Hörgerät
Zuletzt aktualisiert: 09-07-2020

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Hörgeräte ermöglichen es dir trotz Hörverlust deinen Alltag normal anzugehen. Mit ihren modernen und dezenten Designs und neusten Technologien sind die Hörgeräte fast unsichtbar für andere und bieten dir ein breites Spektrum an Funktionen an. Ob Geräuschreduzierung, Tinnitus Cancelling oder Bluetooth-Funktion, die Im-Ohr und Hinter-dem-Ohr Hörgeräte eignen sich für alle Stufen der Schwerhörigkeit und gleichen deinen Hörverlust aus.

In diesem Hörgerät Test 2020 findest du alle Informationen und Fragen an einem Ort. Wir wollen dir dabei helfen, das richtige Hörgerät für dich zu finden, unabhängig von deiner Stärke des Hörverlusts. Mit unseren Bewertungskriterien und Antworten kannst du die unterschiedlichen Hörgerät-Modelle miteinander vergleichen und dir die Kaufentscheidung erleichtern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hörgeräte können bei allen Schwerhörigkeitsstufen und -arten eingesetzt werden. Von Tinnitus bis starken Tieftonschwerhörigkeit, auf dem Markt findest du für jedes Problem ein passendes Hörgerät.
  • Es gibt zwei Hörgerätarten, die Im-Ohr Modelle und die Hinter-dem-Ohr Modelle. Die Im-Ohr Hörgeräte sind vor allem für leichte bis mittelstarke Hörverluste geeignet. Leidest du an starker Schwerhörigkeit, dann sollst du dir die Hinter-dem-Ohr Hörgeräte anschauen.
  • Wenn du vom Arzt ein Hörgerät verschrieben bekommst, dann ist die Krankenkasse gesetzlich dazu verpflichtet einen Teil oder den ganzen Betrag der Hörgerätkosten zu übernehmen. Du musst nur die Rezeptgebühr bezahlen. Somit kannst du dein Hörgerät für nur 10 Euro pro Ohr bekommen.

Hörgerät Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Hörgerät für Neulinge

Das unsichtbare Hörgeräte von Mnii ist ein Im-Ohr Modell, dass du benutzen kannst, um mit Hörgeräten vertraut zu werden. Man kann sie einzeln oder als Paar kaufen, sie kommen mit drei verschiedenen Ohrstöpselgrößen und die Lautstärke kann direkt am Gerät angepasst werden.

Wenn du dich noch nicht für ein Hörgerät entschieden hast und zuerst ein Im-Ohr Modell ausprobieren willst, dann schau dir das Mnii Modell an. Mit dem attraktiven Preis ist es ein gutes Basismodell für das gelegentliche Hörgerät.

Das beste Hörgerät fürs kleine Budget

Das Hinter-dem-Ohr Hörgerät von PSA Audiben Premium ist eine budgetfreundliche Alternative zu den rezeptpflichtigen Hörgeräten. Mit dem Schalter an der Schalle kann die Lautstärke angepasst werden. Zudem verfügt das Hörgerät über 3 Programme, die Umgebungsgeräusche reduzieren und die Klangqualität verbessern.

Hast du etwas Mühe mit dem Gehörsinn, willst aber kein teures Hörgerät zulegen, dann empfehlen wir dir das Hörgerät von PSA. Mit dem Lautstärkeregler und den Programmen ist es zu diesem Preis das ideale rezeptfreie Hörgerät.

Das beste Hörgerät für leichten Hörverlust

Das Claratone PFE001 Hörverstärker RS1 Hörgerät ist das Hinter-dem-Ohr-Hörgerät für erstklassigen Hörkomfort. Mit 4 Programmen zur Sprachverstärkung lässt sich das Hörgerät perfekt in den Alltag integrieren. Ob zu Hause, in der Vorlesung oder beim Restaurantbesuch, das Hörgeräüt von Claratone ermöglicht es dir dein Gehörsinn zu verbessern.

Das Hörgerät von Claratone ist das ideale Gerät für dich, wenn du ein Hörgerät für deinen Alltag brauchst. Mit 20 Lautstärkestufen kannst du das Hörgerät an jeden Lärmpegel anpassen und deinen leichten Hörverlust ausgleichen.

Kauf- und Bewertungskriterien für Hörgeräte

Die unterschiedlichen Hörgeräte auf dem Markt lassen sich durch verschiedene Punkte unterscheiden. Wir haben für dich Bewertungskriterien herausgesucht, die dir dabei helfen sollen, das passende Modell zu finden.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Hörgeräte miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den nächsten Abschnitten findest du weitere Informationen zu den aufgelisteten Kriterien.

