Fahrradhelm
Zuletzt aktualisiert: 17-06-2020

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Die Debatte über den Nutzen von Fahrradhelmen ist uns wohl allen bekannt. Die einen sagen, er rettet Leben, die Anderen sind der Meinung, er stört mehr als das er nutzt.Und doch sind sich die meisten Experten einig. Jeder Helm ist im Falle eines Unfalls besser, als gar keinen Helm zu tragen.

In unserem Fahrradhelm Test 2020 haben wir uns einmal ganz genau mit dem Thema Fahrradhelm für dich auseinandergesetzt. Wir haben die gängigsten Modelle miteinander verglichen sowie allgemeine Fragen und Probleme zum Thema recherchiert und beantwortet. Das soll dir helfen, den richtigen Helm für deine Bedürfnisse zu finden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Auch wenn es in Deutschland keine allgemeine Helmpflicht gibt, ist das Tragen eines Fahrradhelms aus Sicherheitsgründen immer eine gute Entscheidung
  • Das Tragen eines Fahrradhelms kann im Falle eins Unfalls lebensrettend sein.
  • Auch wenn du deinen Helm nicht oft verwendest, solltest du ihn spätestens nach 5 Jahren austauschen.

Fahrradhelm Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Fahrradhelm für Erwachsene

Der Fahrradhelm i-vo cc von Uvex ist ein klassischer Fahrradhelm für jede Gelegenheit. Er besteht aus einer EPS- Innenschicht, die untrennbar mit einer Polycarbonat Außenschicht verbunden ist, um höchstmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Das Uvex 3D IAS 3.0 System erlaubt es dem Träger seinen Helm optimal an die Größe seines Kopfes anzupassen. Mithilfe des stufenlosen FAS Gurtbandes ist der Helm immer bequem am Kopf befestigt und sitzt gleichzeitig absolut sicher.

Der beste Fahrradhelm mit eingebauten Lichtern

Der Uvex Unisex City light ist ein Fahrradhelm mit eingebauten LED Lichtern. Er lässt sich mithilfe des Uvex 3D IAS System Stufenlos in seiner Größe verstellen. Die integrierten Helmpolster sind herausnehmbar und lassen sich einfach waschen.

Die eingebauten LED Lichter erlauben es dem Fahrer auch bei schlechtem Wetter und Dunkelheit gesehen zu werden. Das sorgt für zusätzliche Sicherheit auf der Straße und kann gefährliche Unfälle verhindern. Die LED sind Akku betrieben und lassen sich ganz einfach herausnehmen und Aufladen.

Der beste Fahrradhelm mit Visier

Der Visier Fahrradhelm von Shinmax ist ein Helm mit runder Form und integrierter Schutzbrille. Der Helm ist mit Luftschlitzen ausgestattet, die es ermöglichen, dass dein Kopf beim Radfahren nicht zu sehr überhitzt.

Das integrierte Visier schützt dich beim Fahren nicht nur vor Fahrtwind, sondern verhindert auch, dass Insekten oder Steine in deine Augen gelangen können. Die Schutzbrille ist zudem gedimmt, wodurch sie ein Blenden durch die Sonne verhindert. Trotzdem ist sie hell genug, um beim Fahren in der Nacht nicht zu stören.

Kauf- und Bewertungskriterien für Fahrradhelme

Der Kauf des richtigen Fahrradhelms kann in einer Notsituation Lebensrettend sein. Aus diesem Grund ist es auch sehr wichtig, dass du dich, bevor du einen Helm kaufst, darüber informierst, was genau einen guten Fahrradhelm überhaupt ausmacht.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du Fahrradhelme miteinander vergleichen kannst, umfassen:

Gewicht

Je nachdem wie lange du auf deinem Fahrrad sitzt, kann der Helm sehr schwer werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dir die einen Helm suchst, mit dessen Gewicht du auch klar kommst. Wenn du am Ende deinen Helm nicht aufsetzt,  weil er dir zu schwer ist, ist auch der stabilste Helm nutzlos.

Schwere, stabile Helme bieten meist mehr Sicherheit.

Allerdings solltest du bedenken, dass schwerere, stabilere Helme dir auch mehr Sicherheit bieten. Du musst also den Idealen Helm finden, der dir genug Sicherheit bietet, und gleichzeitig beim Fahren erträglich für dich ist.

