Messerschärfer
Zuletzt aktualisiert: 07-07-2020

Unsere Vorgehensweise

14Analysierte Produkte

16Stunden investiert

3Studien recherchiert

60Kommentare gesammelt

Schon seit hunderten von Jahren benutzt die Menschheit Messerschärfer, um die stumpfen Klingen wieder auf Vordermann zu bringen. Auch heute sollte in keiner Küche ein solches Schleifgerät fehlen. Ein scharfes Messer bereitet beim Kochen mehr Spaß und sorgt für eine erhebliche Zeiteinsparung. Außerdem ist es sogar weniger gefährlich, mit einem scharfen Messer zu schneiden, als mit einem stumpfen, welches jederzeit abrutschen könnte.

In unserem Messerschärfer Test 2020 behandeln wir dieses Küchenutensil ausführlich. Wir erklären dir, welche Varianten von Messerschärfern es gibt und was beim Kauf zu beachten ist. Zusätzlich findest du weiter unten eine Anleitung, wie du richtig mit einem Messerschärfer umgehst. Viel Spaß beim Lesen!

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Messerschärfer bringt deine stumpfen Küchenmesser wieder zur optimalen Schärfe. Du musst dir also keine neuen Messer kaufen, sondern kannst sie jederzeit wieder schärfen.
  • Neben elektrischen Messerschärfern, die den Schleifprozess motorisch übernehmen, gibt es auch Schleifsteine und Wetzstäbe, mit denen du mit ein wenig Übung deine Messer selbst schleifen kannst.
  • Beim Kauf gibt es einige Dinge zu beachten. Das richtige Schleifmaterial, die integrierten Schleifstufen und diverse Zusatzfunktionen werden in diesem Artikel näher behandelt und übersichtlich dargestellt.

Messerschärfer Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Messerschärfer mit Allround-Ausstattung

Der Messerschärfer der Firma Adoric ist der perfekte Messerschärfer für deine Küche. Er besteht aus drei Stufen: Wolfrahmstahl für Grobschliff, Diamant für mittelfeinen Schliff und Keramik für den Feinschliff.

Kunden gefällt vor allem, dass dieses Gerät sehr leicht zu bedienen ist und wenig Körperkraft erfordert. Der ergonomische Griff schützt vor Abrutschen und macht dieses Gerät daher sehr sicher.

Der beste Messerschärfer mit elektrischer Bedienung

Der Graef Diamant-Messerschärfer ist ein praktisches, elektrisches Schleifmittel, das wenig Platz einnimmt. Mit der Diamantscheibe können Messer schonend, schnell und präzise geschliffen werden. Durch den 20 Grad Schleifwinkel erzielt man immer perfekte Schleifergebnisse.

Das Gewicht und die Haptik wird von Käufern besonders hoch gelobt. Auch die drei integrierten Stufen machen den Graef Diamant-Messerschärfer zu einem besonderen Gerät. Voraussetzung für das richtige Schleifen der Messer ist, die mitgelieferte Anleitung zu lesen.

Der beste Messerschärfer mit Wetzstahl

Der Winzbacher Original Profi Messerschärfer Wetzstahl besteht aus gehärtetem Edelstahl und einem ergonomisch geformten, rutschfesten Griff. Dies verleiht dem Stab seine sichere Handhabung. So gut wie alle herkömmlichen Küchenmesser können mit diesem Gerät geschärft werden. Sei es ein Damastmesser, Fleischmesser, Kreismesser, Klappmesser, Küchenmesser oder Kochmesser.

Kunden geben an, dass dieser Wetzstahl auch gut geeignet ist, Sichel und Sense zu schärfen. Auch der günstige Preis macht dieses hochwertige Produkt zu einem Must-Have für jeden, der sich nach einem scharfen Messer sehnt.

Der beste Messerschärfer in Form eines Schleifsteins

Der BearMoo Abziehstein steht für ausgezeichnete Schärf- und Schleifleistung. Der 2-in-1 Wetzstein hat zwei Schleifstufen mit einer Körnung von 1000 und 4000. Damit ist er für die meisten Schleifoperationen bestens geeignet. Der rutschfeste Silikonhalter hält den Schärfstein sicher an seinem Platz, sodass er nicht abzurutschen droht.

