gibt es aber auch für die ganz Kleinen. Diese sind allerdings nur als Spielzeug gedacht und nicht voll funktionsfähig. Neben einsatzfähigen Modellen wie der Marke Babysnap gibt es Spielzeugnähmaschinen von den Herstellern Spin Master oder Theo Klein.

Overlock Nähmaschinen

Overlock Nähmaschinen

Bevor wir zur Erläuterung einer Overlock Nähmaschine kommen, erklären wir dir vorab zunächst, was mit Overlock, beziehungsweise Overlockstich gemeint ist: Beim Overlockstich handelt es sich um einen Stich, der Stoffe ganz speziell zusammennäht und daraus schöne Stoffränder verarbeitet. Hierbei handelt es sich um eine sehr aufwendige Nahtfunktionen, bei der mehrere Fänden gleichzeitig verwendet werden.

Vorteile
  • geeignet für den Stoffrand
  • verschönert den Rand
  • praktisches Messer dabei, sodass Reste gleich abgeschnitten werden können
  • für Hobbynäher, Fortgeschrittene und Profis
Nachteile
  • beschränkt auf eine Stichart

Während eine klassische Nähmaschine zwar auch die Option des Overlockstichs hat, ist die Overlock Nähmaschine auf den Overlockstich spezialisiert. Im Gegensatz zur Overlock Nähmaschine kann eine klassische Nähmaschine den Stoff nicht so schön vernähen und versäubern. Eine Overlock kann den Stoff zudem gleichzeitig abschneiden, da sie ein Messer am Nähfuß hat.

Eine Overlock Nähmaschine kann im Gegensatz zu einer klassischen Nähmaschine mit Overlockstichfuß auch etwas kompliziertere Stoffe, wie beispielsweise Frottee oder Cord so professionell verarbeiten, dass die Stoffe nicht ausfransen. Wenn du im Nähen schon etwas fortgeschrittener bist, dann lohnt sich der Kauf einer zusätzlichen Overlock Nähmaschine neben einer klassischen für dich.

Overlock Nähmaschinen gibt es unter anderem von den  Herstellern AEG und Brother; in der Regel handelt es sich auch bei bekannten Marken und ein gutes Preis- / Leitungsverhältnis.

Computernähmaschinen

Computernähmaschinen

Neben der klassischen Nähmaschine haben Hersteller mittlerweile auch eine Computernähmaschine entwickeln können. Diese ist neben Industriezwecken auch für den privaten Gebrauch einsetzbar; allerdings ist die Computer Nähmaschine in der Regel nichts mehr für Leute, die Nähen nur als Hobby sehen.

Die Computernähmaschine funktioniert mit Strom und, wie ein PC, mit einer Software, auf der du auswählen kannst, was du nähen möchtest. Sie ist um einiges komplexer als eine klassische mechanische Nähmaschine und hat viel mehr Nähprogramme. Sie arbeitet, wie man erwarten würde, auch viel genauer und verarbeitet die Stoffe professionell.

Vorteile
  • geeignet für Profi-Näher
  • kann vorprogrammiert werden
  • erledigt komplexe und komplizierte Nähaufträge, Programme kostenlos im Internet verfügbar
Nachteile
  • bei Fehlern und Problemen müssen Experten helfen

Eine Computernähmaschine hat im Durchschnitt über 100 Stichprogramme. Es gibt zudem die Möglichkeit, durch die Software eigens kreierte komplexe Muster zu designen, die dann automatisch von der Nähmaschine genäht werden.

Computernähmaschinen gibt es unter anderem von den Herstellern Carina und Bernina; beide Hersteller schneiden gut ab und garantieren gute Qualität.

Filzmaschine

Filzmaschine

Eine Nähmaschine mit etwas spezifischerer Funktion ist die Filzmaschine. Für die Filzmaschine wird Filz verwendet. Im Gegensatz zur normalen Nähmaschine musst du bei der Filzmaschine nicht einfädeln, da es beim Filzen nicht darum geht, die Fäden miteinander zu vernähen; vielmehr wird mit dem vorhandenen Widerhaken der Filz hochgeholt – auf diese Weise ‘verschmelzen’ und ‘verfilzen’ die Fasern miteinander.