Hörverlust

Hörgeräte unterscheiden sich in ihrer Funktion ja nach Art und Stärke des Hörverlusts. Einige Modelle sind für leichte Höreinschränkungen gemacht, während andere für mittel bis starke Hörverluste produziert werden.

Für unterschiedliche Hörverlustarten gibt es bestimmte Hörgeräte, die diesen Verlust ausgleichen.

Man unterscheidet häufig zwischen Schallleitungsschwerhörigkeit, sensorineuralem Hörverlust und kombiniertem Hörverlust, welcher aus einer Kombination der anderen zwei besteht.

Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit übertragen sich Schallschwingungen nicht mehr ins Innenohr und die Sprache wird nicht mehr deutlich wahrgenommen. Das Hörgerät erhöht diesen Schalldruck und behebt dadurch diese Form von Schwerhörigkeit.

Bei sensorineuralem Hörverlust gelangen bestimmte Frequenzen nicht mehr zum Gehirn und es entwickelt sich ein verfälschtes Sprachverstehen, weil einige Laute ausfallen. Durch das richtige Hörgerät lässt sich dieser Funktionsverlust des Gehörs ausgleichen.

Hat man beide Schwerhörigkeiten, dann spricht man von kombiniertem Hörverlust. Je nach Ausprägung kann dieser mit Medikamenten behoben werden. Bei mittelstarkem Verlust kann ein passendes Hörgerät eingesetzt werden.

Die unterschiedlichen Hörgerät-Modelle unterscheiden sich in der Funktion von der Art des Hörverlusts. Achte deshalb beim Kauf, dass du das passende Hörgerät für dein Problem und deine Stärke wählst. Am besten lässt du dich von einem Arzt oder einer Fachperson genau beraten.

Bedienbarkeit

Du kannst bei Hörgeräten Lautstärke und andere Parameter regulieren, sodass es für dich richtig passt. Das geschieht oft am Hörgerät selber, es gibt aber Modelle, die mit einer Fernbedienung kommen oder die du mit deinem Smartphone verbinden kannst.

Bei Hörgeräten mit Fernbedienung bekommst du ein kleines und schlichtes Fernbedienungsgerät, über welches du die Lautstärke und die Modi variieren kannst. Du kannst so Umgebungsgeräusche ausblenden lassen, die Lautstärke der einzelnen Hörgeräte einstellen und in einigen Fällen sogar zu weiteren Geräten eine drahtlose Verbindung aufstellen. So kannst du dein Hörgerät zum Beispiel zum Fernseher oder zum Laptop anschließen.

Du kannst dich über Bluetooth mit deinem Smartphone verbinden und so die Einstellungen anpassen.

Moderne Hörgeräte kannst du auch einfach über Bluetooth mit deinem Smartphone verbinden und alle Einstellungen über eine App regulieren. So brauchst du nicht zusätzlich immer eine Fernbedienung dabei zu haben.

In der App findest du unterschiedliche Optionen zur Lautstärke, die Aktivierung der Geräuschreduzierung oder auch Schallpegeldaten der Umgebung. So hast du all deine nützliche Information und Funktionen an einem Ort.

Die unterschiedlichen Varianten der Bedienbarkeit erleichtern dir die Benutzung eines Hörgeräts und geben dir die Möglichkeit dein Hörgerät unkompliziert an deine Bedürfnisse anzupassen. Wähle beim Kauf das Modell für dich mit der bevorzugten Bedienbarkeit.

Geräuschreduzierung

Bei mittelschweren bis starken Hörverlusten ist es umso schwieriger andere Personen zu verstehen, wenn die Umgebungsgeräusche besonders stark sind. Hörgeräte haben meistens Noise Cancelling Funktionen, die diese Geräusche reduzieren oder ganz eliminieren.

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Manche Hörgeräte haben unterschiedliche Modi, die du einstellen kannst, je nach dem in welcher Umgebung du dich aufhältst.

So kannst du in der Natur den Wind “ausschalten”, in der Stadt den Verkehrslärm minimieren oder in großen Hallen den Lärmpegel senken.

Leidest du an starker Schwerhörigkeit, dann empfehlen wir dir ein Hörgerät zuzulegen, welches mehrere solche Geräuschreduzierungs-Optionen hat. So kannst du in jeder Situation den störenden Lärm minimieren, um dich auf das Wichtige zu fokussieren.