Käufer sind mit diesem Produkt sehr zufrieden, da er leicht zu bedienen ist und jedes Messer wieder zu einer ordentlichen Schärfe bringt. Wenn der Stein – aus welchen Gründen auch immer – doch nicht passen sollte, gibt es eine 30 Tage stress-freie Rückerstattung.

Kauf- und Bewertungskriterien für Messerschärfer

In diesem Abschnitt werden wir dir zeigen, welche Aspekte beim Erwerb eines Messerschärfers zu beachten sind.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die verschiedenen Messerschärfer miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den folgenden Absätzen gehen wir näher auf die einzelnen Kriterien ein, damit du diese für deine Entscheidung besser einordnen und beurteilen kannst.

Typen von Messerschärfern

Bei Messerschärfern kann man zwischen drei verschiedenen Typen unterscheiden. Neben Wetzstählen, Schleifsteinen und Schärfgeräten kann man die Modelle noch weiter unterteilen in elektrische und manuelle Schärfer.

Profis und Hobbyköche schwören auf die professionelle Verwendung von Wetzstählen und Schleifsteine. Diese Schleifmethode ist zwar komplizierter als mit herkömmlichen Schärfgeräten, nach einigem Training ist es aber auch für den Otto Normalverbraucher zu erlernen und gute Schleifergebnisse zu erzielen.

Der Vorteil von elektrischen oder manuellen Schärfgeräten im Gegensatz zu professionellen Methoden liegt vor allem in der Zeitersparnis und der Einfachheit. Falls du dich gegen eine professionelle Schärfmethode entscheidest, dann bist du mit herkömmlichen Geräten auch gut ausgestattet.

Schleifmaterial

Vor dem Kauf eines Messerschärfers ist es von absoluter Notwendigkeit zu wissen, aus welchem Material deine Messerklinge besteht. Während die Funktion im Grunde bei jedem Gerät gleich ist, liegt der Unterschied im Schleifmaterial. Dieses muss nämlich immer härter sein als das zu schärfende Messer. Die Eigenschaft des Materials spielt daher beim Schärfen eine extrem wichtige Rolle.

Das Schleifmaterial muss immer härter sein als das zu schärfende Messer.

Ein Keramik Messerschleifer ist zum Beispiel nicht in der Lage, ein Diamant Messer zu schleifen. Da Diamant härter ist als Keramik, würde sich hierbei der Messerschärfer mehr abschleifen als das Messer selbst.

Die am häufigsten verwendeten Materialien für Messerschärfer sind Diamant, Keramik und Stahl. Je härter also das gekaufte Schärfmittel ist, desto sicherer kannst du dir sein, dass dein Messer nach dem Schleifvorgang wieder scharf ist.

Schleifstufen

Ein weiteres Kaufkriterium für Messerschärfer sind die Anzahl der Schleifstufen, die ein Modell mit sich bringt. Neben Schleifern mit nur einer Stufe kann ein Gerät auch bis zu vier Stufen enthalten.

Die Schleifsteine der verschiedenen Stufen unterscheiden sich anhand der Körnung des Materials. Dabei wird zwischen Vorschliff, Hauptschliff und Feinschliff unterschieden. Bei Messerschärfern mit vier Stufen wird die erste Stufe zur Materialabtragung bis hin zur Oberflächenvergütung verwendet. Die Mehrheit der Geräte besitzt aber nur drei Stufen.

Die Schleifstufen unterscheiden sich zwischen Vorschliff, Hauptschliff und Feinschliff.

Beim Kauf von Wetzsteinen benötigt man daher oft drei unterschiedliche Steine, um den Umfang von drei Stufen zu besitzen. Handschleifer weisen allerdings oft mehrere Stufen in einem Gerät auf, die diese Art von Geräten zu einem praktischen Küchenutensil machen.

Die Schärfe deines Messers gibt an, welche Stufen du beim Schleifen verwenden solltest. Ein sehr stumpfes Messer wird durch die diamantbeschichteten Schleifkörper im Geräte mit der ersten Stufe vorgeschliffen. Die zweite Stufe ist ideal geeignet für den regelmäßigen Nachschliff deines Messers. Um ein äußerst robustes und scharfes Messer zu erhalten, wird die dritte Stufe verwendet. Diese wirkt als Abzieh- und Polierphase und poliert mittels einer Keramikscheibe die Schneide.

