Fahrradcomputer
Zuletzt aktualisiert: 24-06-2020

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Fahrrad fahren ist nicht nur der Volkssport der Niederländer. Nein, auch hierzulande schwingen sich immer Menschen auf das Rad, um sich durch die Gegend zu bewegen, sich fit zu halten – oder entdecken den kompetitiven Sport für sich. Ganz hilfreich kann es dabei sein, zu wissen, wie schnell man gerade ist oder wie viele Kilometer man schon zurückgelegt hat. Ja, Hobbysportler wollen sogar noch einiges mehr wissen!

Was Smartphone-Apps gerne versprechen, kann ein Fahrradcomputer dir noch genauer liefern: Daten zu deiner Radfahrt. In diesem Artikel wollen wir die verschiedenen kleinen Geräte miteinander vergleichen. So helfen wir dir mit unserem Fahrradcomputer Test 2020 dabei, den für dich besten Fahrradcomputer zu finden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fahrradcomputer haben neben einem Tachometer auch eine ganze Reihe anderer Funktionen.
  • Nicht jeder Fahrradcomputer funktioniert auch mit jedem Sensoren und jeder App: Kompatibel sind vor allem Geräte derselben Hersteller und einige spezielle Bikecomputer mit vielen Schnittstellen.
  • Nicht jeder Fahrradtacho ist wasserdicht, auch wenn er sich “wasserfest” nennt: Es gibt verschiedene Abstufungen!

Fahrradcomputer Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Fahrradcomputer für Hobbyradler

Der Blusmart Fahrradcomputer ist ein relativ günstiger Bestseller unter den Fahrradtachos. Er hat ein großes Display mit grüner Hintergrundbeleuchtung und ist aus allen Blickwinkeln gut lesbar. Seine Wasserdichtigkeit ist mit IPX7 beurteilt und damit sehr gut. Als Funktionen hat er eine Stoppuhrfunktion, einen Thermometer, die Uhrzeit, eine Messung der Fettverbrennung und die herkömmlichen Funktionen eines Tachometers (Geschwindigkeit, Kilometerzähler). Der Blusmart kann die Daten von zwei Fahrrädern separat speichern und schaltet sich bei Nichtnutzung automatisch ab. Wenn das Fahrrad wieder in Betrieb genommen wird, schaltet er sich von selber wieder ein.

Der Blusmart ist der richtige Fahrradcomputer für dich, wenn Radfahren für dich ein Hobby ist oder du dich fit halten willst. Der geringe Preis im Vergleich zu Geräten mit mehr Funktionen ist ein Argument, wenn du gar kein Bedürfnis nach einem Navi oder Trittfrequenzmessung hast.

Der beste Fahrradcomputer zur smarten Vernetzung

Der Garmin Edge 130 ist ein GPS-Fahrradcomputer mit einem sehr schönen und leicht verständlichem User Interface. Auf der Seite sind fünf Knöpfe zur Bedienung angebracht, sodass du nicht auf dem Screen selber herumdrücken musst und die Tasten auch auf holprigem Terrain noch gut erwischst. Neben den klassischen Datenaufzeichnungen (Geschwindigkeit, Strecke) hat der Garmin Edge 130 auch eine Höhenmessung und kann mit verschiedenen Systemen wie dem Pedal “Vector” von Garmin (zur Trittfrequenzmessung) oder smarten Radarlampen verbunden werden, die vor sich nähernden Fahrzeugen warnen. Diese Systeme müssen aber separat gekauft werden.

Durch Koppeln mit dem Smartphones kannst du eingehende Anrufe oder Nachrichten direkt auf dem Computer sehen. Mit der Garmin Connect App kannst du deinen Live-Standort an Freunde und Familie schicken oder dir Routen für den Navigationsassistenten herunterladen. Das bekannte Unfallsystem von Garmin ermöglicht es, Nachrichten manuell an vordefinierte Kontakte zu schicken, wenn du einen Unfall hast. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 15 Stunden.