Schutz

Der zentrale Zweck deines Fahrradhelms liegt natürlich darin, deinen Kopf im Falle eines Unfalls zu schützen. Darum ist es extrem wichtig, sich einen Helm zu suchen, der seinen Zweck auch annehmbar erfüllt.

Allgemein kann man zwischen Hart- und Weichschalen Helmen unterscheiden. Die ersteren bieten einen besseren Schutz, sind dafür aber meist auch teurer. Ob du so einen benötigst hängt auch stark davon ab, wofür du dein Fahrrad verwendest.

Größe

Nur wenn der Helm die richtige Größe hat um sicher auf deinem Kopf zu sitzen, ist er auch in der Lage, dir den nötigen Schutz zu bieten. Hat dein Helm die falsche Größe, kann es passieren, dass er beim Sturz verrutscht und du dich verletzen kannst.

Hat dein Helm die falsche Größe, kann es passieren, dass er beim Sturz verrutscht und du dich verletzen kannst.

Der richtige Helm sollte bequem sein. Er muss deinen Kopf komplett umschließen, ohne ihn einzuengen. Dies kann sonst bei längeren Fahrten zu Kopfschmerzen führen, zudem kann er dann leicht verrutschen. Allerdings sollte er auch nicht zu locker sitzen. Der Helm sollte über den Augenbrauen enden und leichte Falten auf deiner Stirn schlagen

Bei den meisten Helmen lassen sich Durchmesser und Kinnschutz bis zu einem gewissen Grad einstellen. Auf diese Weiße sollte es dir gelingen, deinen Helm so einzustellen, wie es für dich bequem und sicher ist.

Material

Das Material ist ausschlaggebend, ob der Helm im Falle eines Aufpralls stabil bleibt und wie viel kinetische Energie er abfängt. Der äußere Teil des Helmes sollte aus stabilem und hochwertigem Kunststoff gefertigt sein. Unter der Schale ist ein weicherer Kunststoff entweder verklebt oder verschweißt.

Die äußere Schale wehrt den direkten Aufprall eines Einschlags ab. Die weichere Schicht im inneren dient als Knautschzone. Der Kopf des Trägers wird abgefedert und ist in der Lage, sich innerhalb der Schaumstoffschicht zu bewegen. Die Aufprallenergie wird so über einen verlängerten Zeitraum auf den Kopf verteilt, anstatt auf einmal auf ihn einzuwirken.

Faire Herstellung

Ein Fahrradhelm besteht zu großen Teilen aus verschiedenen Kunststoffen. Diese sind in der Herstellung meist alles andere als Umweltfreundlich. Aus diesem Grund ist es wichtig, beim Kauf eines Helmes darauf zu achten, aus welchen Materialien dieser genau besteht und wie sie hergestellt wurden.

Es kann schwer sein, einen qualitativ hochwertigen Fahrradhelm zu finden, der Ökologisch hergestellt ist. Allerdings ist es Wert, darauf zu achten. Heutzutage gibt es einige mögliche Alternativen, sowie Firmen, die sich auf die Herstellung ökologischer Sportartikel spezialisiert haben.

Nutzungsbereich

Je nachdem, wofür du planst, dein Fahrrad zu benutzen, ist ein anderer Helm erforderlich.

Zum Mountainbiken eignet sich nicht derselbe Helm wie für die Sonntagstour.

Zum Mountainbiken kannst du zum Beispiel nicht einen Helm verwenden, der nur für den Gebrauch für die gemütliche Sonntagsfahrt konzipiert wurde.

Beim Kauf eines Fahrradhelms musst du dich also fragen, wofür du deinen Helm brauchst. Bei Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko lohnt sich ein Helm der mehr Schutz bietet. Beim Fahren langer Strecken hingegen, kann es sein, dass die Aerodynamik deines Helms mehr im Vordergrund steht.

Entscheidung: Welche Arten von Fahrradhelmen gibt es und welche ist der richtige für dich?

Beim Kauf eines Fahrradhelms gibt es nicht einen einzelnen Besten. Je nachdem, für welchen Zweck du dein Fahrrad benutzt, kann eine andere Art von Helm die Ideale für deinen eigenen Gebrauch sein.