Vorteile
  • geeignet für Profi-Näher, spezialisiert aufs Filzen
  • arbeitet exakt
  • erledigt komplexe und komplizierte Näh- bzw. Filzaufträge
Nachteile
  • etwas lauter als klassische Nähmaschinen

Die Filztechnik ist zwar auch von Hand möglich, aber die Filzmaschine arbeitet exakter und schneller. Achte aber darauf, dass du eine Filzmaschine findest, die vielfältig ist in ihrer Filztechnik. Die Filzmaschine kann sehr komplizierte Arbeiten vollbrächten, da sie mit vielen Nadeln gleichzeitig näht, beziehungsweise filzt.fdi

Gute und bekannte Filzmaschinen gibt es unter anderem von Janome und Simplicity; die Hersteller bieten neben guter Qualität der Nähmaschine ein großes Zubehör für gute Preis- / Leistungsverhältnisse.

Freiarm-Nähmaschine

Freiarm-Nähmaschine

Eine Freiarm Nähmaschine ist eine klassische Nähmaschine, bei der die Nähfläche der Nähmaschine abgenommen werden kann, auf der normalerweise die Kleidungsstücke liegen. Sie ist daher geeignet für runde Kleidungsstücke, wie beispielsweise Ärmel und Hosenbeine. Die Kleidungsstücke werden beim Nähen auf die noch vorhandene kleinere Nähfläche gezogen; dies macht das Verarbeiten leichter, als wenn noch ein Nähtisch im Weg ist.

Vorteile
  • geeignet für runde Kleidungsstücke wie Ärmel, Hosenbeine und Taschen
  • viel Platz zum Nähen
  • erledigt vielfältige Näharbeiten
Nachteile
  • das Gewicht ist höher als bei anderen Nähmaschinen

Diese Art von Nähmaschine, bei der man den Nähtisch wegnehmen kann, verkauft sich am meisten, ob klassisch oder computergesteuert. Mit ihr hat man den besten Bewegungsspielraum und sie ist für viele verschiedenen Näharbeiten geeignet.

Gute Freiarm Nähmaschinen gibt es von Singer oder Pfaff. Beide Marken sind bekannt für gute Qualität und eine Vielzahl von Programmoptionen und Modellen.

Industrienähmaschine

Industrienähmaschine

Klassische Nähmaschinen für den privaten Gebrauch werden in ihrer Funktion immer besser. Genauso makellos oder noch besser sollten Nähmaschinen aber arbeiten, die in den großen Unternehmen der Industrie verwendet werden. Diese Nähmaschinen müssen robuster sein, da sie ständig in Gebrauch sind.

Vorteile
  • geeignet für stetigen Gebrauch, haben ein komplexeres Stichprogramm
  • geeignet für größere Produktionen
  • leistungsstark
Nachteile
  • nehmen viel Platz ein

Industrienähmaschinen sind größer als Nähmaschinen für den Haushaltsgebrauch, da sie größere Produkte nähen müssen. Auch bei Industrienähmaschinen gilt: Unternehmen sich für Nähmaschinen entscheiden, die auf die Produktionsart spezialisiert sind, wobei die meisten Industrienähmaschinen die Standardsticharten in der Regel ausgezeichnet beherrschen.

Bekannte Marken für Industrienähmaschinen sind auch hier wiederum Singer und AEG. Beide bieten ein gutes Preis- / Leistungsverhältnis und bieten viel Zubehör in ihrem Angebot.

Nutznaht Nähmaschine

Nutznaht Nähmaschine

Bei einer Nutznaht Nähmaschine handelt es sich um nichts anderes, als um eine gewöhnliche Nähmaschine. Die Maschine erhielt den Namen ‘Nutznaht’ und diese Unterscheidung war früher wichtig, da sie im Gegensatz zu den damaligen Nähmaschinen, die nur Geradstiche nähen konnten, auch andere Stiche in ihrem Repertoire hatte.

Trotzdem wurde der Name beibehalten und wird von vielen Herstellern verwendet, um lediglich zu betonen, dass die Nähmaschine viele Funktionen hat. Für dich ist daher nicht der Name ausschlaggebend, sondern dass du dir die genauen Funktionen der Nutznaht Nähmaschine durchliest, bevor du sie kaufst.