Batterietyp

Hörgeräte können entweder von Batterien oder von wieder aufladbaren Akkus betrieben werden. Bei den Batterien musst du aufpassen, dass du den richtigen Typ für dein Hörgerät wählst. Nicht jede Batterie passt von der Größe her in jedes Hörgerät. Die unterschiedlichen Arten von Hörgerätebatterien lassen sich ganz einfach anhand eines standardisierten Farbschemas der Schutzfolie bestimmen.

Die Batterien werden durch die Farben gelb, braun, orange und blau gekennzeichnet (mit aufsteigender Größe).

Wie lange die Batterie hält, hängt von der Größe und Leistung des Hörgeräts und von der individuellen Nutzung ab. Je nach Modell kann die Batterie bei täglichem Gebrauch nur 5 Tage oder bis zu 3 Wochen halten.

Als Alternative kannst du auch ein Hörgerät mit einem Akku wählen. Diese lassen sich einfach wieder aufladen. Sie halten oft einen ganzen Tag und können über die Nacht auf der Ladestation geladen werden.

Verbindung zu anderen Geräten

Auch bei Hörgeräten gibt es die Option sich mit anderen Geräten zu verbinden. Dies ist besonders nützlich, wenn man viel am Computer sitzt, Musik hört oder TV schaut. Mit der Bluetooth-Funktion kannst du dich ganz einfach mit anderen Geräten verbinden und das Hörgerät als Audiowiedergabequelle verwenden.

Kinos, Theater und öffentliche Gebäude verfügen manchmal über installierte Induktionsschleifenanlagen. Diese Systeme senden drahtlose Töne aus, die von der Telefonspule in deinem Hörgerät empfangen werden können. Somit kannst du auch an diesen Orten dein Hörgerät verbinden und das Hörerlebnis starten.

Kaufe einen Adapter, um dich an bluetoothunfähige Geräte zu koppeln.

Auch für Geräte ohne Bluetooth gibt es eine Lösung. Verschiedene Adapter ermöglichen es diesen Geräten, welche vorher nicht bluetoothfähig waren, sich mit deinen Bluetooth-Hörgeräten zu verbinden und das Audio zu übertragen.

Wenn du dich uneingeschränkt im Alltag wiederfinden willst, dann empfehlen wir dir ein Hörgerät zu suchen, das eine Bluetooth-Funktion besitzt uns es erlaubt, dich mit anderen Geräten zu verbinden. So kannst du ungestört deinem Alltag nachgehen und dich in jeder Situation zurechtfinden.

Entscheidung: Welche Arten von Hörgeräten gibt es und welche ist das richtige für dich?

Es gibt zwei Hörgerätarten, die man unterschiedlich trägt. Die Im-Ohr Hörgeräte sind ganz kleine Stöpsel, die sich in das Ohr einsetzen lassen. Bei Hinter-dem-Ohr Hörgeräten wird das Gehäuse hinter das Ohr platziert und durch einen Schlauch wird der Schall zur Ohrmuschel geleitet.

Art Vorteile Nachteile
Im-Ohr Hörgerät Klein und dezent
Individuell an Gehörgang angepasst
Nur für leichte und mittelstarke Hörverluste
Nur wenige Modelle mit Bluetooth
Hinter-dem-Ohr Hörgerät Für alle Stärken von Hörverlusten
Bluetooth-Verbindung
Schlauch muss regelmäßig gewechselt werden
Etwas auffälliger als Im-Ohr Hörgerät

Wenn du mehr über die beiden Hörgeräte erfahren möchtest, dann schau dir die nächsten Abschnitte an. Wir haben für dich hier weitere Information zu den zwei Arten zusammengefasst.

Im-Ohr Hörgerät

Im-Ohr Hörgerät

Bei Im-Ohr Hörgeräten befindet sich die ganze Elektronik in einer kleinen Schale, die du dir direkt in das Ohr einsetzen kannst. Einige Modelle haben eine kleine Lasche, an der du das Hörgerät bequem herausziehen kannst. Solche Modelle sind für andere Menschen unsichtbar und tragen zu deinem Erscheinungsbild bei. Zudem ist diese Art sehr geeignet für Brillenträger und Sportler.

Dieses Hörgerät gibt es in unterschiedlichen Bauformen, welche sich in Größe, Leistungsfähigkeit und Sitz unterscheiden. Damit der Sitz garantiert werden kann, wird ein Abdruck deines Gehörgangs genommen und das Hörgerät individuell danach angepasst. So kannst du dir sicher sein, dass der Tragekomfort und die Klangqualität auf dem höchsten Niveau sind.