Helmtyp Vorteile Nachteile
Citybike schlichtes Design, schützt bei einfachen Stürzen, beliebt bei Skatern wenig Aerodynamik, nicht genug Schutz bei hohen Geschwindigkeiten, keine Luftschlitze
Allround / Touren bietet guten Schutz, relativ leicht, Visier als Sonnenschutz nicht so spezifisch wie andere Modelle, nicht sicher genug für gefährliche Sportarten
Rennrad sehr leicht, aerodynamisch geformt, Schlitze verhindern Überhitzung leichtes Gewicht zu lasten höheren Schutzes, teilweise teuer
Downhill hoher Schutz, Brille schützt die Augen hohes Gewicht, unbequem, sehr spezifischer Gebrauch
Mountainbike hoher Schutzfaktor, nicht schwerer als Touren Helm, Visier für zusätzlichen Schutz relativ groß, unhandlicher als andere Modelle
Casual schick, sehen teilweise nicht aus wie Helme bieten weniger Schutz, nicht für Radsport geeignet, Style over Substance

Folgend haben wir dir die bekanntesten Modelle einmal vorgestellt und dir ihre Verwendungszwecke sowie deren Vor- und Nachteile erläutert:

Citybike Helm

Citybike Helm

Citybike Helme, auch bekannt als Skater Helme, besitzen eine runde Form und gehen am hinteren Teil zum Nacken hin weiter nach unten als andere Fahrradhelme. Sie besitzen eine dicke Außenschale, die den Kopf im Falle eines Sturzes schützen soll.

Citybike Helme sind besonder aufgrund ihres Aussehens beliebt. Sie besitzen eine schlichte Eleganz, die speziell bei jungen Leuten gut ankommt. Diese Art Helm kommt meist ohne Belüftungsschlitze, wodurch der Kopf mehr schwitzt als bei anderen Modellen.

Diese Art von Helm eignet sich meist nur, wenn der Fahrer keine zu hohen Geschwindigkeiten erreicht. Der Helm ist darauf ausgelegt, einen einfachen Sturz abzufedern. Zudem ist dieser Helmtyp nicht so aerodynamisch wie andere Modelle, was sich bei höheren Geschwindigkeiten bemerkbar macht.

Vorteile
  • Schlichtes Design
  • schützt bei einfachen Stürzen
  • beliebt bei Skatern
Nachteile
  • wenig aerodynamik
  • nicht genug Schutz bei hohen Geschwindigkeiten
  • fehlende Luftschlitze fördern Schwitzen
Allround / Touren Helm

Allround / Touren Helm

Der Allround Helm ist so etwas wie der Jack of all trades unter den Fahrradhelmen. Er bietet annehmbaren Schutz, ist relativ leicht und besitzt zudem oft ein Visier, das den Träger vor Sonne und Regen schützt.

Wenn du mit deinem Fahrrad kurze Touren machst, oder einfach in der Stadt zur Schule oder zur Arbeit fährst, ist ein Allround Helm in den meisten Fällen vollkommen ausreichend. Im Vergleich zu anderen, spezielleren Modellen, ist der Allround Helm oft auch um einiges günstiger.

Willst du jedoch sportlich Fahrrad fahren, kann es sein, dass ein Touren Helm nicht ausreicht. Das Sprichwort geht ja schließlich “Jack of all trades, master of none.” Der Allround Helm bietet weniger Schutz als seine größeren Geschwister und ist weniger aerodynamisch als ein Rennradhelm.

Vorteile
  • bietet guten Schutz
  • relativ leicht
  • Visier als Sonnenschutz
Nachteile
  • leichtes Gewicht zu lasten höheren Schutzes
  • nicht so spezifisch wie andere Modelle
  • nicht sicher genug für gefährliche Sportarten
Rennradhelm

Rennradhelm

Beim Rennradhelm dreht sich alles um Geschwindigkeit. Er ist der Ideale Helm für Radsportler und Triathleten. Seine Form und Gewicht sind darauf ausgelegt, so wenig wie möglich zu stören, wenn du schnell und lange Strecken fährst.