Falls deine Intention beim Schleifen nur ist, dein Messer ein wenig zu schärfen, reicht auch ein Produkt mit nur einer Stufe. Wer jedoch daran interessiert ist, seinem Messer eine ausführliche Pflege zu verpassten, sollte sich ein Gerät mit mehreren Stufen überlegen.

Größe des Messerschärfers

Ein Messerschärfer ist in den meisten Fällen nicht sehr groß und passt daher in jede Küche. Allerdings kann es zwischen Schärfgeräten zu Unterschieden kommen, die in den folgenden Absätzen genauer erläutert werden.

foco

Ob du einen kleinen, handlichen oder vielleicht doch einen etwas größeren Messerschärfer kaufst, liegt daran, wo du ihn verwenden möchtest.

Ist deine Intention, bei einem Campingurlaub deine Messer zu schärfen, so ist ein sehr kleiner Schärfer geeignet. Teilweise gibt es die Geräte auch schon im Schlüsselanhängerformat.

Dabei muss man zwischen den verschiedenen Gerätearten unterscheiden. Wetzstähle sind zwar dünn, können aber dafür eine Länge von bis zu 50cm aufweisen. Schleifsteine dagegen sind relativ flach, benötigen aber durch ihre große Schleiffläche mehr Platz.

Pauschal lässt sich nicht sagen, welche Größe Messerschärfer durchschnittlich haben. Grundsätzlich gilt aber: Je größer, desto professioneller.

Gewicht des Messerschärfers

Wie schwer ein Messerschärfer ist, liegt hauptsächlich an der oben beschriebenen Größe des Gerätes. Die kleineren Schärfer für den Haushalt oder Outdoor-Schärfer kann man schon ab wenigen Gramm erwerben. Professionelle Schleifmittel bringen schon mehr Gewicht auf die Waage.

Beim Schleifen ist ein schwererer Messerschärfer angenehmer zu bedienen.

Beim Schleifen kann ein schwererer Messerschärfer angenehmer zu bedienen sein. Durch das Gewicht ist er nicht so leicht zu verrutschen und fühlt sich daher sicherer an.

Allgemein kann man aber sagen, dass die verschiedenen Schleiftypen, bedingt durch die unterschiedlichen Formen, auch im Gewicht stark variieren können.

Zusatzfunktionen

Will man neben dem Schleifen von Messern auch andere Dinge wie zum Beispiel Scheren, Rasenmäher-Messer oder Taschenmesser schärfen, so stellt sich die Frage, ob sich das mit einem Messerschärfer auch bewerkstelligen lässt.

Da es sich bei einer Schere um nichts anderes als zwei Messer handelt, ist es auch möglich diese mit einem Wetzstab oder einem Schleifstein zu schärfen.

Auch Brotmesser mit Wellenschliff sind unter Berücksichtigung des richtigen Schleifwinkels mit diesen beiden Produkten einwandfrei zu schärfen.

Bei elektrischen oder manuellen Messerschärfern ist allerdings zu beachten, ob diese für andere Messer oder Scheren geeignet sind. Oft haben diese nur eine kleine Einkerbung für gewöhnliche Küchenmesser. Da ein Rasenmäher-Messer oder eine Schere deutlich breiter sind als diese Kerbung, ist es nicht möglich, diese mit dem Gerät zu schärfen.

Messerschärfer für Linkshänder

Auch wenn es Linkshänder oft schwerer haben als Rechtshänder, beim Erwerb eines Messerschärfer stellt dies keine Probleme dar. Bei unserer Recherche sind wir auf kein Gerät gestoßen, welches nicht für Linkshänder geeignet wäre. Wenn es darum geht, sein Küchenmesser zu schärfen, herrscht also ausnahmsweise Gleichberechtigung für Rechts- und Linkshänder.