Solch ein Im-Ohr Hörgerät ist für leichte bis mittelschwere Gehörverluste geeignet und kann nicht bei allen Größen und Formen des Gehörgangs eingesetzt werden. Zudem haben nur wenige Modelle eine Bluetooth-Funktion, die meisten werden über eine Fernbedienung gesteuert.

Vorteile
  • Klein und dezent
  • Individuell angepasst
  • Für Sportler und Brillenträger geeignet
Nachteile
  • Nur für leichte und mittelschwere Gehörverluste
  • Nicht in allen Gehörgängen einsetzbar
  • Meistens keine Bluetooth-Funktion

Fazit: Leidest du an leichtem Hörverlust und willst ein Hörgerät, dass klein und (fast) unsichtbar ist, dann ist das Im-Ohr Hörgerät deine richtige Wahl.

Hinter-dem-Ohr Hörgerät

Hinter-dem-Ohr Hörgerät

Das Hinter-dem-Ohr Hörgerät hat seine ganze Elektronik in einer Schalle, die du hinter dem Ohr ansetzst. Durch einen kleinen Schlauch oder ein kleines Kabel wird der Schall in die Ohrmuschel geleitet. Das Modell kann in verschiedenen Farben gewählt werden, sodass du es zu deiner Haut- und Haarfarbe anpassen kannst. Auch existieren wasser- und schweißfeste Hörgeräte, die auch für Sportler sehr geeignet sind.

Dieses Hörgerät kann bei allen Stufen der Hörlosigkeit eingesetzt werden. Zudem gibt es Batterie- und Akku-Varianten. Dank der drahtlosen Verbindung kannst du das Hörgerät über dein Smartphone steuern und es auch mit anderen Geräten verbinden. So erleichterst du mit dieser Konnektivität deinen Alltag.

Das Hinter-dem-Ohr Hörgerät ist etwas größer und somit auffälliger als das Im-Ohr Gerät. Da es an der Außenseite deines Ohrs befestigt wird, kann beim Brillen tragen ein unangenehmes Druckgefühl empfunden werden. Ein anderer Nachteil ist, dass der kleine Schlauch regelmäßig ausgetauscht werden muss, damit die Qualität beibehalten wird.

Vorteile
  • Für alle Stufen von Hörverlusten einsetzbar
  • Bluetooth-Funktion
  • Batterie- und Akku-Varianten
  • Farbliche Anpassung
Nachteile
  • Größer und auffälliger
  • Druckgefühl bei Brillenträgern möglich
  • Regelmäßiger Schlauchwechsel

Fazit: Hast du einen starken Hörverlust, willst dich aber davon nicht aufhalten lassen, dann passt das Hinter-dem-Ohr Hörgerät für dich. Die Bluetooth-Funktion ermöglicht dir all deine Geräte an das Hörgerät zu koppeln.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Hörgeräte ausführlich beantwortet

Bevor du dir ein Hörgerät kaufst, haben wir hier für dich relevante Fragen zusammengefasst und beantwortet. Schau dir diesen Ratgeberteil an und entscheide dich für dein passendes Modell.

Für wen eignet sich ein Hörgerät?

Hörgeräte werden gebraucht, wenn der Gehörsinn an Funktion verliert und die Verständlichkeit der Sprache oder die Wahrnehmung der Geräusche eingegrenzt werden. Die Schwerhörigkeit setzt vor allem im fortgeschrittenen Alter ein, kann aber nach Unfällen oder bei Krankheiten auch im jungen Alter auftreten.

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Hörgeräte sind für jüngere und ältere Menschen geeignet. Welches Hörgerät-Modell zu dir am besten passt, hängt von der Stärke des Hörverlusts und der Form deines Gehörgangs ab.
(Bildquelle: JD Mason / unsplash)

Es gibt für jede Altersgruppe Hörgerätmodelle, sodass auch Kleinkinder und Jugendliche ein passendes Hörgerät finden können. Diese variieren weniger in Funktion, aber in der Größe, die an den Gehörgang angepasst wird.

Die Hörgeräte können bei leichten Hörverlusten eingesetzt werden, aber auch bei starken. Je nach Stärke variieren die Arten der Hörgeräte. So sind die Im-Ohr Hörgeräte nicht einsetzbar bei Menschen, die unter starken Schwerhörigkeit leiden.

Bei welchen Krankheiten kann ein Hörgerät eingesetzt werden?