Der Rennradhelm ist aus leichtem Material gefertigt, wodurch er nur 200 bis 300 Gramm schwer ist. Die Stirn ist abgeflacht und der Helm ist so geformt, dass er so wenig wie möglich Windwiderstand besitzt. Dies erlaubt es, mit weniger Kraftaufwand höhere Geschwindigkeiten zu erreichen als mit anderen Modellen.

Die Ersparnis an Gewicht und Form geht allerdings ein wenig zu lasten von Sicherheit. Der Rennradhelm bietet zwar etwa so viel Schutz wie ein gewöhnlicher Touren Helm, kommt aber bei weitem nicht an den Schutzfaktor eines Mountainbike- oder Downhill Helms heran.

Vorteile
  • sehr leicht
  • Schlitzen reduzieren Erhitzung des Kopfs
  • aerodynamisch geformt
Nachteile
  • leichtes Gewicht zu lasten höheren Schutzes
  • teilweise teuer
Downhill Fahrradhelm

Downhill Fahrradhelm

Beim Downhillbiken erreichen Sportler mitunter Geschwindigkeiten von bis zu über 70 km/h. Bei einem solchen Tempo würde ein gewöhnlicher Fahrradhelm im Falle eines Unfalls nicht genug Schutz bieten. Aus diesem Grund gibt es spezielle Downhill Fahrradhelme.

Beim Downhillbiken erreichen Sportler mitunter Geschwindigkeiten von bis zu über 70 km/h. Bei einem solchen Tempo würde ein gewöhnlicher Fahrradhelm nicht genug Schutz bieten.

Der Downhill Helm ist aus verstärktem Kunststoff gefertigt, um im Falle eines Unfalls den höchstmöglichen Schutz zu bieten. Am Helm befestigt ist eine Schutzbrille, die den Fahrer zum einen vor dem starken Fahrtwind, zum anderen aber auch davor schützt, dass Steine oder ähnliches in die Augen gelangen.

Für die meisten Fahrradsportarten ist ein Downhill Helm allerdings nicht notwendig. Selten erreicht man als Fahrer mehr als 35-40 km/h. Es handelt sich hierbei um ein Modell, das für einen speziellen Zweck entwickelt wurde. Aufgrund der hohen Sicherheit, die sie bieten müssen, sind Downhill Helme auch meist teurer als andere Modelle.

Vorteile
  • hohe Sicherheit
  • Brille schützt auch die Augen
Nachteile
  • hohes Gewicht
  • unbequem
  • sehr spezifischer Gebrauch
Mountainbike Helm

Mountainbike Helm

Montainbike Helme sind etwas größer und klobiger als Touren Helme. Dies liegt daran, dass sie auf eine Weiße gebaut sind, um höchstmöglichen Schutz im Falle eines Unfalls in der Bergfahrt zu ermöglichen.

Trotz ihrer Größe und Form sind Mountainbike Helme meist nicht schwerer als Allround Helme. Mountainbike Helme sind so verarbeitet, das sie Schutz bei Unfällen auf verschiedenen Untergründen bieten.

Ihre Größe und Form macht dieses Modell allerdings mitunter etwas unhandlich beim Tragen. Der Helm kann nach einer Weile unangenehm werden. Zudem gibt es Leute, die von seiner Form aus ästhetischen Gründen abgeschreckt werden. Er sieht ihnen schlicht “nicht stylisch genug” aus.

Vorteile
  • hoher Schutzfaktor
  • nicht schwerer als Touren Helm
  • Visier bietet zusätzlichen Schtz
Nachteile
  • unhandlicher als andere Modelle
  • relativ groß
Casual Fahrradhelm

Casual Fahrradhelm

Zusätzlich zu den Helmen, die für spezielle Zwecke gebraucht werden, gibt es auch Fahrradhelme, bei denen das Aussehen mehr im Vordergrund stehen, als ihr tatsächliches nutzen als Schutzmaßnahme.

Der große Nachteil eines solchen Helmes liegt darin, dass er weniger Schutz bietet, als andere Modelle.

Casual Helme gibt es in verschiedenen Formen. Sie können zum Beispiel so gebaut sein, dass sie wie ein einfacher Hut aussehen anstatt wie ein richtiger Helm. Andere Modelle sind sogenannte Retro Helme. Diese sind in ihrer Form alten Fahrradhelm Modellen nachempfunden, die heutzutage aus verschiedenen Gründen weniger verbreitet sind.