Vorteile
  • viele günstige Produkte, eine Vielzahl von Funktionen
  • große Auswahl
Nachteile
  • bei günstigen Modellen fehlen viele tolle Funktionen

Dir wird beim Vergleich einiger Nutznaht Nähmaschinen vielleicht auffallen, dass nicht alle die gleichen Funktionen haben. Hier spielt die Qualität und der Preisunterschied eine große Rolle. Generell gilt, dass eine etwas teurere Nutznaht Nähmaschine meist mehr zu bieten hat, als eine günstigere.

Viele günstigere Modelle haben beispielsweise keine Knopflochautomatik, ohne die das Nähen etwas mühsamer ist, da du das Knopfloch dann von Hand nähen musst. Auch die Schnelleinfädelung ist eine praktische Funktion, wenn du etwas zittrige Hände hast. Auch diese Funktion hat aber nicht jede Nutznaht Nähmaschine.

Zu den bekanntesten Herstellern von Nutznaht Nähmaschinen gehören Singer und Carina – beide bieten meist Nähmaschinen mit einer Vielzahl von Funktionen an mit einem gutem Preis- / Leistungsverhältnis.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Nähmaschinen ausführlich beantwortet

Im Ratgeberteil beantworten wir dir allgemein wichtige Fragen, um dir die Suche und den Kauf einer Nähmaschine zu erleichtern.

Was kostet eine Nähmaschine?

Nähmaschinen gibt es im Internet in etlichen Onlineshops oder in Discountern zu kaufen. Je nach Marke, Modell und Nähmaschinenart variieren die Preise sehr stark. Nähmaschinen für Anfänger sind deutlich günstiger; diese gibt es bereits für ca. 30 Euro. Durchschnittlich kannst du gute Standard-Nähmaschinen für ca. 200 Euro kaufen. Je nach Programmeinstellungen und Professionalität kann der Preis aber auch deutlich höher sein.

Art durchschnittlicher Preis
Nähmaschine für Anfänger ab ca. 30 Euro
Overlock Nähmaschine ca. 300 Euro
Computernähmaschine ca. 400 – 1500 Euro
Filznähmaschine ca. 400 Euro
Freiarm Nähmaschine ca. 200 Euro
Industrienähmaschine ca. 1200 – 1800 Euro
Nutznaht Nähmaschine ca. 300 Euro

Wir haben dir in der obigen Tabelle die Durchschnittspreise für verschiedene Nähmaschinenarten aufgelistet, damit du einen groben Überblick hast, welche ungefähren Preise dich beim Kauf erwarten. Bedenke: auch wenn es sich um dieselbe Art der Nähmaschine handelt, kann der Preis stark variieren.

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Die erste Nähmaschine wurde von dem Engländer Thomas Saint im Jahre 1790 gebaut. Er baute die Nähmaschine für Schuhmacher. Die Nähmaschine war damals aus Holz. (Bildquelle: Choradet/ 123rf.com)

Wo kann ich eine Nähmaschine kaufen?

Für Nähmaschine, ganz gleich welcher Art, gibt es ein großes Angebot. Du kannst sie sowohl im Internet, als auch im Fachhandel erwerben. Zu bestimmten Zeiten und bei besonderen Aktionen werden Nähmaschinen sogar bei Lidl oder Aldi angeboten. Bei Lidl und Aldi gibt es Nähmaschinen zudem auch noch zu recht günstigen Preisen.

Im Internet findest du ein großes Angebot für Nähmaschinen.

In der Regel ist man mit bekannten Herstellern immer gut bedient; diese bieten in der Regel ein gutes Preis- / Leistungsverhältnis und Nähmaschinen in vielen verschiedenen Arten mit diversen Funktionen an. Beispielsweise gehören Brother und Singer zu den bekanntesten und ältesten Marken von Nähmaschinen.

Der Vorteil beim Kauf im Internet ist, dass du die teils schweren Nähmaschinen nicht selbst nach Hause tragen musst, sondern sie in kurzer Zeit geliefert bekommst. Da es sich um ein Produkt handelt, das oft gekauft wird und die Auswahl an Produkten das ganze Jahr über sehr groß ist, musst du auf deine Lieferung auch nicht lange warten.