Das Hörgerät kann bei den meisten Krankheiten oder Unfällen, die den Gehörsinn beeinflussen, eingesetzt werden. Bei Entzündungen empfehlen wir dir ein Hinter-dem-Ohr Hörgerät zu kaufen, damit das Ohr ausreichend belüftet wird und weitere Infektionen verhindert werden können.

Zu den häufigsten Krankheiten zählen der Tinnitus, die Tief- und Hochtonschwerhörigkeit, ein Knalltrauma und die Mittelohrentzündung. Was diese sind und wie das Hörgerät in diesen Fällen verwendet wird, erzählen wir dir in den nächsten Abschnitten.

Tinnitus

Als Tinnitus wird das unangenehme Zischen oder Sausen im Ohr bezeichnet. Die meisten hatten in ihrem Leben so einen Vorfall, welcher einige Sekunden dauert und dann wieder aufhört. Jedoch können Hörsturz, starker Lärm, Durchblutungsstörungen, Stress oder Fehlstellungen der Halswirbelsäule oder des Kiefergelenks dieses Sausen regelmäßig auslösen, sodass dieser auch nicht aufhört.

Merkst du eine Gehörverminderung bei dir, dann solltest du diese so schnell wie möglich beim Arzt abklären lassen, um schwere Folgen zu verhindern.

Dauert der Tinnitus länger als drei Monate, so wird er als chronisch eingestuft. Dieser hat eine große Auswirkung auf den Gehörsinn und führt zu Hörverlusten. In solchen Fällen empfiehlt es sich ein Hörgerät mit dem Tinnitus Noiser zu kaufen, der diesem Zischen und Pfeifen entgegenwirkt und den Gehörsinn verbessert.

Tief- und Hochtonschwerhörigkeit

Bei der Tieftonschwerhörigkeit fällt es schwer tiefe Frequenzen und Töne zu hören. Das macht sich bemerkbar in lauter Umgebung und bei Gruppengesprächen, wo man die Unterhaltung nicht ganz versteht. Zudem kann es ein Anzeichen von Tieftonschwerhörigkeit sein, wenn du tiefe Bässe nicht hörst.

Die Schwerhörigkeit und der Hörverlust wird bei deinem Ohrenarzt anhand eines Audiogramms bestimmt.

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Bei der Hochtonschwerhörigkeit passiert genau das Gegenteil.

Du hörst tiefe Frequenzen und Gespräche in der Entfernung, jedoch realisierst du die hohen Töne nicht.

Für beide Arten von Schwerhörigkeit gibt es spezielle Hörgeräte, die den Verlust ausbalancieren. Es kann jedoch mehrere Versuche brauchen, um für dich das passende Hörgerät zu finden, das diese Tonschwerhörigkeit kompensiert.

Knalltrauma

Das Knalltrauma ist ein akustisches Trauma, bei dem ein überhöhter Schalldruck das Innenohr beschädigt. Dieser Schall dauert meistens nur wenige Millisekunden, kann aber schwere Folgen haben. Wenn die Druckwelle das Innenohr stark beschädigt, dann kann sich unter anderem langfristiger Tinnitus oder Hochtonschwerhörigkeit entwickeln.

Hast du nach einem Knalltrauma anhaltende Symptome, dann kann dir das Hörgerät dabei helfen, die Hörminderung auszugleichen. Mit dem Hörgerät werden die hohen Töne wieder wahrgenommen und das unangenehme Rauschen kann reduziert oder sogar eliminiert werden.

Mittelohrentzündung

Wenn du deine Mittelohrentzündung früh und rechtzeitig behandeln lässt, dann wird sie keine Folgeschäden haben. Wartest du aber zu lange, kann sich diese Entzündung auf dein Gehörsinn auswirken und du entwickelst einen Hörverlust. In diesem Fall hilft nur ein Hörgerät oder Operation. Du solltest dir dabei ein Hinter-dem-Ohr Hörgerät zulegen, damit das Innenohr gut belüftet wird.

Was kostet ein Hörgerät?

Die Hörgeräte können leicht mehrere Tausend Euro pro Ohr kosten. Wenn diese jedoch medizinisch notwendig sind, beteiligt sich die Krankenkasse am Betrag, sodass die Kosten für dich wieder tiefer ausfallen. Es gibt zudem Hörgeräte zum Nulltarif, bei denen die gesetzliche Krankenkasse die ganzen Kosten übernehmen. Du musst dann pro Ohr nur 10 Euro an Rezeptgebühr zahlen.