Der große Nachteil eines solchen Helmes liegt darin, dass er weniger Schutz bietet, als andere Modelle. Wenn du vorhast sportlich Fahrrad zu fahren und ein gewisses Tempo anstrebst, solltest du auf jeden Fall auf einen solchen Helm verzichten.

Vorteile
  • Schick
  • sehen teilweise nicht aus wie Helme
Nachteile
  • bieten weniger Schutz
  • nicht für Radsport geeignet
  • Style over Substance

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Fahrradhelme ausführlich beantwortet

An dieser Stelle haben wir für dich die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Fahrradhelme einmal aufgelistet und für dich beantwortet. Dieser Ratgeber soll dir helfen, den für dich richtigen Fahrradhelm zu finden und eventuelle Probleme vorbeugen.

Woran erkenne ich einen guten Fahrradhelm?

Um sicherzugehen, dass du den richtigen Helm kaufst, solltest du zunächst wissen, was einen guten Fahrradhelm ausmacht. Nur dann kannst du auch den Helm finden, der richtig für dich ist. Gerade auch weil Helme in ihrem Preis stark variieren, ist es wichtig zu wissen, worauf es ankommt.

Für die Qualität eines Fahrradhelms gibt es die mehrere Normen. Diese sind unter anderem: ANSI, ASTM, TÜV/GS oder CE. Gerade die CE Norm ist hierbei sehr wichtig. Sie ist die am weitesten verbreitete Norm für Fahrradhelme.

Bei einem Helm, der mit dem Siegel der CE Norm versehen ist, wird garantiert, dass Sicherheitsprüfungen durchgeführt wurden. Es werden eine Reihe von Tests durchgeführt, um sicherzugehen, dass der Helm im Falle eines Unfalls die erforderte Schutzleistung erbringt.

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Mit dem richtigen Helm bist du vor Verletzungen am Kopf geschützt
(Bildquelle: Ammentorp/ 123rf.com)

Wie lange kann ich einen Fahrradhelm benutzen und wann sollte ich ihn ersetzen?

Bei der Frage, wie lange du deinen Fahrradhelm benutzen kannst, kommt es auf eine Reihe unterschiedlicher Faktoren an, welche die Langlebigkeit deines Helms bestimmen:

  • UV-Strahlung: Wenn du deinen Helm trägst, ist er ständig Sonnenstrahlen ausgesetzt. Die UV-Strahlung der Sonne kann deinen Helm mit der Zeit Spröde werden lassen. Aus diesem Grund solltest du deinen Helm, wenn du ihn häufig trägst, nach etwa 3 Jahren austauschen, da spröde gewordenes Kunststoff deinen Kopf im Falle eines Unfalls nicht mehr so gut schützt.
  • Feuchtigkeit: Gerade, wenn du viel bei Regen fährst, kann es passieren, dass sich der Kunststoff in deinem Helm mit der Zeit aufweicht. Aus diesem Grund solltest du einen Helm, wenn du ihn viel bei Regen oder Nässe trägst ebenfalls nach spätestens 3 Jahren ersetzen.
  • Unfall: Die Aufgabe eines Fahhrradhelms liegt natürlich darin, deinen Kopf im Falle eines Unfalls zu schützen. Falls das nun passiert, solltest du deinen Helm entsorgen. Durch den Sturz kann die Struktur des Helms beschädigt werden. Selbst bei kleinen Stürzen können unsichtbare Mikrorisse entstehen. Das sorgt dafür, dass er bei einem erneuten Sturz nicht mehr die nötige Schutzkraft besitzt.
  • Zeit: Auch wenn dein Helm eine längere Zeit nur in deinem Haus herumgelegen ist, kann es sich lohnen lieber in einen neuen Helm zu investieren. Zwar wird der Helm im Haus nicht so spröde wie im direkten Sonnenlicht, allerdings können auch Feuchtigkeit und Staub mit der Zeit den Kunststoff beschädigen. Aus diesem Grund solltest du deinen Helm auch dann nach spätestens 5 Jahren ersetzen.

Wann bin ich zum Tragen eines Fahrradhelms verpflichtet?