Das Garmin Edge 130 ist der richtige Fahrradcomputer für dich, wenn du ein echter Sportler oder eine echte Sportlerin bist und so viele Daten wie möglich durch smarte Geräte erheben willst.

Der beste Fahrradcomputer mit hoher Kompatibilität

Der Wahoo ELEMNT BOLT ist ein Fahrradcomputer der teureren Preisklasse. Idealerweise installiert man sich die kostenlose Begleit-App auf sein Smartphone. Das vereinfacht auch die Einrichtung des Bikecomputers. Ein wichtiges Merkmal von Wahoo ist das automatische Herunterladen und Hochladen von Routen mit Apps von Drittanbietern wie Strava, Komoot oder RideWithGPS – solange die Konten verbunden sind. Das Gerät ist aerodynamisch getestet und soll zu weniger Luftwiderstand als andere Fahrradcomputer führen.

Der Navigationsassistent schickt nicht nur bei jeder Abbiegung auf einer vordefinierten Route Benachrichtigungen, sondern verfügt über kostenloses Kartenmaterial der ganzen Welt. Er kommuniziert komplett drahtlos mit Sensoren von verschiedensten Herstellern und deinem Smartphone. Der Wahoo ELEMNT BOLT ist der richtige Fahrradcomputer für dich, wenn du dich nicht in ein Ökosystem wie das von Garmin “einschließen willst”, sondern deine Daten über verschiedene Plattformen hinweg erheben und sammeln willst. Wie beim Garmin Edge gilt hier, dass Sensoren seperat gekauft werden müssen – sie können aber von verschiedenen Herstellern stammen.

Kauf- und Bewertungskriterien für Fahrradcomputer

Was ist der perfekte Fahrradcomputer? Leichter gefragt als beantwortet. Im folgenden Abschnitt haben wir dir ein paar relevante Kriterien zusammengetragen, mit deren Hilfe du deine Entscheidung treffen kannst.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

Worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt, erfährst du in den folgenden Absätzen.

Funktionsumfang

Fahrradcomputer sind die logische Weiterentwicklung des Tachometers. Und je nachdem, was du während dem Radfahren wissen willst, kann ein Fahrradcomputer dir diese Information mitunter anzeigen – wenn er die Funktion dafür hat.

Mögliche Funktionen, die herkömmliche Fahrradcomputer haben, sind:

  • Tachometer: Das Tachometer misst deine Geschwindigkeit.
  • Zeitaufzeichnung: Ein absolutes Muss beim Fahrradcomputer. Die meisten Geräte können nicht nur aufzeichnen, wie lange du für eine Strecke brauchst, sondern haben auch eine Stoppuhr-Funktion.
  • Kilometerzähler: Besonders gut, um bei deinen Freunden anzugeben. Oder, wenn du für ein Fahrrad-Rennen trainierst und eine bestimmte Anzahl an Kilometern abspulen musst.
  • GPS: Ganz praktisch, wenn der Computer sowieso schon die gefahrene Strecke aufzeichnet. Mit den GPS-Daten kannst du nicht nur hübsche Formen auf das Satellitenbild “malen”, sondern deinen Fahrradcomputer auch als Navigationsgerät benutzen, wenn du auf unbekannten Strecken unterwegs bist. Manche Anbieter bieten nur Navigation ohne die Möglichkeit, selbstständig durch die Karte zu scrollen, an – oder umgekehrt.
  • Uhrzeit: Damit du nicht plötzlich vom Sonnenuntergang überrascht wirst oder einen Termin verpasst, ist es ganz hilfreich, wenn dein Fahrradcomputer dir die Uhrzeit anzeigt. Dann kannst du ruhigen Gewissens das Handy zu Hause lassen.
  • Trittfrequenzmesser: Die Trittfrequenz ist für Hobbyradler nicht besonders relevant, beim Trainieren oder bei Herzproblemen sollte sie dich aber interessieren. Bei hohen Trittfrequenzen gibt es eine bessere Blutzirkulation in den Muskeln und es werden weniger Muskelfasern beansprucht, wodurch man bei gleicher Geschwindigkeit nicht so schnell ermüdet. Eine niedrige Trittfrequenz kann auch zu Knieschmerzen führen.
  • Herzfrequenz: Die Herzfrequenz hilft trainierenden Radsportlern dabei, ihr Leistungsniveau herauszufinden. Beim Training willst du die Höhe der Pulsschläge pro Minute für einen bestimmten Bereich bei dem jeweiligen Training (Ausdauertraining) einhalten, um auf deine individuelle Belastbarkeit einzugehen. Das garantiert ein Training, das für deine aktuelle körperliche Verfassung maßgeschneidert ist.
  • Höhenmesser: Zu messen, wie viele Höhenmeter du zurückgelegt hast, ist hauptsächlich für statistische Zwecke oder zum Angeben gegenüber Freunden relevant.
  • Wettervorhersage: Manche Fahrradcomputer bieten auch diese praktische Funktion, die gerade bei mehrtägigen Touren hilfreich ist.
  • Thermometer: Falls du wissen willst, ob es sich nur kalt anfühlt oder tatsächlich kalt ist.
  • Kalorienverbrauch: Wenn du Rad fährst, um dich fit zu halten und abzunehmen, ist der Kalorienverbrauch eine interessante Größe. Der Computer schätzt den Verbrauch in der Regel durch die Geschwindigkeit und die Herzfrequenz.
  • CO2-Einsparungen: Manche Fahrradcomputer zeigen dir an, wie viel CO2 du dadurch einsparst, dass die eine Strecke mit dem Rad statt mit dem Auto zurücklegst.
  • PC-Auswertung: Einige Fahrradcomputer ermöglichen die Datenübertragung auf den Computer, wo du mit bestimmten Programmen deine Routen und Daten auswerten und analysieren kannst.
  • “Wake Up”-Funktion: Damit wird garantiert, dass das Gerät startet, sobald man auf das Rad steigt und losfährt.

Wasserfestigkeit

Wenn es regnet, soll der Fahrradcomputer natürlich nicht sofort kaputt werden. Daher werben auch viele Hersteller mit der Wasserfestigkeit ihrer Geräte. Aber Vorsicht: Das Wort “wasserfest” ist nicht dasselbe wie “wasserdicht”!

Es lohnt sich, die IP-Schutzklasse zu beachten. Jeder Fahrradcomputer, der sich “wasserfest” nennt, sollte in seiner Produktbeschreibung diese Kennziffer aufscheinen haben. Auf die “IP” in der Klassenbezeichnung folgen zwei X-Stellen: Die erste steht für Schutz gegen Fremdkörper, die zweite für Wasserdichte. Meistens sieht das bei Bikecomputern dann so aus, dass das erste X undefiniert bleibt und nur das zweite gegen eine Ziffer ausgetauscht wird.

IPX-Ziffer Ausgelegt für
IPX4 kleine Regenschauer
IPX5, IPX6 starke Regenschauer
IPX7 Untertauchen ganz unter Wasser

Eignung für mehrere Fahrräder

Du brauchst mehrere Speicherslots, um den Bikecomputer auf verschiedenen Fahrrädern zu nutzen.

Wie du einen Fahrradcomputer auf ein Fahrrad richtig einstellst, beschreiben wir weiter unten im Artikel. Wichtig dabei ist aber zu wissen, dass viele Tachos sich nur eine Einstellung merken.

Wenn du den Fahrradcomputer aber für mehrere Fahrräder benutzen willst, solltest du darauf achten, dass du mehrere Fahrräder eingeben kannst. Der Computer erkennt dann das jeweilige Rad an der Größe. Diese Fahrradtachos werden meistens als “Fahrradcomputer für 2 Fahrräder” beworben.

Kompatibilität mit Smartphone-Apps

Neuere Fahrradcomputer können via Bluetooth mit deinem Smartphone verbunden werden und die Informationen aus dem Handy am Tacho-Display angezeigt. So kannst du zusätzliche Funktionen, die dein Fahrradcomputer nicht hat, einbinden, und online um die Wette fahren.