Entscheidung: Welche Arten von Messerschärfern gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Es gibt verschiedene Arten von Messerschärfern, um die unterschiedlichen Messertypen zu schärfen. In der nachfolgenden Tabelle haben wir dir die drei weit verbreitetsten Arten übersichtlich aufgelistet:

Art Vorteile Nachteile
Schärfgerät manuell oder elektrisch einfacher zu bedienen Schärfe wird oft vom Gerät vorgegeben
Wetzstahl geringe Materialabnutzung, wirkt sehr professionell Übung notwendig, nicht für stumpfe Messer geeignet
Schleifstein sehr gutes Ergebnis, kontrollierter Materialabrieb Übung notwendig, zeitaufwendig

In den untenstehenden Absätzen wollen wir auf jede Art genauer eingehen, um dir die Kaufentscheidung zu erleichtern und dir für jeden Typ seine Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

Schärfgeräte manuell und elektrisch

Schärfgeräte manuell und elektrisch

Für Laien, die nicht unbedingt eine eigene Schleiftechnik erlernen wollen, ist ein Schärfgerät die richtige Wahl. Dabei stellt sich die Frage, ob man ein manuell oder elektrisch betriebenes bevorzugt.

Manuell

Vorteile
  • Schleifergebnis selbst bestimmbar
Nachteile
  • braucht etwas Übung

Während elektrische Schleifgeräte auf den gewöhnlichen Haushalt abzielen, schwören Profis auf manuelle Produkte. Diese brauchen aber ein wenig Übung, um das perfekte Schärfeergebnis zu erzielen. Es kann aber auch bei elektrischen Geräten nicht immer einfach sein, das Messer im richtigen Winkel einzusetzen. Der Vorteil dieses Schleiftyps liegt vor allem in der Zeitersparnis.

Elektrisch

Vorteile
  • einfacher zu bedienen
Nachteile
  • Schärfe wird vom Gerät vorgegeben

Wer sich allerdings ein wenig mit der manuellen Methode beschäftigt, schafft es auch mit ein wenig Geschick diese nach kurzer Zeit zu beherrschen. Dann dauert es auch nicht länger als mit einem elektrischen Gerät und man kann zusätzlich die Schärfe des Messers selbst bestimmen.

Wetzstahl

Wetzstahl

Ein Wetzstahl – oder auch Wetzstab genannt – ist in Küchen am weitesten verbreitet. Dieser lässt sich auch oft in einem hochwertigen Messerset finden. Der Wetzstahl ist für Messer vorgesehen, die langsam ihre Schärfe verlieren und nachgeschliffen werden müssen.

Der Stab korrigiert die Schärfe des Messers nur leicht und wird meist vor jedem Gebrauch angewendet. Dabei ist der Winkel zu beachten, mit dem man die Klinge am Wetzstahl hin- und herbewegt. Dieser liegt im Optimalfall zwischen 15 und 20 Grad. Um die komplette Klinge zu schärfen ist es wichtig, wirklich von der Spitze bis zum Griff zu schleifen.

Vorteile
  • optimales Schärfeergebnis
  • geringe Materialabnutzung
  • wirkt sehr professionell
Nachteile
  • Übung notwendig
  • nicht für stumpfe Messer geeignet

Um mit einem Wetzstab schnelle Ergebnisse zu erzielen, bedarf es an Übung. Wer aber gerne immer scharfe Messer in der Küche haben will, der wird mit diesem Gerät sehr zufrieden sein. Und seien wir uns ehrlich, es sieht sehr professionell und cool aus, wenn man die Technik beherrscht.

Schleifstein

Schleifstein

Ein Schleifstein wird hauptsächlich für schon stumpfe Messer verwendet. Diese Art von Schärfgeräten gibt es bereits seit Jahrhunderten. Neben Messern wurden mit Schleifsteinen auch Schwerter und andere Klingenprodukte zur perfekten Schärfe gebracht.

Der Schleifstein wird auch oft Wasserstein genannt, da dieser mit Wasser benetzt und dadurch die Reibung reduziert wird. Dabei wird dieser gekühlt und das Messer kann somit schonend geschärft werden.

Vorteile
  • sehr gutes Ergebnis
  • kontrollierter Materialabrieb
Nachteile
  • Übung notwendig
  • zeitaufwendig

Auch beim Schleifstein gehört etwas Übung dazu, um das perfekte Ergebnis zu erzielen. Es ist von absoluter Wichtigkeit, die Klinge im richtigen Winkel anzusetzen, um das Messer nicht kaputt zu schleifen. Das hat man aber schnell heraus und erfreut sich dann noch mehr über ein scharfes Messer.