Hier siehst du einige Websites, die Nähmaschinen und das jeweilige Zubehör anbieten:

  • amazon.de
  • mediamarkt.de
  • naehmaschinen-center.de
  • saturn.de
  • lidl.de

Du kannst auch gebrauchte Nähmaschinen kaufen. Eine gebrauchte Nähmaschine lohnt sich vor allem für Einsteiger, die zunächst testen wollen, ob das Nähen etwas für sie ist oder nicht. Es gibt hier beispielsweise viele Angebote im Internet auf eBay.

Bei gebrauchten Nähmaschinen solltest du darauf achten, dass diese nicht zu alt sind und dass sie auch wirklich die Funktionen haben, die du bei einer Nähmaschine suchst.

Wie reinige ich eine Nähmaschine?

Je nachdem, wie oft deine Nähmaschine im Einsatz ist, solltest du sie auch ab und zu reinigen. Eine gute und regelmäßige Pflege gewährleistet, dass dir die Nähmaschine noch jahrelang gut erhalten bleibt und einwandfrei funktioniert. Außerdem ist es auch wichtig, dass sie ab und zu geölt wird. Im Folgenden geben wir dir ein paar Tipps zur Pflege und zum Ölen deiner Nähmaschine.

Die Pflege:

  • In jeder Gebrauchsanleitung, oder im Display der Computernähmaschinen, findest du auch nützliche Tipps, wie und wie oft du deine Nähmaschine richtig pflegst. Grundsätzlich wäre es nicht schlecht, wenn du deine Nähmaschine ca. alle vier Wochen säuberst und nach jedem Gebrauch schaust, dass sich bei der Stichplatte keine kleinen Schmutzpartikel gesammelt haben.
  • In der Gebrauchsanleitung könnt ihr nachlesen, wie die Nähmaschine etwas auseinander gebaut werden kann, um somit an den Schmutz heranzukommen. Den Schmutz sollte man sachte wegpusten, damit man im Inneren nichts beschädigt.
  • Auch eine Computernähmaschine pflegst du am Besten laut ihrer eigenen Gebrauchsanweisung. Bei der Pflege solltest du aber unbedingt zuerst die Stromverbindung trennen.
  • Bei der Reinigung empfehlen wir dir, den Schmutz entweder wegzupusten, ihn mit einem Pinsel oder einem Ministaubsauger zu beseitigen. Ministaubsauger gibt es bei Amazon schon für ca. 15 Euro.

Das Ölen:

  • Wann du deine Nähmaschine ölen solltest, merkst du, wenn sie nach einer gewissen Einsatzzeit lauter wird. Du tropfst hierzu nicht mehr als einen Tropfen Öl in die Spule beziehungsweise die Metallräder im Inneren der Nähmaschine. Eine geölte Nähmaschine rattert dann nicht mehr und arbeitet geschmeidig weiter.
  • Wenn du deine Nähmaschine reinigst, solltest du aufpassen, dass sie während und nach der Reinigung trocken bleibt. Deshalb solltest du auch nur so wenig wie nötig Öl verwenden. Das Öl sollte unbedingt Nähmaschinenöl sein, da dies säurefrei ist und die Nähmaschine daher nicht angreift. Nähmaschinenöl gibt es im Baumarkt oder auch bei Amazon zu kaufen.

In dem folgenden Video zeigen wir dir noch einmal, wie du deine Nähmaschine richtig reinigst und ölst:

Wo kann ich meine Nähmaschine reparieren lassen?

Du kannst deine Nähmaschine in einer Werkstatt reparieren lassen. Im Internet findest du Anbieter aus deiner Umgebung. Wie die meisten Reparaturen, die du nicht selbst durchführst, können die Kosten leider sehr hoch sein.Bevor du dich gleich auf die Suche nach einer Werkstatt machst, vergewissere dich zunächst, ob es sich nicht um einen banalen Fehler handelt, den du selbst reparieren könntest.