Gerade für Sportler, die viel radeln, ist die Kommunikation zwischen Smartphone und Bikecomputer auch aus einem anderen Grund sinnvoll: Wenn man kurz vor dem Start einer gemeinsamen Runde noch schnell von seinem Kumpanen die Route per Mail geschickt bekommen hat, kann sie vom Handy auf das Gerät gespielt werden, solange sie im korrekten Dateiformat ist.

Informationen vom Handy werden am Fahrradcomputer angezeigt, um zusätzliche Funktionen einzubinden.

Batteriehaltbarkeit und Auflademöglichkeit

Es gibt generell gesehen drei verschiedene Möglichkeiten der Stromversorgung von Fahrradcomputern:

  • Batterie: Die meisten Biketachos funktionieren mit Energie aus Knopfbatterien. Die Batterien können sehr unterschiedlich lange halten. In erster Linie hängt das natürlich davon ab, wie oft, wie lange und mit welcher Geschwindigkeit du Rad fährst. Achte am besten trotzdem darauf, dass dein Fahrradcomputer die Batterieladung nicht allzu schnell “auffrisst”.
  • Kabel: Tachos, die mit einem Kabel aufgeladen werden können, haben durchschnittlich eine Akkulaufzeit von einem dutzend Stunden. Sie halten also kürzer als reine Batterie-Bikecomputer. Dafür können sie über Nacht am Kabel aufgeladen werden.
  • Solar: Einige Fahrradcomputer haben eine Solarzelle, um sich selber aufzuladen. Das funktioniert leider bei den meisten Modellen allerdings nicht sehr effizient. Die Solarzelle ist aus diesem Grund in der Regel nur zusätzlich zur Batterie verbaut und entlastet diese bei Sonnenschein.

Höchste anzeigbare Geschwindigkeit

Da der Tachometer im Bikecomputer darauf ausgelegt ist, in Verbindung mit einem von Menschen angetretenen Fahrrad benutzt zu werden, ist er in der Regel begrenzt. Die höchste Geschwindigkeit, die das Gerät anzeigen kann, liegt daher je nach Gerät zum Beispiel bei 200 km/h.

Wenn in der Produktbeschreibung keine Höchstgeschwindigkeit angegeben ist, kannst du davon ausgehen, dass der Tachometer für deine Bedürfnisse ausreicht. Gerade Radsportler sollten für ihr Training diesen Punkt aber nicht außer Acht lassen.

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Den Rekord für die höchste Geschwindigkeit auf einem Fahrrad durch eigene Muskelkraft liegt seit 2018 bei 296 km/h. Die Amerikanerin Denise Mueller-Korenek stellte ihn auf einem speziell angefertigten Fahrrad auf.

Display

Die meisten Fahrradcomputer haben eine große erste Zeile und ein bis drei kleinere Zeilen darunter auf dem Display. Wenn dein Fahrradcomputer viele verschiedene Funktionen hat, kann er diese oft nicht alle auf einmal anzeigen. Du solltest daher berücksichtigen: Dadurch müsstest du den Bikecomputer während der Fahrt bedienen, um an bestimmte Daten zu gelangen.

Entscheidung: Welche Arten von Fahrradcomputer gibt es und welche ist die richtige für dich?

Folgende Produktarten von Fahrradcomputern gibt es, zwischen denen du dich entscheiden kannst:

Art Vorteile Nachteile
Kabel-Fahrradcomputer Oft billiger als Funk-Bikecomputer, Belastet die Batterie weniger Verbindungskabel muss montiert werden, kann reißen bzw. kaputt gehen
Kabellose Fahrradcomputer Leichte Montage und Demontage, Schönere Optik Batterien gehen schneller leer, Fehleranfälligkeit bei Funkproblemen

Das Kabel bzw. die kabellose Funkübertragung verläuft dabei immer zwischen dem Bikecomputer und den Sensoren, die auf dem Fahrrad angebracht sind.