In Deutschland gibt es keine allgemeine Helmpflicht zum Fahrradfahren (Stand: Juni 2020). Dies gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Trotzdem solltest du immer einen Helm tragen, um im Falle eines Unfalls schwere Verletzungen zu vermeiden.

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Auch wenn es in Deutschland keine Helmpflicht gibt, ist es sicherer einen Helm zu tragen
(Bildquelle: colette2/ 123rf.com)

In Deutschland gibt es  keine allgemeine Helmpflicht zum Fahrradfahren (Stand: Juni 2020)

Die Debatte um die Pflicht zum Tragen eines Helms wird noch immer heiß ausgefochten. Auf der einen Seite steht das Argument, dass nachweisbar das Tragen eines Helmes im Falle eines Unfalls das Verletzungsrisiko um einiges reduziert. Auf der anderen Seite wird argumentiert, dass die Helmpflicht viele Leute davon abhalten würde mit dem Fahrrad zu fahren und stattdessen auf das Auto  zurückgreifen.

Auch wenn es in Deutschland keine Helmpflicht gibt, haben andere Länder bereits eine Pflicht zum Helmtragen eingeführt.

Helmpflicht Länder in Europa
Für alle Spanien, Finnland, Malta, Albanien
Für Kinder Österreich, Schweden, Tschechien, Slowakei, Island

Wie bestimme ich die richtige Größe für mich?

Damit der Fahrradhelm den bestmöglichen Schutz bieten kann, muss er richtig und bequem sitzen. Eine der größten gefahren bei einem Unfall mit Helm liegt darin, dass der verrutscht und der Träger unnötig verletzt wird.

Fahrradhelme sind in Größen von XS bis XL angegeben. Wobei XS und S hauptsächlich für Babys und Kleinkinder gedacht sind. Die verschiedenen Größen beziehen sich hier jeweils auf einen Bereich beim Kopfumfang des Benutzers. Aus diesem Grund musst du zunächst deinen eigenen Kopfumfang messen, damit du weißt, welche Größe für dich am besten geeignet ist.

Damit der Helm richtig passt, muss er beim Tragen angenehm und doch sicher auf deinem Kopf sitzen. Er sollte auf deiner Stirn leichte Falten Schlagen. Der Helm muss mit deinen Augenbrauen Abschließen und nicht zu tief deinen Nacken entlang verlaufen. Außerdem ist es wichtig, dass der Helm immer gerade sitzt und nicht schief auf deinem Kopf aufliegt.

Damit der Helm richtig passt, muss er beim Tragen angenehm und doch sicher auf deinem Kopf sitzen. Er sollte auf deiner Stirn leichte Falten Schlagen.

Hier haben wir noch ein kurzes Video für dich herausgesucht, das dir helfen soll, die richtige Größe für dich zu finden.

Brauche ich einen speziellen Helm für das E-Bike und gibt es eine E-Bike Helmpflicht?

Gesetzlich sind die meisten E-Bikes genau so geregelt wie normale Fahrräder. Das heißt auch bei einem normalen E-Bike gibt es keine gesetzliche Verpflichtung, einen Helm zu tragen. Jedoch empfiehlt es sich dies trotzdem zu tun.

Allgemein lassen sich für ein E-Bike dieselben Helme verwenden, die auch für ein anderes Fahrrad genutzt werden. Da ein E-Bike jedoch mitunter leichter hohe Geschwindigkeiten erreichen kann, lohnt es sich, ein entsprechend stabiles Modell zu wählen.

Helmpflicht besteht bei einem Bike erst, wenn es in der Lage ist, bis zu 45 km/h zu erreichen. In diesem Fall wird das Fahrzeug rechtlich nämlich als Kleinkraftrad eingestuft. Ist das der Fall, wird ein Führerschein der Klasse AM nötig um fahren zu dürfen. In diesem Fall ist dann auch das Tragen eines Helms verpflichtend.

Was für Fahrradhelme eigenen sich für kleine Kinder?

Wenn du das erste Mal mit deinem kleinen Kind Fahrrad fahren möchtest, ist es natürlich wichtig, dass auch das Kind ausreichend geschützt ist. Es benötigt einen Helm, der gut passt und sicher ist.