Achte bei der Reparatur darauf, dass du sachte arbeitest und nicht noch mehr Schaden anrichtest. Im Folgenden geben wir dir ein paar Tipps für Nähmaschinen-Fehler, die du womöglich selbst beheben könntest:

  • Nadel: Oft kommt es vor, dass die Nadeln sich verbiegen oder brechen. Hier ersetzt du dann einfach die Nadel mit einer neuen. Wenn die Nadel ungewöhnlich häufig abbricht, vergewissere dich, ob du auch den richtigen Nähfuß beim Nähen benutzt.
  • Faden: Wenn der Faden ständig reißt, dann kontrolliere, ob es sich um eine originale Spule für die Nähmaschine handelt. Eine Spule, die kein Original ist, kann eine zu starke Spannung des Fadens verursachen, sodass er ständig reißt.
  • Zu hohe Lautstärke: Wenn deine Nähmaschine ungewöhnlich laut arbeitet, dann überprüfe, ob der Spulenkorb verstopft ist. Ein verschmutzter Spulenkorb kann die Ursache für eine laute Maschine sein. Zudem kann auch Stoff, der sich in den Zähnen verfangen hat, die Lautstärke beeinflussen. Schaue also, dass du den Stoff straff hältst.
  • Stillstand: Wenn gar nichts mehr geht, kann das viele banale Gründe geben. Wenn der Nähfuß beispielsweise in der oberen Position ist, dann steht die Maschine still. Auch wenn der Greifer verschmutzt ist, arbeitet sie nicht. Dies sind Kleinigkeiten, die aber immer wieder vorkommen.

Wenn du die Ursache wirklich nicht ohne Hilfe findest, und deine Nähmaschine auch etwas mehr wert war, dann lohnt sich die Reparatur in der Werkstatt. Bei günstigeren Modellen lohnt sich allerdings eher ein Neukauf als eine Reparatur.

Was für Zubehör gibt es für meine Nähmaschine?

Je nachdem, für welche Nähmaschine du dich entscheidest, wird auch Zubehör zu deiner Nähmaschine mitgeliefert. Bei sehr günstigen Nähmaschinen ist das Zubehör allerdings etwas spärlich; daraus folgt, dass du vieles nachkaufen musst und das kann ganz schön teuer werden. Informiere dich vor dem Kauf deiner Nähmaschine daher, welches Zubehör dabei ist.

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Je nachdem, für welche Nähmaschine du dich entscheidest, wird auch Zubehör zu deiner Nähmaschine mitgeliefert. Garn gehört hier nicht dazu – diesen kannst du im Fachgeschäft oder im Internet erwerben. Achte auf gute Qualität, da er sonst schnell reißen kann.
(Bildquelle: Héctor J. Rivas / Unsplash)

In der Regel sind etwas teurere Modelle von bekannten Herstellern wie Brother oder Singer mit dem wichtigsten Zubehör gleich ausgestattet. Grundsätzlich sollten immer Standard Nähfüße dabei sein. Es wäre daher gut, wenn mit deiner neue Nähmaschine beispielsweise auch noch der Reißverschluss- oder der Knopfloch-Fuß mitgeliefert wird.

Das Zubehör für deine Nähmaschine findest du im Fachhandel oder im Internet auf Seiten wie Amazon. Im Folgenden listen wir dir auf, was nach dem Kauf einer Nähmaschinen am Meisten gekauft wird:

  • Nähgarn
  • Nähfüße
  • Nähmaschinennadel
  • Nähmaschinenöl
  • Nähmaschinentisch
  • Nähmaschinentasche

Zu den oben genannten essentiellen Dingen gehören dann natürlich noch professionelle Bücher, Nähkästen, Körbe zum Verstauen der Einzelteile, Reißverschlüsse und Knöpfe, Schneiderpuppen, spezielle Scheren, Maßbänder und noch viele diverse andere Kleinigkeiten, die du leicht im Internet finden kannst.

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Jede Nähmaschine sollte mit ein paar Standardfüßen ausgestattet sein. Falls ein Nähfuß nicht vorhanden ist, kann man ihn als Ersatzteil im Internet erwerben. Erkundige dich daher vor dem Kauf einer Nähmaschine, ob die Nähfüße, die du brauchst, auch dabei sind.
(Bildquelle: Every Angle / Unsplash)

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.geschichte-oesterreich.com/erfindungen/naehmaschine.html

[2] https://www.burdastyle.de/mundschutz_tutorial

[3] https://de.wikihow.com/Eine-Nähmaschine-benutzen

Bildquelle: belchonock/ 123rf.com

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Anke leitet zusammen mit ihrer Zwillingsschwester ein kleines Familienhotel in den Bergen. Vor allem kümmert sie sich um den Küchenbereich und die Innenausstattung des Hotels. Ankes Gäste schätzen an der Unterkunft besonders die freundliche Atmosphäre, die moderne Ausstattung und die tolle Verpflegung.