Kabel-Fahrradcomputer

Kabel-Fahrradcomputer

Die Datenübertragung zwischen Sensor und Computer findet bei vielen Geräten per Kabel statt.

Vorteile
  • Oft billiger als Funk-Bikecomputer
  • Belastet die Batterie weniger
Nachteile
  • Das Verbindungskabel muss montiert werden
  • Kabel kann reißen bzw. kaputt gehen
Kabellose Fahrradcomputer

Kabellose Fahrradcomputer

Es gibt mehrere Funkprotokolle, die bei der Übertragung von Sensordaten zum Fahrradcomputer eingesetzt werden. Je nach Gerät kann die Übertragung per Bluetooth oder per ANT+ erfolgen. Geräte, die ANT+ unterstützen, können in der Regel um weitere ANT+-Sensoren erweitert werden.

Vorteile
  • Leichte Montage und Demontage
  • Schönere Optik
Nachteile
  • Batterien gehen schneller leer
  • Fehleranfälligkeit bei Funkproblemen

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Fahrradcomputer ausführlich beantwortet

Vor dem Kauf eines Fahrradcomputers gibt es einige Punkte, die du beachten solltest. In diesem Teil des Artikels wollen wir oft gestellte Fragen zu Fahrradcomputern beantworten und so Tipps geben, was vor und nach dem Kauf vielleicht für dich wichtig zu wissen ist.

Für wen eignet sich ein Fahrradcomputer? Ist ein Fahrradcomputer besser als meine Smartphone-Fitness-App?

Eine Alternative zum Fahrradcomputer ist das reine Benutzen einer Fitness-App am Smartphone. Der Fahrradcomputer, der mit Sensoren direkt am Fahrrad misst, hat aber einige Vorteile.

Der Fahrradcomputer ist robuster. Bei Touren im Gelände solltest du dir die Frage stellen, wie du dein Smartphone transportierst. Wenn du die gemessenen Daten ständig im Blick haben willst, müsstest du es auf deinem Lenker festklemmen. Dabei ist es aber Witterung und einer etwaigen Sturzgefahr ausgesetzt. Daher ist das nur empfehlenswert, wenn du das Smartphone mit einer harten Hülle schützt.

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Witterung und Nässe sollte ein Bikecomputer aushalten, damit er nicht zu schnell kaputt wird.
(Bildquelle: Dima Pechurin / unsplash)

Bikecomputer haben zudem ein Display, das darauf ausgelegt ist, auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut gelesen werden zu können.

Smartphones bieten außerdem eine Ablenkungsgefahr, wenn z. B. überraschend ein Anruf eingeht, und können so Unfälle provozieren.

Vorteile des Smartphones sind hingegen, dass es natürlich billiger ist, kein Gerät extra neu anzuschaffen. Außerdem gibt es viele kostenlose Fitness-Apps, die Radfahrdaten aufzeichnen können. Auch das Navi in Smartphones ist in der Regel besser als das Navisystem von Bikecomputern.

Eignet sich ein Fahrradcomputer für ein Mountainbike?

Prinzipiell kannst du einen Fahrradcomputer auf dem Mountainbike genauso gut verwenden wie auf einem Rennrad oder Stadtrad. Du solltest aber deine individuellen Bedürfnisse immer vor dem Kauf im Kopf haben. Wenn du Trails durch den Wald querfeldein fährst, kann ein Navisystem schon mal verzweifeln und dich inkorrekt orten. Hier ist es auch wichtig, auf einen Kartenanbieter mit aktuell gehaltenem Kartenmaterial zuzugreifen, um nicht einer Strecke zu folgen, die es gar nicht mehr gibt.

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Am Weg durch den Wald sollte der Bikecomputer gut und fest montiert sein.
(Bildquelle: Free-Photos / pixabay.com)

Brauche ich für ein Mountainbike oder ein Rennrad einen bestimmten Fahrradcomputer?