Je höher die Preisklasse, desto besser die Klangqualität und mehr Zusatzfunktionen hat das Hörgerät.

Meistens lassen sich die Hörgeräte in Preisklassen unterteilen. Die Basisklasse beinhaltet Hörgeräte, die die wichtigen Hörfunktionen haben, jedoch keine besonderen Zusatzfunktionen besitzen. Diese sind geeignet, wenn du das Hörgerät nicht den ganzen Tag trägst.

Die höheren Preisklassen haben alle Zusatzfunktionen und die Hörgeräte sind für den uneingeschränkten Alltag produziert. So kannst du auch bequem Konzerte besuchen oder in großen Mengen ein Gespräch problemlos verstehen.

In der folgenden Tabelle findest du unterschiedliche Hörgerät-Klassen mit ihren Startpreisen pro Ohr.

Typ Preis pro Ohr Geeigneter Lebensstil
Basisklasse 0 bis 500 Euro Ruhig
Einzelgespräche
Viel in der Natur unterwegs
Mittelklasse 500 bis 1.200 Euro Normal
Restaurantbesuche
Meetings
Premiumklasse 1.200 bis 2.500 Euro Aktiv
Familienfeiern
Konzertbesuche

Diese Preise sind nur Richtwerte, an denen du dich orientieren kannst. Es gibt auch deutlich teurere Hörgeräte und solche, die einen tieferen Preis haben, aber viele Zusatzfunktionen besitzen. Konsultiere dich bei deinem Arzt, welches Hörgerät zu deinem Alltag passt und spreche mit der Krankenkasse ab, welche Kosten sie übernehmen würden. So kannst du von einem attraktiven Preis profitieren.

Wo kann ich ein Hörgerät kaufen?

Da du für den Kauf eines Hörgeräts ein Arztrezept brauchst und jedes Hörgerät individuell angepasst werden muss, empfehlen wir dir dein Hörgerät beim Fachspezialisten zu kaufen. Willst du im vornherein die unterschiedlichen Marken und Modelle anschauen, dann haben wir für dich hier eine Liste von Hörgerätproduzenten, die du dir anschauen kannst.

  • geers.de
  • audibene.de
  • hoerhelfer.de

Einige dieser Produzenten bieten Beratungsgespräche an und du kannst auch Hörgeräte austesten. Zudem haben sie auf ihren Seiten weitere Informationen zu den unterschiedlichen Hörgeräten und zur Schwerhörigkeit, die dir bei der Wahl des richtigen Hörgeräts helfen können.

Welche Zusatzfunktionen hat ein Hörgerät?

Die Hörgeräte in der Nulltarif- oder Basisklasse besitzen meistens einfache Programmeinstellungen, die für den gelegentlichen Gebrauch geeignet sind. Nimmst du dir ein Modell aus einer höheren Preisklasse, dann kommen zusätzliche Funktionen hinzu, die dir den Alltag erleichtern.

Immer mehr Modelle haben eine Bluetooth-Funktion, über die du dich mit deinem Smartphone und anderen Geräten verbinden kannst. So kannst du dein Hörgerät über eine App steuern, die Audiowiedergabe des Computers direkt an dein Hörgerät binden und Anrufe entgegennehmen.

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Mit der Bluetooth-Funktion kannst du dein Hörgerät mit deinem Smartphone verbinden. Dadurch kannst du das Hörgerät über die App steuern, Anrufe entgegennehmen und Zusatzfunktionen ein- und ausschalten.
(Bildquelle: Christian Wiediger / unsplash)

Zudem besitzen einige Hörgeräte Noise Cancelling, welches man einstellen kann. Noise Cancelling ist dafür gedacht, dass du in lauten Umgebungen oder in der Öffentlichkeit die Umgebungsgeräusche regulieren und (fast) eliminieren kannst. So hast du weniger Schwierigkeiten ein Gespräch zu verstehen und wirst nicht vom unangenehmen Lärm gestört.

Ähnlich zum Noise Cancelling gibt es auch das Tinnitus Cancelling. Das ist besonders für die Nutzer geeignet, die chronischen Tinnitus haben und diesem Rauschen oder Zischen entgegenwirken wollen. Dieses kann ebenfalls am Hörgerät oder über die App in der passenden Situation eingeschaltet werden.

Welche Alternativen gibt es zum Hörgerät?

Leichte Hörschwierigkeiten können mit Medikamenten behandelt werden, jedoch ist der Erfolg nicht garantiert. Oft musst du bei mittelstarkem Gehörverlust zu Hörgeräten greifen, damit du deinen Alltag uneingeschränkt bewältigen kannst.