Wer nicht nur stumpfe Messer schleifen will, sondern auch einen Nach- oder Feinschliff für abgenutzte Klingen durchführen möchte, der sollte sich entweder einen Kombinationsstein oder mehrere Schleifsteine besorgen. Durch die unterschiedliche Körnung des Steins wird ein anderes Schleifergebnis hervorgerufen. Je feiner die Körnung, desto feiner der Schliff. Für den Hauptschliff ist eine Körnung von 1000 geeignet, für einen Feinschliff empfehlen wir eine Körnung von 6000.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Messerschärfer ausführlich beantwortet

Was ist ein Messerschärfer und welche Vorteile bringt er mit sich?

Ein Messerschärfer ist, wie der Name schon sagt, ein Werkzeug mit dem du deine Messer schärfen kannst. Dieses Utensil sollte in keiner Küche fehlen.

Mit dem richtigen Schleiftyp lassen sich auch Scheren, Rasenmäher-Messer oder Taschenmesser schärfen.

Der größte Vorteil eines solchen Gerätes ist, dass es nicht mehr notwendig ist, sich ein neues Messer zu kaufen, wenn dieses stumpf ist. Durch das Schleifen erhältst du wieder ein voll funktionsfähiges Schneidewerkzeug, das mehr Spaß beim Kochen macht. Durch die Schärfe rutscht man beim Schneiden weniger leicht ab und verringert somit die Verletzungsgefahr.

Messerschärfer-1

Ein Schärfgerät braucht nicht viel Platz in der Küche und ist noch dazu eines der praktischsten Haushaltshilfen.
(Bildquelle: Eduardo Froza – Unsplash)

Es ist aber nicht nur möglich, herkömmliche Küchenmesser zu schleifen. Mit dem richtigen Schleiftyp lassen sich auch Scheren, Rasenmäher-Messer oder Taschenmesser schärfen. Somit spart man sich eine Menge Geld und vor allem auch Zeit.

Wie funktioniert ein Messerschärfer?

Mittels Messerschärfer kannst du die Schneide deiner Klinge wieder schärfen. Die Funktion ist dabei bei jedem Gerät gleich. Der Unterschied in den verschiedenen Schleifmodellen liegt vor allem im Schleifmaterial. Diamant, Stahl oder Keramik sind die herkömmlichsten Materialien, für die man sich entscheiden kann.

  • Manuelle Messerschärfer: Bei manuellen Messerschärfern wird die Klinge durch eine Führerschiene gezogen. Um ein scharfes Messer zu erhalten, muss das Schleifmaterial härter sein als die Klinge. Bei sehr günstigen Modellen kann es vorkommen, dass zu weicher Stahl als Schleifmaterial verwendet wird. Dies führt zu einem nicht zufriedenstellendem Schleifergebnis.
  • Elektrische Messerschärfer: Bei elektrischen Messerschärfern muss man lediglich das Messer in die dafür vorgesehene Führerschiene legen und das Gerät erledigt den Rest. Die Bewegung, die sonst per Hand durchgeführt werden würde, passiert durch einen elektrischen Motor. Bei diesen Modellen gibt es auch oft mehrere Schleifstufen, die von Vorschliff, über Hauptschliff, bis hin zu Feinschliff gehen.
  • Schleifstein: Bei einem Schleifstein muss die Klinge des Messers im richtigen Winkel über die Oberfläche des Steins gezogen werden. Der aus Asien stammende Wasserstein ist dafür besonders geeignet. Man muss ihn bloß mit Wasser benetzen und erhält perfekte Schleifergebnisse. Ein Nachteil davon ist der zeitintensive Schleifvorgang.
  • Wetzstahl: Bei einem Wetzstahl oder Wetzstab wird die Klinge des Messers an einem Stab rauf und runter bewegt. Diese Technik erfordert ein wenig Übung, kann aber auch viel Spaß bereiten. Küchenprofis verwenden solche Wetzstäbe mehrmals täglich, um immer den perfekten Schliff zu erhalten.

Was kostet ein Messerschärfer?

Messerschärfer gibt es in allen Preisklassen. Vom günstigen Gerät für den normalen Haushalt bis hin zu Profigeräten, die sich in der Preis-Oberklasse bewegen. Dein Messerschärfer sollte qualitativ hochwertig sein, um längere Zeit damit auszukommen und ein gutes Schleifergebnis zu erhalten. Sehr billige Geräte sind oft von minderwertiger Qualität und erfüllen somit nicht ihren Zweck.