Technisch gesehen funktionieren Bikecomputer auf jedem Fahrrad gleich – egal, ob es sich um ein Mountainbike, ein Rennrad oder ein Citybike handelt. Wenn du auf deinem Rennrad trainierst oder auf dem Mountainbike Bergtouren machst, hast du aber vermutlich andere Bedürfnisse und Anforderungen an den Fahrradcomputer als andere Radler.

Du solltest dir daher genau ansehen, welche Funktionen welches Gerät hat. Mehr dazu kannst du weiter oben in diesem Artikel bei den Kaufkriterien lesen.

Was kostet ein Fahrradcomputer?

Ja nachdem, wie viel dein Fahrradcomputer können soll, kann der Preis variieren. Biketachos mit wenigen Funktionen (z. B. Basisfunktionen Geschwindigkeit, Entfernung, Fahrzeit) sind bereits um rund ein Dutzend Euro erhältlich.

Ein Fahrradcomputer mit vielen Funktionen kostet schnell über 50 Euro. Besonders, wenn der Bikecomputer eine Navi-Funktion hat, kommt der Preis auf über 150 Euro und kann bis zu 300 Euro hoch gehen.

Wo kann ich einen Fahrradcomputer kaufen?

Du bekommst einen Fahrradcomputer in vielen verschiedenen Online- und Offline-Stores.

Offline-Möglichkeiten:

  • Tchibo
  • Lidl
  • Conrad
  • Forstinger
  • Aldi / Hofer
  • Netto
  • Obi
  • Hervis
  • Das Radhaus
  • Decathlon

Online-Möglichkeiten:

  • Amazon
  • Ebay
  • Bike Discount
  • fahrrad.de

Wo bringe ich den Fahrradcomputer und die Sensoren am Fahrrad an?

Indem du die folgenden Schritte befolgst, montierst du deinen Fahrradcomputer und die Sensoren korrekt am Fahrrad:

  1. Computerhalterung anbringen: Die Computerhalterung ist in der Regel im Lieferumfang eingeschlossen. Du montierst sie mit einem mitgeschickten Ring, der um den Lenker gewickelt wird; oder mit Kabelbindern. Du solltest darauf achten, dass die Halterung gut sitzt und nicht hin- und her wackelt.
  2. Sensor anbringen: Der Sensor wird an der Gabel des Fahrrads montiert. Wenn dein Bikecomputer kabellos funktioniert, musst du noch Batterien in den Sensor einsetzen, bevor du ihn anbringst. Lies dir auf jeden Fall in der Anleitung durch, an welcher Stelle genau der Sensor montiert werden soll. Je nach Gerät dürfen Sensor und Magnet nämlich nicht allzu weit voneinander entfernt sein.
  3. Magnet anbringen: Der Magnet wird an einer Speiche festgeschraubt. Kontrolliere, ob der Magnet sich innerhalb der Entfernung zum Sensor liegt, in der er funktioniert, und ob sich das Rad noch problemlos drehen lässt.
  4. Bikecomputer installieren: Jetzt kannst du Batterien in den Fahrradcomputer einsetzen, ihn in die Halterung stecken und einschalten. Manche Modelle müssen noch extra installiert werden. Damit der Computer korrekt auf dein Rad eingestellt ist, solltest du die Einstellung vornehmen (mehr Details unten im Artikel).

Wenn dein Fahrradcomputer per Kabel an die Sensoren angeschlossen werden muss, kannst du dir dieses Video ansehen, um die Besonderheiten der Installation von kabelgebundenen Tachos genau zu verstehen:

Wie stelle ich einen Fahrradcomputer richtig ein?

Damit der Tachometer richtig funktioniert, muss der Bikecomputer noch auf den Reifenumfang eingestellt werden. Das hat einen einfachen Grund: Um die Geschwindigkeit zu messen, werden die Umdrehungen eines Magneten an den Speichen gezählt. Das Zählen übernimmt ein Sensor, der an der Fahrradgabel angebracht ist. Daraus ergibt sich jetzt eine Anzahl an Umdrehungen, die der Computer auch schon auf eine Stunde hochrechnen kann.