Inzwischen gibt es spezielle Helme für Kleinkinder zu kaufen. Helme der Größen XS und S sind speziell für Babys und kleine Kinder hergestellt. Wichtig beim Kauf eines Kinderhelms ist das Gewicht. Bei Babys und Kleinkinder ist das relative Gewicht des Helms im Vergleich zu ihrem Körpergewicht viel höher als bei einem Erwachsenen.

Das Kind sollte seinen Helm nie alleine absetzen, sondern immer mithilfe eines Erwachsenen.

Du solltest sicherstellen, dass der Helm straff aber nicht einengend auf dem Kopf des Kindes sitzt. Bist du dir zwischen zwei verschiedenen Größen nicht sicher, nimm lieber den größeren Helm. Beim Verschluss solltest du darauf achten, dass sich dieser nicht leicht lösen oder verrutschen kann. Das Kind sollte seinen Helm nie alleine absetzen, sondern immer mithilfe eines Erwachsenen.

Hier noch ein kurzes Video des ADAC zum Thema Kinder Fahrradhelm:

Wo kann ich einen Fahrradhelm kaufen und was kostet er?

Fahrradhelme sind in nahezu allen Sportgeschäften erhältlich. Auch Supermärkte bieten immer wieder Helme im Angebot an. Zudem gibt es viele Fahrradhelme online zu kaufen. Unter anderem findest du Fahrradhelme auf Seiten wie:

  • Amazon
  • Ebay
  • Decathlon
  • Sportscheck

Es lohnt sich jedoch, gerade wenn du vorhast sportlich Fahrrad zu fahren, zumindest deinen ersten Helm in einem Sportgeschäft zu kaufen. Die Mitarbeiter kennen sich meist gut aus und wissen, welcher Helm für welche Sportart am besten geeignet ist.

Preislich gibt es einige Unterschiede, was Helme angeht. Je nach Typ und Qualität unterscheiden sich Preise verschiedener Helme mitunter Stark:

Helmtyp Preis (€)
Citybike 20 – 100
Allround / Touren 20 – 50
Rennrad 30 -150
Downhill 70 – 250
Mountainbike 30 – 120
Casual 30 – 100

Welche Alternativen gibt es zu einem Fahrradhelm?

Aus dem ein oder anderen Grund kann es sein, dass du keinen Helm tragen willst. Für diesen Fall hast du ein paar Alternativen:

  • Motorrad / Vollhelm: Gerade wenn du dich für eine Sportart wie Downhill entscheidest, bei der Schutz deine höchste Priorität ist, kann ein Motorrad oder Vollhelm eine mögliche Alternative sein. Dieser bietet nicht nur hohen Schutz, sondern stabilisiert auch den Nacken des Fahrers.
  • Airbag Helm: Eine moderne Erfindung ist der sogenannte Airbag Helm. Ein mobiler Airbag wird in einer Konstruktion um den Hals getragen. Sobald der Sensor des Airbag eine plötzliche Veränderung der Geschwindigkeit misst, löst das Gerät aus. Ein Schutzkissen wird um Kopf und Nacken des Fahrers aufgeblasen.
  • Ohne Helm: Natürlich besteht auch die Möglichkeit ohne Helm auf deinem Fahrrad zu fahren. Dies kommt allerdings mit der Gefahr, dass dein Kopf im Falle eines Unfalls eventuell nicht ausreichend geschützt ist. Eine solche Entscheidung sollte also wohl überlegt sein.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradhelm

[2] https://de.wikihow.com/Helmgr%C3%B6%C3%9Fe-messen

[3] https://www.bussgeldkatalog.org/helmpflicht-fahrrad/

Bildquelle: Mironov/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Jennifer ist passionierte Fahrradfahrerin und arbeitet als Tourguide für Radtouren und Fernradwege in großen Hotels. Des Weiteren geht Jennifer in ihrer Freizeit gerne wandern und erobert die Gipfel der Natur. Zu ihren Hobbys zählt außerdem das Verfassen von Radkarten- & Wanderführer. Aufgrund ihrer Jahrelangen Erfahrung mit Fahrrädern, hilft Jennifer anderen mit ihrer Expertise gerne weiter und begeistert tagtäglich neue Gäste mit ihrem Fachwissen.