Wenn du stark vom Hörverlust leidest und das Hörgerät keine Verbesserung bringt, dann kannst du dir eine Cochlea-Implantate (CI) einsetzen lassen. Das Implantat überträgt die Audiosignale direkt an die Hörnerven und ermöglicht so das Hören. Diese Operation wird unter der Narkose und in einzelnen Fällen mit einer lokalen Betäubung durchgeführt. Wie bei jedem operationellen Eingriff hat auch dieser neben den Vorteilen auch seine Nachteile.

Vorteile
  • Besser hören als mit einem Hörgerät
  • Im Alltag sicherer fühlen
  • Konzentration in lauten Umgebungen möglich
  • Bessere Klangqualität
Nachteile
  • Gesichts- und Geschmacksnerven können verletzt werden
  • Unverträglichkeit gegenüber den Materialien
  • Blutung im Schädelinnenraum
  • Patient kann Restgehör verlieren

Cochlea-Implantate werden nur dann eingesetzt, wenn das Hörgerät nicht ausreicht und der Patient immer noch starke Hörverluste hat. Zudem müssen sich die Ärzte sicher sein, dass der Teil des Gehörs, welches ersetzt wird, nicht mehr ausreichend zu gebrauchen ist, denn durch die Implantate kann der Patient das Restgehör verlieren.

Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten für das Hörgerät?

Grundsätzlich sind die deutschen Krankenkassen gesetzlich dazu verpflichtet die Hörgerätkosten zu übernehmen, falls der Arzt ein Hörgerät für notwendig empfindet. Dafür muss ein Hörtest durchgeführt werden und einige Kriterien zum Hörverlust erfüllt werden. Bei dem Sprachhörtest muss deine Verstehensquote unter 80 Prozent liegen und deine Hörfrequenz muss mindestens 30 Dezibel betragen.

Bei den Nulltarif-Modellen übernimmt die Krankenkasse die vollen Kosten, du musst nur eine Rezeptgebühr von 10 Euro pro Ohr bezahlen. Wählst du aber eine höhere Preisklasse, dann musst du einen größeren Anteil selber zahlen. Der maximale Betrag, den die Krankenkasse übernimmt, ist 784,94 Euro für ein Hörgerät. Wenn du jedoch aus medizinischen Gründen, die auch vom Arzt festgestellt wurden, ein teureres Gerät brauchst, dann muss die Krankenkasse auch hier einen höheren Betrag übernehmen.

Die Krankenkasse ist auch dazu verpflichtet, dir alle 6 Jahre das Hörgerät zu ersetzen, sofern sich dein Hörverlust nicht verbessert und die Kriterien weitergin erfüllt werden. Lass dich deshalb regelmäßig beim Arzt kontrollieren und vergiss nicht das Hörgerät nach 6 Jahren zu wechseln.

Wie reinige ich mein Hörgerät?

Du solltest dein Hörgerät täglich auf Verschmutzungen kontrollieren, denn nur so kann das Gerät korrekt funktionieren. Egal ob Im-Ohr oder Hinter-dem-Ohr Modelle, das Hörgerät soll nicht mit Wasser und falschen Reinigungsmittel in Kontakt kommen, da so die Elektronik beschädigt werden kann. Wie du dein Hörgerät richtig reinigst und anschließend trocknest, verraten wir dir hier.

Reinigung

Im-Ohr Hörgerät
  • Benutze ein weiches Tuch oder spezielle Reinigungstücher und wische das Hörgerät ab.
  • Mit einem kleinen Pinsel kannst du die Vertiefungen und schwierigen Stellen gut ausputzen.

Lege dein Hörgerät nie ins Wasser und benutze keine aggressiven Reinigungsmittel, Alkohol und Seifen.

Hinter-dem-Ohr Hörgerät
  • Trenne das Ohrpassstück, Schirmchen und Schlauch vom Gerät.
  • Wische das Gehäuse mit einem weichen Tuch ab.
  • Reinige die abgetrennten Teile mit einem geeigneten Desinfektionsmittel (beim Akustiker verfügbar).
  • Hartnäckige Stellen kannst du mit einem speziellen Reinigungsstäbchen oder weicher Zahnbürste herausputzen.

Mittlerweile gibt es auf dem Markt auch spezielle UV-Reinigungsboxen, die du dir zulegen kannst. Sie reinigen dein Hörgerät schnell und effizient und du kannst dieses nach 15 Minuten wieder anziehen.