Messerschärfer-2

Mit einem Schleifstein ist zwar der Schleifaufwand höher, das Ergebnis kann sich aber auf jeden Fall sehen lassen.
(Bildquelle: 7241990 – Pixabay)

Zwischen den unterschiedlichen Schleiftypen sind die Preisspannen sehr unterschiedlich. Der Preisunterschied hängt dabei vor allem vom Schleifmaterial ab, welches verwendet wird. Weiches und billiges Material bereitet oft mehr Schwierigkeiten und Kosten, als es einem hilft. Die Lebensdauer und Haltbarkeit einer extrem preiswerten Variante verringert sich mit Fallen des Preises.

Die nachfolgende Tabelle soll dir einen kurzen Überblick geben, mit welchen Preisen du rechnen kannst bei den unterschiedlichen Geräten:

Typ Preis
elektrisches Schärfgerät ca. 30 – 300€
Schleifstein ca. 20 – 140€
Wetzstahl ca. 10 – 70€

Wo kann ich einen Messerschärfer kaufen?

Messerschärfer kannst du sowohl im Fachhandel, als auch in Möbelhäusern, Kaufhäusern und Supermärkten käuflich erwerben. Natürlich gibt es solche Geräte auch in diversen Online-Shops, in denen man sie gut vergleichen kann und oft billiger bekommt.

Die nachfolgende Liste zeigt dir, in welchen Online-Shops du auf jeden Fall fündig wirst:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • otto.de
  • pearl.de

Hier wirst du auch mit Sicherheit fündig:

  • Mediamarkt
  • OBI
  • Hornbach
  • XXXLutz

Welche Arten von Messern kann ich schärfen?

Mit einem Messerschärfer ist es nicht nur möglich, herkömmliche Küchenmesser zu schärfen. Praktisch jede Art von Klinge kann mit einem solchen Gerät geschliffen werden.

Dabei ist wie bereits erwähnt darauf zu achten, dass das Schleifmaterial härter ist als das der Klinge.

Das trifft aber hauptsächlich auf Schleifsteine und Wetzstäbe zu, die manuell zu bedienen sind. Küchenmesserschärfer haben eine Führerschiene, in die oft nur Messer und keine Schere passt.

Welche Alternativen gibt es zu Messerschärfern?

Traust du dir das Messerschleifen selbst nicht zu oder willst du dir aus welchem Grund auch immer kein Gerät zulegen, so gibt es auch Möglichkeiten, deine stumpfen Messer schleifen zu lassen.

Stahlwarenhändler oder Werkstätten bieten oft auch einen Messerschleif-Service an. Hier kannst du jede Art von Messern schleifen lassen, da solche Anbieter immer über ausreichend Werkzeug verfügen. Preistechnisch kommt es dabei auf die Größe des Messers an.

Messerschärfer-3

Beim Messerschleifen ist es sehr wichtig, den richtigen Winkel einzuhalten. Dieser liegt zwischen 15 und 20 Grad.
(Bildquelle: Ben Kerckx – Pixabay)

Ein kleines Messer kostet ca. 6€, während das Schärfen einer größeren Klinge schon um die 15€ kosten kann. Da beim Schleifen aber ein Profi Hand angelegt hat, kannst du dir sicher sein, dass das Ergebnis sehr gut sein wird.

Auch verschiedene Online-Händler bieten das Schärfen von Messern an. Dabei musst du dein Messer per Versanddienst an das Unternehmen schicken und erhältst das geschliffene Messer ein paar Tage später wieder zurück. Die Kosten sind dabei ähnlich hoch wie bei einer lokalen Schleiferei. Diese Methode ist aber zeitaufwendiger.

Falls du dein Messer also nicht selbst schleifen willst, gibt es immer noch die Möglichkeit, es von einem Profi erledigen zu lassen. Auf dessen Ergebnis ist auf jeden Fall Verlass!

Wie schleife ich ein Messer mit dem jeweiligen Schleiftyp richtig?

In diesem Absatz erklären wir dir, wie du am besten mit einem Messerschärfer umgehst. Dabei unterscheiden wir zwischen Wetzstahl, Schleifstein und manuellem Schleifgerät.

Wetzstahl

Bei einem Wetzstahl ist es wichtig, das Messer im richtigen Winkel von 15 bis 20 Grad zu schleifen. Dabei sollte die komplette Klinge am Stab entlang geführt werden.