Als Radler willst du aber nicht unbedingt die Umdrehungen per Stunde wissen, sondern die Kilometer, die du pro Stunde zurücklegen kannst (km/h). Und für diese Umrechnung braucht der Bikecomputer den Radumfang. Wie du den Umfang deiner Reifen herausfindest, kannst du im nächsten Absatz lesen.

Die mathematische Lösung ist simpel: Du misst den Radius von der Mitte des Reifens nach außen, multiplizierst ihn mit 2 und mit Pi. Wenn du aber schon immer in Mathe deine Schwierigkeiten hattest, gibt es noch eine andere Variante: Leg einen Zollstock oder ein Maßband auf den Boden direkt neben den Reifen. Positioniere dein Rad so, dass das Ventil genau am Boden ist und genau auf der Höhe des Maßbands, wo sich der Nullpunkt befindet. Dann roll dein Fahrrad so lange nach vorne, bis das Ventil wieder genau am Boden ist. Der Reifen hat nun eine ganze Umdrehung gemacht und du kannst am Maßband ablesen, wie groß der Radumfang ist.

Der Bikecomputer muss wissen, was für einen Umfang deine Reifen haben, um die Zahl der Radumdrehungen in gefahrene Kilometer und km/h zu verwandeln.

Welche App kann ich mit einem Fahrradcomputer verwenden?

Einige Bikecomputer-Hersteller wie Garmin, Wahoo oder Lezyne bieten eigene Apps an, die du mit dem Fahrradcomputer verbinden kannst.

Hersteller bieten eigene Companion Apps an. Mit Fremd-Apps kommunizieren kann nicht jedes Gerät.

Über sie kannst du zum Beispiel konfigurieren, welche Funktionen der Computer anzeigen soll, und die Sensoren einstellen. Einige Apps ermöglichen es auch, auf dem Smartphone eingehende Anrufe direkt am Bikecomputer entgegenzunehmen.

Genauso gibt es aber auch Fahrradcomputer, die mit “fremden” Apps wie Strava oder Komoot kommunizieren können. So kannst du Routen in diesen Apps erstellen und dir dann auf deinen Bikecomputer laden. Oder deine gerade gefahrene Route zu diesen Diensten hochladen.

Welche Fahrradcomputer werden von Profis bei der Tour de France verwendet?

Ja, auch bei der Tour de France und anderen prestigeträchtigen Radrennen werden Fahrradcomputer verwendet. Denn die Radprofis müssen immer wissen, wie hoch ihr Puls und ihre Trittfrequenz sind. Meistens verwenden die Teams Geräte, die von ihren Sponsoren gestellt werden – die Bikecomputer-Hersteller sind nämlich selber als Sponsoren vertreten.

Im Jahr 2017 waren das Edge 520 und das Edge 820 von Garmin besonders häufig im Fahrerlager vertreten.

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Radsport-Profis haben auf ihren Lenkern Fahrradcomputer, die oft von ihren Sponsoren stammen.
(Bildquelle: r17frances / pixabay.com)

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://sport-technik.net/fahrradcomputer/montieren-und-einstellen/

[2] https://www.biketacho.de/fahrradcomputer-einstellen-tabelle/

[3] https://www.connect.de/ratgeber/ip67-ipx7-klassen-ipx-schutzart-wasserfest-staubdicht-bedeutung-3199690.html

Bildquelle: srphotography/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Jennifer ist passionierte Fahrradfahrerin und arbeitet als Tourguide für Radtouren und Fernradwege in großen Hotels. Des Weiteren geht Jennifer in ihrer Freizeit gerne wandern und erobert die Gipfel der Natur. Zu ihren Hobbys zählt außerdem das Verfassen von Radkarten- & Wanderführer. Aufgrund ihrer Jahrelangen Erfahrung mit Fahrrädern, hilft Jennifer anderen mit ihrer Expertise gerne weiter und begeistert tagtäglich neue Gäste mit ihrem Fachwissen.