Im folgenden Video wird dir gezeigt, wie du Im-Ohr und Hinter-dem-Ohr Hörgeräte richtig reinigst und auf was du dabei achten sollst.

Trocknung

Es ist besonders wichtig, dass du dein Hörgerät gut trocknen lässt. Die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit im Ohr sind sehr hoch und so kann die angesammelte Flüssigkeit erhebliche Schäden an der Elektronik zufügen. Deshalb solltest du dein Hörgerät über die Nacht trocknen lassen.

Beim Akustiker bekommst du spezielle Trockenboxen, Trockenetuis oder Trockenbecher, in denen du dein Hörgerät über die Nacht lagern kannst. Diese trocknen dein Gerät richtig ab und du kannst es am Morgen wieder einsetzen.

Wie stelle ich mein Hörgerät richtig ein?

Um den Tragekomfort deines Hörgeräts zu erhöhen, solltest du darauf achten, dass dein Gerät richtig im Ohr sitzt. Ansonsten kann es zu Druckstellen und Pfeifgeräuschen führen, was sehr unangenehm ist.

Wenn du merkst, dass dein Hörgerät pfeift, dann kann es an drei Sachen liegen: das Gerät ist verschmutzt, falsche Lautstärke und Frequenzen eingestellt, das Ohrpassstück sitzt falsch. Sehr selten liegt es an einem technischen Defekt. Bevor du also dein Hörgerät zur Reparatur bringt, solltest du es auf die genannten Punkte prüfen.

Ohrenschmalz

Ohrenschmalz kann die Übertragung der Töne blockieren und sie werden dann wieder nach außen bewegt. Dadurch entsteht das Pfeifgeräusch. Sorge dafür, dass dein Hörgerät immer sauber ist, um dieses Pfeifen zu vermeiden. Leidest du an Überproduktion von Ohrenschmalz, dann kannst du diesen regelmäßig bei deinem Hals-Nasen-Ohren-Arzt entfernen lassen.

Richtige Lautstärke

Die korrekte Lautstärke des Hörgeräts entscheidet über ein befriedigendes Sprachverstehen. Je höher die Lautstärke eingestellt ist, desto besser ist häufig das Sprachverstehen, aber desto größer ist auch die Neigung des Hörgerätes eine Rückkoppelung zu erzeugen, welche dann das Pfeifen auslöst.

Hörgeräte haben meistens eine sogenannte Rückkopplungsunterdrückung, die im Falle eines unerwünschten Pfeifens vom Akustiker aktiviert werden kann.

Die richtige Lautstärke lässt sich anhand der Stärke des Hörverlusts ermitteln. Sprich dafür mit einem Fachspezialisten, um deine passende Lautstärke zu ermitteln. Diese kann später auch verstellt werden, aber dir wird bewusst sein, welcher Bereich für dich unerträglich sein wird.

Richtiger Sitz des Ohrpassstücks

Wenn dein Ohrpassstück nicht richtig sitzt oder zu offen ist, kann es das Pfeifgeräusch auslösen. Das Pfeifen entsteht dadurch, dass der Schall, der eigentlich im Gehörgang bleiben soll, wegen der falschen Form des Passstücks wieder nach draußen und an das Mikrofon gelangt.

Bring in diesem Fall dein Hörgerät zum Akustiker, damit er das Ohrpassstück richtig richten kann. Du sollst auch regelmäßig das Ohrpassstück kontrollieren und anpassen lassen, da durch das lange Tragen dieses sich verformen kann.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.audibene.de/arten-und-ursachen-von-hoerverlust/

[2] https://www.welches-hoergeraet.de/tieftonschwerhoerigkeit-1951.html

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Cochlea-Implantat#Implantation

[4] https://www.rhoen-gesundheitsblog.de/sprachverstehen-cochlea-implantat/#:~:text=Haben%20Cochlea%2DImplantate%20Nachteile%3F,mehr%20ausreichend%20zu%20gebrauchen%20ist

Bildquelle: belchonock/ 123rf.com.

Warum kannst du mir vertrauen?

Thorsten ist ein Elektrotechniker, der ein eigenes Elektrogeschäft eröffnet hat. Von klein auf Interessierte er sich für jegliches Technisches Instrument. Seine Faszination in diesem Bereich ist mit ihm selbst mitgewachsen, sodass er sich dafür entschied sich in diesem Bereich zu spezialisieren. Tagtäglich gibt er seinen Kunden Tipps die richtige Elektronik zu finden.