Schritt 1

  • Den Wetzstahl in die linke (für Linkshänder in die rechte) Hand nehmen
  • Das Messer im 90 Grad Winkel darauflegen
  • Den Winkel halbieren auf 45 Grad, nochmal halbieren auf ca. 20 Grad und dann den Winkel mit dem Handgelenk “merken”

Schritt 2

  • Das breite Messerblatt (beim Messergriff) an die Spitze des Wetzstabs ansetzen
  • Mit leichtem Druck von oben nach unten bewegen
  • Das Messer mit der Abwärtsbewegung gleichzeitig vom Messergriff über die Spitze des Messers rauswärts bewegen

Schritt 3

  • Abwechselnd vordere und hintere Seite des Messers schleifen
  • Fünf bis zehn Mal den Vorgang wiederholen

Schleifstein

Schleifsteine werden mit Wasser verwendet, um die Reibung und damit die Wärme zu reduzieren. Die meisten Steine haben zwei unterschiedlich gekörnte Seiten. Eine gröbere für den Grobschliff und eine feinkörnige Seite für den finalen Abzug.

Bei dieser Methode ist auch der Winkel zu beachten. Europäische Messer sollte man mit einem Winkel von 15 Grad schleifen, während japanische Messertypen mit 10 Grad geschliffen werden. Die Schleifgeschwindigkeit spielt dabei keine große Rolle.

Schritt 1

  • Winkel einstellen und “merken”
  • Mit der Messerspitze die Messerklinge mit gleichmäßigem Druck und in einem leichten Bogen über den Schleifstein bewegen
  • Vorderseite und Hinterseite abwechseln und dabei darauf achten, dass man von der Spitze bis zum Griff schleift

Schritt 2

  • Schärfe überprüfen, dabei mit dem Daumen entlang der rückseitigen, geschärften Kante fahren und abtasten, ob die Klinge einen gleichmäßigen Grat aufweist (Vorsicht: Verletzungsgefahr!)
  • Ist der Grat nicht gleichmäßig, Schritt 1 wiederholen

Schritt 3

  • Die feinkörnige Seite verwenden und den Schleifvorgang in gleicher Art und Weise fortsetzen
  • Mit geringerem Druck arbeiten, aber in einer Bogenform
  • Wenn kein Grat mehr zu spüren ist, ist der Vorgang beendet

Manuelles Schleifgerät

Bei manuellen Schleifgeräten ist es wichtig, sich vorher die beigelegte Anleitung durchzulesen. Diese Art von Messerschärfern sind relativ leicht zu bedienen. Man muss das Gerät bloß gut fixieren und dann das Messer durch die vorgegebene Führungsschiene durchziehen. Wenn es sich um ein mehrstufiges Gerät handelt, ist es wichtig zu beachten, welche Schiene man zuerst benutzt.

Wie oft kann ein Messer geschliffen werden?

Ein Messer kann grundsätzlich immer geschliffen werden. Am besten ist es allerdings, dies kurz vor dem Gebrauch zu tun. Wenn du die Klinge vor jeder Verwendung scharf machst, erhältst du immer ein perfektes Schneidergebnis. Somit hat es auch keine Möglichkeit, stumpf zu werden.

Willst du allerdings nicht so viel Zeit in das Schärfen deines Messers investieren, ist es natürlich auch in Ordnung es erst zu schärfen, wenn es stumpf ist. Das kannst du leicht feststellen, indem du probierst, ein Stück Papier zu zerschneiden.

Zusätzlich solltest du aufpassen, dass du dein Messer mit der Hand spülst und es so wenig wie möglich mit salzhaltigen oder sauren Speisen in Berührung kommt.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.springlane.de/magazin/messerschaerfer-das-muessen-sie-wissen/#Der_Schleifstein

[2] https://lorenzi.co.at/schleifservice/

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Messersch%C3%A4rfer

Bildquelle: Lake/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Jan ist ein passionierter Koch und arbeitet in einer Sterneküche. Neben seinem Hauptberuf als Koch, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, interessierten Menschen dabei zu helfen, die richtigen Rezepten und Küchenutensilien zu finden. Vor allem interessiert sich Jan für die diversen Messer und vertritt die Meinung, dass ein gutes Messer in der Küche unerlässlich ist.